|Leseliebe| Mein Lesemonat Januar 2019

Wie immer nicht ganz pünktlich kommt heute der Rückblick auf meinen Lesemonat Januar 2019.

Kurz und knapp in Zahlen

Ich habe im Januar 6 Bücher plus 1 Manga beendet. Unter den Büchern waren das 2 klassische Bücher, 2 E-Books und 2 Hörbücher. Ein E-Book war hierbei auf Englisch – eine ausbaufähige Quote.

 

Lesemonat Januar 2019_Call Me By Your Name_Die Villa an der Elbchaussee_Jahre des Aufbaus

 

Die Highlights

Mit meinem zweiten Buch in 2019 hatte ich viel Glück und gleich die ganz große Buchliebe gefunden: „Call Me By Your Name“ von André Aciman. Darin entführt der Autor in die schwüle Atmosphäre eines nichtendenwollenden italienischen Sommers in den 80er Jahren. Obwohl ich die Geschichte im tiefsten Winter gelesen habe, konnte ich die flirrende Luft, das Rauschen des Meeres und den Duft nach Zitrusfrüchten förmlich schmecken und spüren.

Außerdem war es eine der schönsten (und tragischsten) Liebesgeschichten, die ich seit langem gelesen habe. Der Sohn des Hauses verliebt sich in den Sommergast seiner Eltern. Ein langer Tanz zwischen Verleugnung und Begierde beginnt. Und André Aciman tritt den Beweis an, dass eine Liebesgeschichte zwischen zwei Männern mindestens genauso schön sein kann wie eine „traditionelle“ zwischen Mann und Frau.

Auf die Erzählweise des Autors muss man sich einlassen. Er liebt lange Schachtelsätze, an deren Ende sich der Leser fragt, ob das nun tatsächlich passiert ist, oder ob es sich der Protagonist nur erträumt hat.

Für mich bereits jetzt eines der schönsten Bücher, die ich in 2019 gelesen habe. Und auch den gleichnamigen Film möchte ich unbedingt sehen.

“Die Villa an der Elbchaussée“ von Lena Johannson und „Jahre des Aufbaus“ von Brigitte Riebe möchte ich in einem Atemzug nennen, denn beides sind historische Romane, die mich richtig begeistert haben. Mitreißend, unterhaltsam, lehrreich – was will man als Leser mehr.

 

Lesemonat Januar 2019_Feuriges Auge_Eine unerhörte Affäre_Perfect World 1

 

Gute Bücher

“Eine unerhörte Affäre“ von Simona Ahrnstedt ist einer der historischen Romane der Autorin. Im Fokus steht eine verarmte Vollwaise, die sich zum Überleben als Anstandsdame verdingen muss. Dabei verliebt sie sich in den Adligen, der eigentlich für ihren Schützling bestimmt ist.

Hrmpf, mir fällt gerade beim Schreiben auf, wie furchtbar kitschig und vorhersehbar diese Zusammenfassung klingt. Ihr müsst mir glauben, dass die Romantikkönigin Simona Ahrnstedt daraus trotzdem etwas zaubern kann. Komplett überzeugen konnte sie mich mit dieser Geschichte trotzdem nicht. Aber das lag weder an ihrer Schreibkunst noch der Grundidee. Ich konnte einfach mit dem Hauptpersonen nicht viel anfangen.

Das allererste Manga meines Lebens namens „The Perfect World 1“ hat mir gut gefallen. Das lag nicht nur an den schönen Zeichnungen sondern vor allem daran, dass das ernste Thema „Liebe zwischen Menschen mit und ohne Handicap“ hervorragend beleuchtet wurde.

“Feuriges Auge“ ist der 200. Band der „Drei Fragezeichen“-Reihe. Den habe ich vor Weihnachten bei einem Gewinnspiel auf Instagram gewonnen. Mir hat vor allem der erste Teil dieser dreiteiligen Geschichte super gefallen. Denn da haben Peter und Bob ohne den „Überdetektiv“ und notorischen Besserwisser Justus ermittelt. Die beiden anderen Teile fand ich schwächer und etwas langatmig.

 

 

Lowlights

Ich bin tatsächlich mit einem Lowlight ins neue Lesejahr gestartet: dem Regionalkrimi aus Hohenlohe „Dillinger sieht Gespenster“ von Rudi Kost. Eigentlich mag ich diese Geschichten mit viel Lokalkolorit. Auch das Hohenloher Freilandmuseum als Schauplatz klang nach einer spannenden Idee. Die Umsetzung war mir jedoch zu unstrukturiert und langatmig und das Ende viel zu unglaubwürdig. Das war nix.

 

Ich hoffe, Ihr hattet ebenfalls einen schönen Lesemonat Januar 2019. Genießt den Rest vom Februar!

 

2 Kommentare

  1. 21. Februar 2019 / 17:39

    Huhu liebe Steffi,
    deine Worte erinnern mich gerade wieder daran, dass ich Call me by your Name auch unbedingt noch von meiner WuLi befreien muss. Ich habe ja den Film gesehen und fand ihn so gut <3

    Bei deinen Worten zu den 3 Fragezeichen musste ich an einen Podcast denken, den ich vor kurzem für mich entdeckt habe. (Nur fällt mir gerade der Name nicht ein … -,-) Es handelte sich um eine Gruppe Hamburger "Nerds", die in dieser Episode über eine der 3 Fragezeichen-Folgen gefachsimpelt haben. Ich fand das sehr interessant und bin dadurch auch irgendwie richtig ins 3 Fragezeichenfieber gekommen. In dieser Episode ging es um "Insel des Vergessens". Kennst du die Geschichte vielleicht sogar zufällig?

    Ich wünsche dir einen schönen Start in dein Wochenende <3

    Ganz liebe Grüße
    Tanja :o)

    • glimrende
      Autor
      22. Februar 2019 / 06:43

      Hallo Tanja,
      ich habe „Insel des Vergessens“ noch nicht gelesen, aber aber grds. auch schon von der Geschichte gehört. Peters Opa ist ja immer etwas „speziell“, von daher kann ich mir vorstellen, dass das Buch spannend und unterhaltsam ist.

      Super, dass Du die „Drei Fragezeichen“ jetzt auch wieder für Dich entdeckt hast.

      Viele Grüße.

      Steffi

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