|Leseliebe| Mein Lesemonat September 2019

Der Oktober war bei mir ein so vollgepackter Monat (Kunstturnweltmeisterschaften, Buchmesse, Urlaub), dass ich erst jetzt im November dazu komme, meinen Lesemonat September 2019 zu veröffentlichen.

Rein statistisch war mein Lesemonat September 2019 ein beinahe unterdurchschnittlicher Lesemonat. Ich konnte nur 6 Bücher beenden (3 klassische Bücher, 1 E-Book, 1 Hörbuch und 1 Manuskript). Von der Qualität her konnte mich der September jedoch begeistern. Denn mit „New Beginnings“ und „New Promises“ waren zwei Bücher dabei, die ich regelrecht durchgesuchtet habe.

 

Meine Highlights

 

Mein Lesemonat September 2019_New Beginnings_New Promises_Lilly Lucas

 

„New Beginnings“ und „New Promises“ von Lilly Lucas waren eindeutig meine Highlights im Lesemonat September 2019. Wer meine Lesegewohnheiten ein bisschen verfolgt, weiß, wie sehr mir das Genre „New Adult“ in den letzten Monaten auf die Nerven gefallen ist. Und dann kommt Lilly Lucas mit einer neuen Reihe um die Ecke, die mich total in ihren Bann gezogen hat. Ich war in diesem Zustand, denn ich beim Lesen liebe: ich konnte die Bücher nicht mehr aus der Hand legen und mein Herz klopfte quasi im Takt mit dem den Protagonisten. Deshalb habe ich „New Beginnings“ und „New Promises“ auch einen eigenen Blogpost gewidmet.

 

Gute Bücher

 

Mein Lesemonat September 2019_Broken Strings_Katrin Frank

 

Schon vor den Büchern von Lilly Lucas habe ich mein Comeback im Genre „New Adult“ gegeben. Bei „Broken Strings – Abbi & Liam“ von Katrin Frank hat mir vor allem das Setting im Theatermillieu gefallen. Die Chemie zwischen den beiden Protagonisten hat mir hingegen gefehlt. Meine Rezension habe ich hier veröffentlich.

 

Mein Lesemonat September 2019_Lenz Koppelstätter_Das Tal im Nebel

 

Ganz klar in die Top 3 meiner liebsten Regionalkrimiautoren gehört der Südtiroler Lenz Koppelstätter. „Das Tal im Nebel“ ist bereits der 4. Band rundum den eigenwilligen und eigenbrötlerischen Kommissar Grauner und seinen aus Neapel stammenden Kollegen Saltapepe. Auch dieses Mal fährt Koppelstätter wieder virtuos alles auf, was er als Autor ganz wunderbar umsetzen kann und was Südtirol zu bieten hat: ein mystischer, grausamer Fall vor idyllischer Kulisse, mit viel Lokalkolorit und trotzdem hervorragendem Spannungsbogen. Ich freue mich schon auf den 5. Band „Das Leuchten über dem Gipfel“, der Anfang 2020 erscheinen und passend zu meinem letzten Urlaub in Südtirol im Pustertal spielen wird.

 

Mein Lesemonat September 2019_Der Duft der weiten Welt_Fenja Lüders

 

Ich liebe historische Romane, die in der Epoche vor dem 1. Weltkrieg spielen. Deshalb habe ich mich auch sehr gefreut, als ich die Nachricht bekommen habe, dass ich das Manuskript zu „Der Duft der weiten Welt“ von Fenja Lüders würde lesen dürfen.  Im Mittelpunkt steht Mina, die sich am liebsten zu 100% ins Hamburger Kaffeekontor ihres Vaters einbringen würde. Im Jahr 1912 kein einfaches Unterfangen, sollen die Frauen der Oberschicht doch kaum mehr als ein Accesoire für ihre erfolgreichen Männer sein. Aber Mina bleibt beharrlich und so macht sie sich langsam aber sicher unentbehrlich im Kaffeekontor. Und trotzdem steht sie irgendwann vor der großen Frage, ob sie sich – über alle Konventionen hinweg – für ihre große Liebe entscheiden oder diese der Karriere opfern soll.

