|Leseliebe| „Die Wunderfrauen – Wünsche werden wahr“ von Stephanie Schuster

Es weihnachtet sehr – zumindest bei den literarischen Neuerscheinungen. Deshalb durfte bei mir im Lesemonat September „Die Wunderfrauen – Wünsche werden wahr“ von Stephanie Schuster einziehen. Für mich persönlich durchaus passend, denn ich liebe Weihnachten und die Vorweihnachtszeit kann gar nicht früh genug beginnen.

Werbung: das Rezensionsexemplar wurde mir von netgalley kosten- und bedingungslos zur Verfügung gestellt.

 

Die Wunderfrauen_Wünsche werden wahr_Stephanie Schuster

 

Weihnachten bei den Wunderfrauen

Seit dem letzten Band der Wunderfrauen sind einige Jahre ins Land gezogen. Wir befinden uns in den 1990er Jahren und die Wiedervereinigung ist bereits Geschichte. Die Wunderfrauen sind im Rentenalter angekommen, aber noch alle vier beruflich sehr aktiv. Während Luise und Marie gemeinsam einen Gast- und Pferdehof betreiben, ist Helga noch immer als Frauenärztin mit eigener Praxis tätig. Nur Bella hat es von Starnberg in ihre alte Heimat nach Münster verschlagen, wo sie ihre Tochter in deren Buchhandlung unterstützt.

Alle Kinder sind mittlerweile aus dem Haus. Die verwitweten, geschiedenen oder noch immer unverheirateten Wunderfrauen spüren gerade in der Weihnachtszeit, dass ein neuer Lebensabschnitt ansteht. Trotzdem bleibt so manches beim Alten und Bella geht erneut in ihrer Rolle als Miss Marple auf, während sich Luise mit ihrer Tochter Josi zofft.

Ob es trotzdem zu einem Happy End unter dem Weihnachtsbaum kommt? Bzw. wird es überhaupt einen Weihnachtsbaum geben?

 

Ein Gefühl von „nach Hause kommen“…

Hach, in mir hat dieser 4. Teil der Wunderfrauen ein Gefühl von „nach Hause kommen“ entfacht. Und das, obwohl ich diesem Zusatzband durchaus kritisch gegenüberstand. Denn war die Geschichte nach den ersten drei Bänden nicht eigentlich auserzählt? So viel vorneweg: nein, war sie nicht. Ich fand es toll, nun zu erfahren, wie die Wunderfrauen mit ihrem fortgeschrittenen Alter umgehen. Es war schön zu lesen, dass jede ihren eigenen Weg findet, die erlebten und noch ausstehenden Schicksalsschläge zu verarbeiten.

Genauso spannend war es, vermittelt zu bekommen, was aus ihren Kindern geworden ist. Hier hätte ich gerne sogar noch mehr Einblicke erhalten, denn mit Ausnahme von Josi und David nahmen die Kindern der Wunderfrauen kaum Raum ein. Vielleicht eine Idee für ein „Spin-off“?!

 

Die kleinen Dingen

Wie schon in den ersten drei Bänden machen auch in „Die Wunderfrauen – Wünsche werden wahr“ die kleinen Dinge den besonderen Charme der Geschichte aus. Damit meine ich Anspielungen auf typische Alltagsdinge der 1990er Jahre. Wie z.B. dass es damals selbstverständlich war, eine Telefonzelle zu benutzen und zu überlegen, ob das Gespräch im Ortstarif geführt werden konnte. Dazu gehören auch Marken wie z.B. die im Buch erwähnte Neuerung auf dem Schokoladenmarkt namens „Milka Nussini“.

 

Fazit

Mich hat der vierte Teil der „Wunderfrauen“ ganz wunderbar unterhalten. Wie schon bei den Vorgängerbänden bin ich regelrecht durch die Seiten geflogen und der Alltag von vier „ganz normalen“ Frauen konnte mich in seinen Bann ziehen. Auch die besondere Faszination der Weihnachtszeit kam nicht zu kurz. Ich würde den „Wunderfrauen“ in einem 5. Band weiterhin die Treue halten.

 

 

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