|Alltagstrott| Leselaunen #50 – BUGA, Yoga-Liebe und kleine Machos

Jubiläum! Das heute sind meine 50. Leselaunen, wie immer organisiert von Nicci von trallafittibooks .

 

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Aktuelle Bücher

Irgendwie bin ich gerade total auf dem Sachbuch-Trip.

Sogar mein aktuelles Hörbuch ist ein Sachbuch: „Komisch, alles chemisch“ von Mai Thi Nguyen-Kim. Manchmal finde ich es ein bisschen schwierig, diesem Hörbuch so viel Aufmerksamkeit beim Autofahren zu schenken, dass ich alle Details aufnehme. Trotzdem komme ich gut mit. Es ist schon witzig, wie schnell man sich wieder an Details aus dem Schulunterricht erinnert. Protonen, Ionen, Elektrolyte – da war doch was… Besonders gut gefällt mir, wie es die Autorin schafft, die Verbindung zwischen Chemie und Alltäglichem herzustellen. Ich werde z.B. nicht mehr darauf hereinfallen, wenn irgendwelche Leute behaupten, ihr Handy-Akku wäre superduper in Schuss, weil sie ihn nie zu 100% aufladen. Künftig werde ich fragen: „Ah, das ist ja spannend, Du hast also eine altertümliche Nickelbatterie in Deinem Handy verbaut?!“ Und auch den Satz „Mach‘ das Fenster zu, es kommt kalt rein!“ werde ich nicht mehr verwenden.

Zu Beginn der Woche habe ich auf dem E-Reader „Herzleuchten“ von Katharina B. Gross gelesen. Ich bastele aktuell an einer ausführlichen Rezension, und es fällt mir nicht leicht, meine Gedanken in Worte zu fassen. Das Buch lässt mich ein bisschen zwiegespalten zurück. Einerseits hat mich die Geschichte von Tim & Lukas gefesselt und mitgerissen. Andererseits war mir deren Gefühlswelt zu schwankend und emotional nicht nachvollziehbar.

 

BUGA Heilbronn

Bei meinem Besuch auf der Bundesgartenschau (BUGA) in Heilbronn habe ich den „Karl“ in Blumenform getroffen. Das Maskottchen der BUGA hat es in der Region zu einiger Berühmtheit gebracht, denn die Versionen aus Plastik wurden bereits diverse Male geklaut, besprüht und anderweitig zweckentfremdet.

 

Größer hätte der Kontrast kaum sein können: im Anschluss habe ich „Madame Moneypenny – Wie Frauen ihre Finanzen selbst in die Hand nehmen können“ von Natascha Wegelin gelesen. Anhand einer kleinen Familiengeschichte erklärt die Autorin, wie es Frauen in die finanzielle Unabhängigkeit schaffen. Mir wurde bei der Lektüre vor allem klar, dass ich in der Vergangenheit (unbewusst) vieles richtig gemacht habe. Trotzdem habe auch ich Verbesserungspotential, denn ich müsste mein Geld „aktiver“ anlegen, um eine bessere Rendite zu erzielen. Das werde ich im Hinterkopf behalten und daran arbeiten.

Heute morgen habe ich den Boys Love Manga „(B)Romance“ von Kai Asou beendet. Irgendwie stellt es mein Gehirn vor große Herausforderungen, die Leserichtung in Mangas zu verinnerlichen. Gewisse Leute würden jetzt sagen: ‚Du bist halt einfach zu organisiert! Selbst Dein Gehirn verläuft in geordneten Bahnen!‘ Ich werde am Ball bleiben und plane auch in Zukunft, mein Gehirn durch Manga-Lektüre herauszufordern.

Mit „#Einfach plastikfrei leben“ von Charlotte Schüler habe ich heute morgen im Bett ein weiteres Sachbuch begonnen. Ich hoffe, in dort Tipps und viel Inspiration für ein plastikfreieres Leben zu finden.

 

Aksel Lund Svindal

Und den Aksel habe ich am Montag auch getroffen. Was man nicht alles in Amtsräumen findet…

 

Meine Lesestimmung

Gut! Ich bin diese Woche 2x Bahn gefahren und habe dabei mal wieder gemerkt, wie sehr diese Fahrten meiner Lesestimmung zuträglich sind. Da kann ich sogar über den Nervfaktor „argh, ich hatte ganz vergessen, dass direkt vor meiner Bahn die S1 einfährt“. S1 bedeutet in dem Fall die Linie in Richtung Frühlingsfest auf dem Wasen (= besoffene Trachtenträger) und letztes VFB-Heimspiel der Saison (= besoffene Trikotträger).

 

Zitat der Woche

„Du siehst keinen Tag älter aus als 25!“

Was für ein Kompliment. Von einem 30jährigen Charmeur und Macho-Kollegen.

 

Link der Woche

Diesen Kirsch-Streusel-Kuchen habe ich für eine interne Besprechung am letzten Montag gebacken, und ich kann Euch das Rezept von ganzem Herzen empfehlen. Für mich easy zu backen und den Geschmackstest bei den Kollegen hat er auch bestanden. Yummy. Kirsch-Streusel ist für mich sowieso eine emotionale Geschichte, denn dabei muss ich sofort an unsere jährlichen Ausflüge nach Oberstdorf denken. Da gibt es nämlich den besten Kirsch-Streusel EVER.

 

BUGA Heilbronn

Tulpenpracht auf der BUGA

 

Und sonst so?