Am Anfang des Buches war mir Mina eine Spur zu brav und deswegen als Protagonistin zu langweilig. Die Geschichte nimmt jedoch nach und nach an Fahrt auf und Mina wird im Zuge dessen deutlich facettenreicher. Vor allem das (nicht perfekte) Ende war ein echtes Highlight für mich. Deshalb bin ich auch sehr gespannt, wie die Speicherstadt-Saga weitergehen wird.

 

Lowlight

 

Mein Lesemonat September 2019_Gugelhupfgeschwader_Rita Falk

 

Eigentlich war der Eberhofer Franz immer dazu prädestiniert, mir einige vergnügliche Stunden auf den Fahrten von und zur Arbeit zu bereiten. Denn als Hörbuch ist das Genre Regionalkrimi bekanntermaßen mein liebstes. Außerdem liest Christian Tramitz die Eberhofer-Krimis einfach grandios und trägt viel zu deren Charme bei. Und auch Autorin Rita Falk hat auf der Frankfurter Buchmesse erneut unter Beweis gestellt, wie sympathisch sie ist. Und trotzdem bin ich mit dem aktuellen Band „Gugelhupfgeschwader“ nicht warm geworden. Die Krimihandlung empfand ich als wenig fesselnd und die Ausflüge in Eberhofers Privatleben als nervtötend. Besonders negativ ist mir der Heizungspfuscher Flötzinger im Gedächtnis geblieben. Da betrügt er seine Mary jahrelang und die Kinder sind nicht mehr als ein Störelement, wenn er seine Abende beim Wolfi ausklingen lassen möchte. Aber kaum ist die Mary zusammen mit den Kindern über alle Berge, ist der Katzenjammer groß. Was denn nun? Kann er sich vielleicht mal entscheiden? Und erwachsen werden? Ich glaube, beim nächsten Band bin ich nicht mehr dabei. Für mich ist die Geschichte auserzählt.

 


 

Ich hoffe, Euch hat mein Lesemonat September 2019 auch mit Verspätung gefallen. Unverzüglich werde ich mich nun an den Oktober setzen, um den dieses Mal vor Ablauf des Novembers fertig zu bekommen.

2 Kommentare

  1. Hallo liebe Steffi,
    na, da hast du aber einen guten Mix an Büchern gelesen. Ich habe in letzter Zeit etwas weniger New Adult gelesen. New Beginnings und Fortsetzung hört sich aber richtig gut und genau nach meinem Geschmack an. Die Reihe muss ich mir, nach deiner positiven Bewertung, mal genauer ansehen.
    Der Duft der weiten Welt habe ich erst kürzlich bei einer anderen Bloggerin entdeckt. Ich bin mir nicht sicher, ob es mein Genre ist. Ich war aber schon öfters in der Speicherstadt in Hamburg. Das Setting würde ich sehr gerne in einem Buch lesen.
    Ich wünsche dir einen mindestens genauso erfolgreichen und fesselnden Lesenovember.

    Ganz liebe Grüße
    Tanja :o)

    • glimrende
      Autor
      8. November 2019 / 08:07

      Hi Tanja,
      die Bücher von Lilly Lucas kann ich Dir tatsächlich vorbehaltlos empfehlen. Ich denke, die würden Dir auch gefallen.

      Was die „Speicherstadt“ betrifft, so ist es natürlich ein historisches Buch. Aber ansonsten gibt es das „übliche“ wie in vielen Romanen: Hindernisse müssen überwunden werden, ein bisschen Liebe etc. Ein eher ruhiges Buch, aber ich mochte es trotzdem gerne.

      Herzliche Grüße.

      Steffi

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