|Leseliebe| „Mittsommerliebe“ von Lina Hansson

Ich verfolge gerade den ein oder anderen Instagram-Account mit Schweden-Content. Die Natur dort ist einfach unfassbar schön (Lupinen <3), und ich würde super gerne einmal in Schweden gen Norden reisen. Deshalb klang „Mittsommerliebe“ von Lina Hansson nach einer perfekten Lektüre. Denn was passt – zumindest in der Theorie – besser zur aktuellen Jahreszeit, als ein Buch, das an Mittsommer spielt? Ob es tatsächlich so war, davon möchte ich Euch heute in dieser Rezension erzählen.

Werbung: das Rezensionsexemplar wurde mir von netgalley kosten- und bedingungslos zur Verfügung gestellt.

 

Mittsommerliebe von Lina Hansson

 

Eine junge Liebe im Schweden-Sommer

Juni in Schweden. Die Menschen genießen den skandinavischen Sommer und mit der Walpurgisnacht, dem Nationalfeiertag und dem Mittsommertag jagt ein soziales Highlight das nächste. Auch für Jule die schönste Zeit des Jahres. Wäre da nicht die Tatsache, dass sich ihre Clique um den neuen Mann an der Seite ihrer besten Freundin erweitert hat – und sie dessen Kumpel Lasse besser kennt, als sie zugeben möchte. Den unglücklichen „One Night Stand“ möchte sie am liebsten vergessen und präsentiert deshalb in einer Art Übersprungshandlung Björn, den sie gerade erst kennengelernt hat, als ihren festen Freund. Ob das wirklich eine gute Idee ist? Zumindest kann diese „Fake Beziehung“ nicht verhindern, dass Jules Herz bei jedem Aufeinandertreffen mit Lasse schneller schlägt.

 

Mittsommerliebe von Lina Hansson

 

Perfekte Voraussetzungen

Eigentlich perfekte Voraussetzungen. Eine sommerliche Romanze. Eine Art Dreickesgeschichte. Eine coole Clique. Und vor allem mit dem schwedischen Sommer ein ganz wunderbares Setting. Leider hilft das alles nichts, wenn die Umsetzung so hölzern erfolgt wie in „Mittsommerliebe“.

 

Mittsommerliebe von Lina Hansson

 

Schwache Umsetzung

Neben der Tatsache, dass ich zu keiner Sekunde so etwas wie ein Kribbeln zwischen Jule und Lasse oder Jule und Björn verspürt habe, hat mich besonders gestört, dass von der Atmosphäre her so viel Potential verschenkt wurde. Denn gibt es ein perfekteres Setting für eine sommerliche Liebesgeschichte als einen skandinavischen Sommer? In meinen Augen nicht. Jedoch muss diese Atmosphäre, dieses Sommergefühl im Buch auch transportiert werden. Und das ist nicht gelungen. Ich habe mich beim Lesen nie gefühlt, als würde ich gedanklich nach Schweden reisen. Denn „Mittsommerliebe“ hätte an jedem anderen Ort der Welt spielen können, an dem gerade zufällig eine größere, alkoholgeschwängerte Party stattfindet. Oder noch besser, in jedem anderen Fitnessstudio auf dieser Erde. Denn für mich haben gefühlt 20% der Szenen im Freien stattgefunden und 80% im Fitnessstudio. Also keine Schweden-Romanze sondern eine Fitnessstudio-Roman.

 

Mittsommerliebe von Lina Hansson

 

Fazit

Es tut mir leid, dass ich kein positives Fazit ziehen kann. Mich hat diese Geschichte leider so überhaupt nicht abgeholt. Dieses Buch gehört für mich zu den schwächeren, die ich bislang in 2021 gelesen habe. Schade um das mehr als offensichtliche Potential…

 

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