Am Montag war besagte interne Besprechung mit anschließendem Halbtagesausflug. Wir hatten eine Führung auf der erst kürzlich eröffneten Bundesgartenschau (BUGA) in Heilbronn. Das war super interessant. Der Guide war ein Rentner, der das Projekt Bundesgartenschau von Anfang an mit vollem Herzblut ehrenamtlich begleitet hat. Das war für mich der spannendste Punkt: wie es die Politiker in Heilbronn geschafft haben, die Bevölkerung von Anfang an bei diesem Großprojekt mitzunehmen, so dass es nie zu einer Wutbürger-Protestbewegung kam. Ich möchte auf alle Fälle noch einmal in kleiner Besetzung auf die BUGA, um mir alles in Ruhe anzuschauen.

Und bitte bei besserem Wetter! Es war so, so kalt, ich bin beinahe erfroren. Erst am nächsten Tag war ich wieder aufgetaut – nur um mir dann bei einem Feueralarm in der Firma im Freien den Hintern abzufrieren.

Am Freitag durfte ich feststellen, dass man sich auch bei einem Möbelhaus-Ausflug 13.000 Schritte „erwandern“ kann.

 

BUGA Heilbronn

Der im Rahmen der BUGA neugestaltete Stadtteil

 

Ansonsten war die Woche von Yoga geprägt. Am Donnerstag habe ich an meinem regulären Kurs teilgenommen und am Samstag fand Teil 2 der Masterclass statt. Das war sau anstrengend, hat aber auch viel Spaß gemacht. Ich bin so froh und dankbar, dass ich eine Sportart gefunden habe, die mich zu 100% erfüllt. Ich finde es immer ganz schrecklich, wenn ich von Leuten lese, die z.B. Laufen gehen, nur um irgendwas zu machen, und dabei überhaupt keine Freude empfinden. Meiner Meinung nach gibt es für (fast) jeden die passende Sportart. Man muss nur lange genug suchen und sich offen auf verschiedene Dinge einlassen. Mein Highlight bei der Masterclass war mein aktuelles Lieblingselement: der Halbmond mit vom Boden gelöster und stattdessen auf dem Herzen abgelegter Hand. Da komme ich mir für einen klitzekleinen Moment wie eine Eisprinzessin vor (Sasha-Cohen-Gedächtnisübung).

 

BUGA Heilbronn

Die Farbgestaltung dieses Tulpenbeets finde ich wunderschön.

 

Nach der Masterclass war ich kurz in der Stadt unterwegs, um einen Büchergutschein von meinem Geburtstag einzulösen. Ich liebe Büchergutscheine! Da kann man super stöbern und sich inspirieren lassen. Schlussendlich entschieden habe ich mich für „Mein Bullet Diary selbstgemacht“ von Nathalie Güllü. Durch ein paar Fehleintragungen sieht mein aktueller Jahreskalender schrecklich aus. Für mich der richtige Zeitpunkt, um mich endlich ernsthaft mit dem Bullet Journaling auseinanderzusetzen. Ich habe mich am Samstag direkt hingesetzt und mit einem begonnen. Das ist echt meditativ und macht viel Spaß!

Denn heutigen Sonntag werde ich dazu nutzen, um einige Dinge aufzuarbeiten und vorzubereiten, denn die nächsten Wochen werden intensiv. Den Punkt Briefwahl z.B. habe ich auch abgehakt. Mich würde echt interessieren, wie viele fehlerhafte Wahlzettel bei der Wahl abgegeben werden. Ich kann mir nicht vorstellen, dass da jeder durchsteigt. Auch ich hätte beinahe bei der Gemeinderatswahl 3 Stimmen zu viel vergeben. Ups, verzählt…

 

Ich wünsche allen meinen Lesern eine schöne neue Woche!

7 Kommentare

  1. 15. Mai 2019 / 15:31

    Hallo liebe Steffi,
    die Bilder von der Bundesgartenschau sehen wirklich klasse aus. Ich kann mir vorstellen, dass man sich bei den wunderschönen Blumen gar nicht sattsehen konnte .

    Mit deinen Aussagen zu Komisch, alles chemisch hast du mich gerade sehr neugierig gemacht. Ich hätte mir eigentlich niemals Gedanken um die Substanz meines Handyakkus gemacht. Jetzt schon .

    Und … jetzt habe ich Hunter auf Kirsch-Streuselkuchen! Das Rezept werde ich mir gleich mal notieren, wenn er von dir getestet und als gut befunden wurde .

    Sehr cool finde ich, dass du dich jetzt an einem eigenen BulletJournal versuchen möchtest. Ich habe auch einmal ein Lesejournal für eine Freundin hergestellt. Es war sehr aufwendig, aber man ist dann auch ein wenig stolz, wenn man sich das fertige Werk im Anschluss ansieht :o)

    Ich wünsche dir eine wunderschöne Woche.

    Ganz liebe Grüße
    Tanja :o)

    • glimrende
      Autor
      26. Mai 2019 / 18:49

      Hi Tanja,

      sorry, dass ich Deinen Kommentar erst jetzt beantworte. Ist mir sehr unangenehm, aber zwischen zwei verlängerten Wochenenden, die ich gerade frei hatte, blieb mir leider nur wenig Zeit für den Blog.

      „Komisch, alles chemisch“ kann ich Dir echt empfehlen. Lehrreich und unterhaltsam. Die Autorin hat auch einen YouTube-Kanal.

      An den Kirsch-Streusel denke ich auch jetzt noch immer gerne zurück 🙂 . Saulecker und echt einfach zu machen.

      Viele Grüße.

      Steffi

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