|Leseliebe| Meine Lesemonate November und Dezember 2018

Wahrscheinlich ist es außer mir niemandem aufgefallen, aber meinen Lesemonat November 2018 habe ich bislang unter den Tisch fallen lassen. Nicht weil er so grauslich gewesen wäre, sondern weil ich mit der bisherigen Form meiner Rückblicke unzufrieden bin. Die sind mir irgendwie zu langatmig, zu wenig prägnant. Ich habe lange hin und her überlegt, und mich nun entschieden, für die Lesemonate November und Dezember 2018 eine Neuausrichtung zu wagen.

 

Mein Lesemonat November 2018

Kurz und knapp in Zahlen

Der November war für mich ein durchschnittlicher Lesemonat, in dem ich 7 Bücher beenden konnte. Das waren 3 klassische Bücher, 2 E-Books und 2 Hörbücher.

 

Die Highlights

Lesemonat November_Highlights

Wow, ich bin in der Retrospektive echt beeindruckt, wie reich an Highlights mein Lesemonat November 2018 war.

Da wäre zunächst das Hörbuch „Im Schnee wird nur dem Tod nicht kalt“ von Jörg Maurer, einem meiner Top 3 Krimiautoren. Ich liebe den bayrischen Lokalkolorit seiner Bücher, die skurrilen Charaktere und vor allem auch sein Vorlesetalent (er spricht die Hörbücher selbst ein). In diesem Band hat mich u.a. das Setting auf einer verschneiten Berghütte begeistert.

Von „Renegades – gefährlicher Freund“ von Marissa Meyer habe ich bereits in einem separaten Blogpost erzählt. Für mich war dieses Buch mein Comeback im Genre Fantasy. Und es hat mir richtig Spaß gemacht, diese Geschichte um Helden und Antihelden, Freund- und Feindschaften zu lesen.

Der Familienepos „Eine Familie in Deutschland – Zeit zu hoffen, Zeit zu leben“ von Peter Prange hat mich (nachhaltig) so beeindruckt, dass ich plane, das Buch in einer richtigen Rezension vorzustellen. Einfach weil ich die Mischung aus Familiensaga und Lektion in deutscher Geschichte zwischen 1933 bis kurz vor Ausbruch des Zweiten Weltkriegs so mitreißend fand. Ich war total gefesselt.

Zu guter letzt war noch ein sehr exotisches Buch ein echtes November-Highlight für mich. Denn es ist a) weder in deutscher noch englischer Sprache sondern auf Norwegisch und b) eine Sportlerbiografie (ein vom durchschnittlichen Buchblogger eher vernachlässigtes Genre 😉 ): „Northug – min historie“, die Biografie des norwegischen Langlauf-Superstars Petter Northug.   Hier hat mir besonders gut gefallen, dass ich einen authentischen Einblick in das Leben eines Ausdauersportlers bekommen habe. Was für eine Wahnsinnsquälerei dieser Sport ist. Ohne dieses Buch würde ich nicht so gut verstehen, dass Petter Northug seine Karriere mittlerweile beendet hat. Er hat alles gewonnen, was er jemals wollte. Warum sollte er sich weiter ganzjährig durch stundenlanges, beinhartes Training (in keinster Weise mit dem eines Fußballers vergleichbar) und Wettkämpfe quälen? Ich verstehe, dass ihm die Motivation fehlt.

 

Gute Bücher

Lesemonat November_Gute Bücher

„Wie Nebel in der Sonne“ von Astrid Töpfner konnte ich auf der Buchmesse als Rezensionsexemplar ergattern. Mir hat die Mischung aus Romanze und Roadtrip gut gefallen. Die beiden Protagonisten und auch die angesprochenen Themen (Tod aufgrund Krebserkrankung, Tod eines ungeborenen Babys) waren viel sperriger, als man es aus „Chick Lit“-Romanen üblicherweise gewohnt ist. Das fand ich spannend.

Der zweite Krimi des „Tatort“-Schauspielers Miroslav Nemec heißt „Kroatisches Roulette“ und wurde von mir hier ausführlich rezensiert. Mir war die Grundidee (in der Hauptrolle der echte Miroslav Nemec und seine Familie, die erzählte Geschichte jedoch rein fiktiv) und auch die Umsetzung etwas zu abgedreht.

„Schneeflockenherzen“ von Elaine Winter ist eine süße, weihnachtliche Romanze, die mich in der Vorweihnachtszeit super unterhalten hat. Mehr Details gibt es hier.

 

Lowlights

Gab es im November keine, yay!

 

Mein Lesemonat Dezember 2018

Kurz und knapp in Zahlen

Der Dezember war ein echter Höhepunkt in meinem Lesejahr 2018. Denn ich habe sage und schreibe 11 Bücher beendet. Super gut. Ich habe 4 E-Books, 4 Hörbücher (das müsste das Jahreshoch bei den Hörbüchern gewesen sein) und 3 klassische Bücher vollendet. Damit habe ich mein (nicht ganz ernstzunehmendes) Jahresziel von 100 Büchern um 2 übertroffen.

