|Leseliebe| Mein Lesemonat März 2021

Keine Ahnung, ob es an der aktuellen Gesamtsituation liegt – und ich mich in Geschichten flüchten muss – aber ich kann erneut einen sensationellen Lesemonat vermelden: im Lesemonat März 2021 habe ich 9 Bücher beendet. Das waren 7 klassische Bücher und 2 E-Books.

 

Jahreshighlight

 

Flaming Clouds Lesemonat März 2021

 

„Flaming Clouds“ von Gabriella Santos de Lima

Oh, ich habe dieses Buch geliebt! Stewardess (und angehende Mathematikstudentin) Olivia und Pilot (im Herzen jedoch Künstler) Nick waren für mich einfach das perfekte Paar. Ich mochte die beiden so, so gerne. Auf der einen Seite Olivia, die ewige Außenseiterin. Auf der anderen Seite Nick, der Junge aus reichem Haus, dem alle zuzufliegen scheint, der sich aber trotzdem nicht traut, seinen Traum zu leben. Ich habe Nick so sehr in mein Herz geschlossen, da er so überhaupt kein „Badboy“ ist. Nein, er ist ein richtig guter Kerl, ein „Softboy“. Etwas, was Autor|innen in letzter Zeit vermehrt versuchen, in romantische Bücher einzubauen. Was mir aber oft viel zu plakativ daher kommt. Ich habe manchmal das Gefühl, dass man mir beim Lesen regelrecht entgegen schreit: ’seht her, meine Protagonistin verliebt sich in einen braven Jungen, es muss nicht immer der „Badboy“ sein!‘ Genau das war in „Flaming Clouds“ nicht der Fall. Nick war einfach nur ein absolut nachvollziehbarer, liebenswerter Charakter, dessen positive Eigenschaften sich absolut logisch aus der Geschichte heraus entwickelt haben. Ich brauche unbedingt mehr davon.

Neben Olivia & Nick konnte mich auch der sehr poetische und ungewöhnliche Schreibstil von Gabriella Santos de Lima total überzeugen. Der ist sicher nicht jedermanns Sache, aber ich mochte ihn sehr – unter anderem, weil er mir als Leserin die komplette Aufmerksamkeit abverlangt.

Abschließend muss ich bei meiner Lobeshymne noch ein paar Worte zum Setting verlieren: London und eine Airline – auch das habe ich geliebt.

Ich freue mich schon jetzt unbändig auf Band 2 „Endless Skies“, der Anfang Mai erscheinen wird.

 

Super gute Bücher

What If We Stay von Sarah Sprinz Lesemonat März 2021

„What If We Stay“ von Sarah Sprinz

Das ist der zweite Band der in Vancouver spielenden Trilogie von Sarah Sprinz. Während mir Band 1 gegen Ende eine Spur zu dramatisch daher kam, war „What If We Stay“ in meinen Augen eine runde Sache. Mir hat die Geschichte um zwei Architekturstudenten, die aus zwei verschiedenen Welten kommen (Amber mit ihren erfolgreichen Architekteneltern und Emmett mit dem Stipendium und der „Trailer Park“-Herkunft), super gefallen. Vor allem Emmett (noch ein Protagonist vom Typus „lieber Kerl“…) ist mir sehr ans Herz gewachsen.

Nicht vergessen zu erwähnen möchte ich, dass Amber eine Eiskunstlaufvergangenheit hat, die sie wiederaufleben lässt. Jeder, der mich ein bisschen kennt, weiß um meine Leidenschaft für diesen Sport, der in Deutschland leider kaum noch eine Rolle spielt. Umso mehr freue ich mich über jede Serie und jedes Buch, in dem er eine Erwähnung findet. Sarah Sprinz hat das Eiskunstlaufen toll in das Buch eingebaut. Ich habe Amber die Leidenschaft für diesen Sport total abgenommen. Nur, dass sie am Ende in einem Schaulaufen einen Vierfachen springt, fand ich ausgesprochen unrealistisch. Wer diesen Sport ein bisschen verfolgt, weiß, dass das in der Geschichte des Eiskunstlaufens vielleicht zwei Handvoll Läuferinnen jemals geschafft haben. Und ganz bestimmt nicht nach Jahren ohne Training und in einem unwichtigen Schaulaufen.

Davon abgesehen hat Sarah Sprinz diesen großartigen Schreibstil, der einen durch die Seiten fliegen lässt und mitreißt. Das macht ihre Bücher zu etwas Besonderem.

„What If We Trust“, das Finale der Trilogie, wird Ende Juni erscheinen. Wenn ich im Klappentext das Stichwort „Fanfiction“ lese, bin ich schon richtig hyped…

 

Fadeaway von Anabelle Stehl Lesemonat März 2021

 

„Fadeaway“ von Anabelle Stehl

Ich fand bereits „Breakaway“, den ersten Teil der Trilogie von Anabelle Stehl, nicht schlecht, hatte aber den Eindruck, dass der bei den meisten nicht ganz so gut ankam.

Für mich hat diese Reihe den großen Pluspunkt, dass sich endlich einmal eine deutsche „New Adult“-Autorin an eine Serie wagt, die in Berlin (und nicht in Nordamerika oder im sonstigen englischsprachigen Raum) spielt.

Bei „Fadeway“ war ich auf den ersten Seiten skeptisch, denn Anabelle Stehl machte mehr als deutlich, dass dieses Buch einen feministischen Fokus haben wird. Mir war das auf den ersten Blick zu „into your face“, zu eindimensional. Dieser Eindruck hat sich im Laufe des Buches jedoch nicht bestätigt, denn ihr ist es wirklich gut gelungen, alles aus verschiedenen Blickwinkeln zu beleuchten und die männlichen Charaktere nicht nur in zwei Kategorien (die Guten und die Bösen) einzuteilen.

