|Leseliebe| Mein Lesemonat April 2019

Dank Ostern lief mein Lesemonat April 2019 ähnlich gut wie der März. Ich habe ingesamt 9 Bücher beendet – 2 klassische Bücher, 6 E-Books und 1 Hörbuch. Hinzu kommt 1 Hörspiel (eine Kategorie, die aufgrund ihrer Kürze außer Konkurrenz in meiner Lesestatistik läuft). Der prozentuale Anteil der auf Englisch gelesenen Bücher ging rasant nach oben: 4 von 9 und damit knapp die Hälfte habe ich im englischen Original gelesen.

 

Mein Lesemonat April 2019_Highlights_Licht & Schatten_Bin im Garten

 

 

Meine Highlights

„Gold und Schatten“ von Kira Licht muss ich definitiv bei den Highlights auflisten, denn dieses Buch war seit Ewigkeiten wieder ein Titel aus der Fantasy-Kategorie, der mir richtig viel Spaß gemacht hat. Meine große Fantasy-Phase hatte ich vor ca. 10 Jahren mit „Twilight“, „True Blood“ oder „Vampire Academy“. Zwischenzeitlich kann ich mit dem Genre nicht mehr ganz so viel anfangen. Vor allem komplizierte Kampfszenen langweilen mich sehr. (Dabei fällt mir ein, dass der zweite Band von „Das Reich der sieben Höfe“ noch immer auf meinem E-Reader herumdümpelt). Die Geschichte von Livia (Typ nettes Mädel von nebenan) und Maèl (attraktiver Kerl mit düsterer Aura) hat mich von der ersten Seite an in ihren Bann gezogen. Das lag vor allem an Livia, die eine grandiose, geerdete Protagonistin abgibt. Außerdem mag ich Bücher, in denen die griechische Mythologie eine Rolle spielt. Einfach weil die griechischen Götter so herrlich intrigant sind. Und schön gekribbelt hat es zwischen Livia und Mail auch noch. Ich freue mich sehr auf Teil 2!

Ganz anderes Genre aber nicht minder unterhaltsam: „Bin im Garten“ von Meike Winnemuth. In diesem Sachbuch nimmt uns die Autorin mit in ihr Gartenjahr 2018. Das mag auf den ersten Blick total unspektakulär klingen, aber Meike Winnemuth hat eine so mitreissende und herzerfrischende Art zu erzählen, dass ich das Buch kaum aus der Hand legen konnte. Erwähnen möchte ich auch die liebevolle grafische Gestaltung von „Bin im Garten“. Die macht dieses Buch zu einem echten Schatzkästchen. Meine ausführliche Rezension zu diesem Monatshighlight findet ihr hier.

 

Mein Lesemonat April 2019_gute Bücher

 

Gute Bücher

In „Die Töchter der Tuchvilla“ von Anne Jacobs (Band 2 der Reihe) stellt der 1. Weltkrieg das Leben der Tuchvilla-Bewohner komplett auf den Kopf. Die Männer sind im Krieg, die Frauen richten in der altehrwürdigen Villa ein Lazarett ein und die Geschäfte in der Fabrik laufen schlecht. Wie schon in Teil 1 wird aus Sicht der Herrschaften und der Bediensteten von den kleinen und großen Sorgen berichtet. Für mich ein interessantes Zeit- und Sittengemälde, das jedoch einen besseren Spannungsbogen hätte vertragen können. Band 1 konnte mich in der Hinsicht mehr überzeugen. Kleiner Tipp am Rande: lest auf keinen Fall vorab den Klappentext durch. Dort wird etwas vorweggenommen, was erst im letzten Drittel des Buches passiert. Ganz davon abgesehen, dass es weit weniger dramatisch ist, als im Klappentext dargestellt. Wie der Verlag auf diese Zusammenfassung gekommen ist, würde mich echt interessieren. Von jemandem, der „Die Töchter der Tuchvilla“ tatsächlich gelesen hat, kann sie nicht stammen.

„Drohbriefe von Unbekannt“ von Stefan Wolf war für mich pure Kindheitserinnerung. Obwohl es eine der neuesten Folgen von TKKG ist. Aber Begriffe wie „die Millionenstadt“ oder Lehrerinnen namens „Tangente“ gab es damals wie heute. Auf alle Fälle perfekte Unterhaltung für Fahrten von und zur Arbeit.