Die Highlights

Lesemonat Dezember_Highlights

Da war doch im Dezember glatt eines meiner Jahreshighlights dabei: „What If It’s Us“ von Becky Albertalli und Adam Silvera war eine süße, fluffige Romanze, die mir wahnsinnig gute Laune gemacht hat. Und trotz aller Romantik besticht dieses „Young Adult“-Buch auch durch seine Außergewöhnlichkeit: im Fokus stehen zwei Jungs, die sich ineinander verlieben. Und auch das Ende ist kein klebrig, süßes „and they lived happily after“. Das hat mir super gut gefallen.

Auf „Zeitenwende“ von Carmen Korn, Teil 3 der Reihe um die Hebammen Henny und Käthe, hatte ich mich schon das ganze Jahr gefreut. Ich liebe diese Trilogie, die um 1900 begonnen hat und nun im finalen Teil irgendwann nach der Wiedervereinigung enden sollte. Für mich die beste Art des Hörbuchs überhaupt, denn aufgrund der „Episodenhaftigkeit“ der Erzählweise, kann ich auch mal für ein paar Sekunden gedanklich abschweifen, ohne dass ich gleich komplett den Anschluss verliere. Außerdem bin ich wahnsinnig gerne wieder zu den lieb gewonnenen Protagonisten zurückgekehrt. War wie „nach Hause kommen“. Etwas gestört hat mich lediglich, dass die Bände 2 und 3 sehr auf Happy End getrimmt waren und die Damen der ersten Generation alle ein geradezu biblisches Alter erreicht haben.

Mit „Herz am langen Zügel“ von Antje Szillat ging quasi ein Traum für mich in Erfüllung: endlich gibt es einen Pferderoman für Erwachsene! Entsprechend enthusiastisch fiel meine Rezension aus.

 

Gute Bücher

Lesemonat Dezember_gute Bücher

Die Regionalkrimis von Susanne Harnika haben sich im vergangenen Jahr zu meinen Hörbuch-Favoriten entwickelt. Natürlich darf man keinen blutrünstigen Thriller erwarten, eher ein bisschen Spannung garniert mit viel Humor und Lokalkolorit auf einem bayrischen Campingplatz. Die aktuelle Folge, „Der Tod macht keine Schneeballschlacht“, bildet da keine Ausnahme. Das Setting zwischen den Jahren im Tiefschnee war ganz meins. Außerdem habe ich mich ein klitzekleines bisschen in den attraktiven Hauptkommissar verliebt…

„Afternoon Delight“ und „Happy Hour“ von Piper Rayne sind die beiden Fortsetzungsbände zu „The One Best Man“, eine Romanze, die mich in 2018 ziemlich begeistert hat. Ein bisschen Knistern, ein bisschen Jura – da kann man bei mir als bekennendem Julie-James-Fan nicht viel falsch machen. „Afternoon Delight“ und „Happy Hour“ habe ich als Hörbuch auf Englisch konsumiert. Das hat mich gut unterhalten, der Funke ist aber nicht ganz so übergesprungen wie beim ersten Band. Victoria & Reed sind einfach mein Herzenspaar, da konnten die anderen beiden nicht mithalten.

In meinem Wichtelpaket zum Nikolaustag habe ich „Schlittenfahrt ins Glück“ von Susanne Rößner vorgefunden. Und direkt gelesen. Das Buch hat einen ausgesprochen irreführenden Titel. Denn der lässt einen an eine kitschige Romanze im Tiefschnee denken. Tatsächlich spielt eine Schlittenfahrt erst gaaanz am Ende eine Rolle. Der Rest des Buches beschäftigt sich mit ernsten Themen wie Krankheit, Verlust eines geliebten Menschen und Schuld. Ein viel ernsterer Ansatz als das Cover vermuten lässt. Ein bisschen hat mir die Chemie zwischen den Hauptpersonen gefehlt. Trotzdem eine fesselnde Geschichte.

Die beiden Jugendbücher „Ghost“ und „Patina“ von Jason Reynolds habe ich bei einem Adventsgewinnspiel auf Instagram gewonnen. Total klasse! Über die Weihnachtsfeiertage habe ich beide Bände direkt verschlungen. Mir haben die Geschichten rundum die jugendlichen Mitglieder eines amerikanischen Läuferteams sehr gut gefallen. Vor allem weil Jason Reynolds den Gedanken an „Diversity“ aufgreift, weshalb seine jugendlichen Protagonisten unterschiedliche Hautfarben haben und aus verschiedenen Gesellschaftsschichten kommen. Jedoch darf man keine „Young Adult“-Geschichte erwarten. Es ist ein klassisches Jugendbuch, das für eine Zielgruppe um die 12 Jahre geschrieben wurde.

 

Lowlights

Lesemonat Dezember_Lowlights

Die Weihnachtsbücher und ich, eine Liebe mit Hindernissen. Ich will Romantik – aber keinen Kitsch. Charaktere, mit denen ich mitfiebern kann – und keine am Reißbrett konstruierten Protagonisten. Eis und Schnee – und trotzdem keine Postkartenidylle. Ihr seht, ich habe hohe Ansprüche. Und die wurden leider weder von „Verliebt und zugeschneit“ von Alexandra Görner (Link zur Rezi) noch von „Zwei Herzen und ein Weihnachtswunder“ von Christin Burger & Miriam Helck (Link zur Rezi) erfüllt. Vielleicht finde ich im nächsten Jahr einen Nachfolger für Sarah Morgans „Christmas Ever After“…

Und nun heißt es volle Kraft voraus in den Lesemonat Januar 2019!

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