Ich liebe Norwegen und mag die „Gebrauchsanweisungen“ (in Buchform). Deshalb stand für mich außer Frage, die Neuauflage der „Gebrauchsanweisung für Norwegen“ von Ebba D. Drolshagen musste ich einfach lesen. Und ich wurde nicht enttäuscht, denn es war ein aufschlussreiches, amüsantes und kurzweiliges Lesevergnügen zum Thema „oh diese Norweger…“. Für mehr Details: hier geht es zu meiner Rezension.

Von amerikanischen Autorinnen habe ich schon den einen oder anderen Roman gelesen, in dem heiße (im wahrsten Sinne des Wortes, hö hö hö) Feuerwehrmänner im Mittelpunkt standen. Entsprechend gespannt war ich auf „Hearts on Fire – Jonah“ von Johanna Danninger, dem ersten deutschen Versuch zu diesem Thema. Und der hat mir gut gefallen, denn neben einer süßen Liebesgeschichte, gab es auch einen realistisch anmutenden Einblick in den Alltag bei der Berufsfeuerwehr. Ähnlich überzeugend fand ich auch die Schilderungen rundum einen Wachkomapatienten. Dafür Daumen nach oben, denn wenn ich eines nicht leiden kann, dann sind es Geschichten zu einer bestimmten Berufsgruppe, die frei nachdem Motto „wie ich mir das Leben eines Feuerwehrmanns/einer Krankenschwester erträume“ aufgebaut sind.

„The Lake House“ von Kate Morton hat mich über mehrere Wochen auf meinen Fahrten von und zur Arbeit begleitet. Über 20 Stunden lang war diese epische Geschichte um das Verschwinden eines kleinen Jungen im ländlichen „Upper Class“-England der 1930er Jahre. Polizistin Sadie versucht im Jahr 2003 diesen uralten „Cold Case“ zu lösen. Wie immer war ich fasziniert von Kate Mortons gekonntem Spiel mit verschiedenen Zeitebenen. Außerdem liebe ich England und hätte mich am liebsten ins nächste Flugzeug gesetzt, um z.B. die Museen Londons zu besuchen. Ein kleiner Schwachpunkt war für mich das Ende. Denn da gab es einen ziemlich großen Zufall, den ich als etwas zu viel des Guten empfunden habe. Da wäre mir ein weniger märchenhaftes Ende lieber gewesen (ja, in der Hinsicht bin ich noch immer Harry-Potter-geschädigt).

„Royally Screwed“, „Royally Matched“ und „Royally Endowed“ von Emma Chase nenne ich an dieser Stelle in einem Atemzug, denn diese Serie habe ich über die Osterfeiertage komplett verschlungen. Falls ihr nicht nur Krimis & Thriller oder hoch anspruchsvolle Literatur mögt, kann ich Euch diese Reihe, deren erster Band gerade auf Deutsch erschienen ist, von ganzem Herzen empfehlen. Emma Chase holt Euch aus jedem Lesetief! Meine Kurzzusammenfassung der einzelnen Bände lautet wie folgt:

  • „Royally Screwed“: Europäischer Kronprinz trifft auf New Yorker Coffee-Shop-Besitzerin. Frei nach dem Motto: da prellen Welten aufeinander. Oder Prinz trifft Aschenputtel.
  • „Royally Matched“: der kleine Bruder vom Kronprinz aus Band 1 ist ein echter Party-Prinz, der keinem Fettnäpfchen und keinem Skandal aus dem Weg geht. Passenderweise heißt er Henry. Namens- und Charakterähnlichkeiten mit real existierenden Prinzen sind natürlich rein zufällig. Selbst vor der Teilnahme an einer TV-Show, die frappierend an den „Bachelor“ erinnert, schreckt er nicht zurück. Aber ob er da seine Prinzessin finden wird?
  • „Royally Endowed“: die kleine Schwester der Coffee-Shop-Besitzerin aus Band 1 schwärmt schon lange für einen der Bodyguards. Aber der hält sich strikt an die Regeln seines Berufs und will sich auf keinen Fall an eine seiner Schutzbefohlenen heranmachen. Wenn da nur nicht diese unglaubliche Anziehung wäre…

Schmetterlinge im Bauch, Humor und Spannung – mich hat der Mix der „Royally“-Reihe gepackt. Davon hätte ich gerne mehr.

 

Lowlights

Fehlanzeige! Ich habe gut gewählt im April.

 

Nachdem mein Lesemonat April 2019 so ein Erfolg war, hoffe ich nun auch das Beste für den Mai. Bislang lässt es sich ganz gut an. Euch wünsche ich ebenfalls einen tollen Lesemonat!

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