Deshalb hat mir „Fadeaway“ super gefallen, und ich werde dieser Reihe auch im finalen Teil „Runaway“ (erscheint Ende Juli) treu bleiben. Miriam & Elias, die beiden Protagonisten, die dort im Fokus stehen werden, haben bereits in den ersten beiden Bänden mein Interesse geweckt.

 

Gute Bücher

 

Free Like the Wind von Kira Mohn Lesemonat März 2021

 

„Free Like the Wind“ von Kira Mohn

Obwohl der erste Teil „Wild Like a River“ mich nicht komplett überzeugen konnte, wollte ich unbedingt auch den zweiten Teil dieser Dilogie von Kira Mohn lesen. Schon allein wegen des Covers. Und des kanadischen Settings.

Mir ging es ähnlich, wie vielen anderen Lesern, auch mir hat die Geschichte von Rae und Cayden besser gefallen als der erste Band. Die beiden waren für mich das spannendere Paar. Außerdem hat mich hier der Teil der Geschichte, der in der kanadischen Wildnis und nicht in urbaner Umgebung spielt, deutlich mehr befriedigt als im Auftaktband.

Wenn ich den Aspekt benennen müsste, der mir bei „Free Like the Wind“ am meisten im Gedächtnis geblieben ist, dann wäre es der Storyaufbau. Denn der ist in meinen Augen sehr ungewöhnlich. Es dauert quasi bis zum Ende des Buches, bis die Geheimnisse, die Rae und Cayden vor dem jeweils anderen (und den Lesern) haben, aufgedeckt werden. So hat das Buch einen kontinuierlichen Spannungsaufbau und nicht das sonst übliche große Drama kurz vor Ende. Das hat mir sehr, sehr gut gefallen. Davon möchte ich in Zukunft unbedingt mehr lesen. Denn nach Schema F aufgebaute Bücher gehen mir ab und an gehörig auf die Nerven…

 

New Horizons von Lilly Lucas Lesemonat März 2021

 

„New Horizons“ von Lilly Lucas

Ich liebe die „Green Valley“-Reihe von Lilly Lucas. Für mich gibt es keine Bücher, die eine perfektere Wohlfühlatmosphäre kreieren. Müsste ich dem Ganzen ein Label verpassen, würde ich vermutlich „perfekt für Fans der ‚Gilmore Girls'“ auswählen. Denn was „Stars Hollow“ für die Serienwelt ist, ist „Green Valley“ für die Buchwelt.

Dieser vierte Teil hat mir nicht ganz so gut gefallen wie Band 1 und Band 3, denn für mich haben Annie & Cole ein bisschen die fliegenden Funken vermissen lassen, die ich bei romantischen Geschichten so gerne mag. Irgendwie habe ich beim Lesen nicht wirklich die Anziehung zwischen den beiden gespürt.

Trotzdem freue ich mich schon sehr auf den 5. (finalen *schluchz*) Teil, der am 01.05. erscheinen wird. Seid Ihr bereit für den Abschied aus „Green Valley“? Also ich nicht…

 

Weisse Finsternis von Florian Wacker Lesemonat März 2021

 

„Weiße Finsternis“ von Florian Wacker

Nachdem die anderen Bücher in meinem Lesemonat März 2021 einen eher romantischen Hintergrund hatten (was soll man daraus schließen? Dass ich aktuell was für’s Herz brauche?), ist dieses Buch etwas ganz anderes. Wobei halt, stopp, ein Liebesdreieck hat „Weiße Finsternis“ auch zu bieten.

Davon abgesehen ist es jedoch ein historischer Tatsachenroman, der im ewigen Eis spielt. Damals, als Funktionsklamotten und Motorschlitten noch in ferne Zukunft lagen.

Mich hat diese Geschichte um zwei Expeditionsteilnehmer von Amundsen und dem Suchtrupp, der die beiden später verfolgt hat, total in den Bann gezogen. Das war einfach so spannend und beklemmend. Einerseits konnte ich mit den Umherirrenden mitfühlen, andererseits weiß ich genau, dass ich nie in diese Situation kommen werden (ob wegen mangelnder Abenteuerlust oder des rasant dahinschmelzenden Eises sei dahingestellt).

Meine ausführliche Rezension gibt es hier.

 

Lesemonat März 2021 Die Verlorenen von Stacey Halls

 

„Die Verlorenen“ von Stacey Halls

Dieses Buch landete als Überraschungspost vom Verlag bei mir im Briefkasten. Ich selbst hätte wahrscheinlich nicht zu dieser Geschichte gegriffen. Denn obwohl ich historische Romane mag, meide ich diese, wenn sie in großer Armut spielen. Denn das nagt zu sehr an mir. Mich lassen diese Bilder nicht mehr los.

„Die Verlorenen“ handelt im ersten Teil von genau dieser von mir gefürchteten absoluten Armut und Hoffnungslosigkeit. Bess schlägt sich im Jahr 1754 in diesem Milieu – der untersten Arbeiterklasse – durch. Als sie ungeplant schwanger wird, muss sie ihr Neugeborenes im Waisenhaus abgeben. Einige Jahre später möchte sie ihr kleines Mädchen wieder abholen – doch das ist verschwunden.

An der Stelle hatte ich erwartet, dass das Buch zu einer Art Krimi oder Detektivgeschichte werden wird. Mit dem tatsächlichen Plot Twist, dass eine neue Perspektive hinzu kommt, hatte ich nicht gerechnet. Ich fand diese Wendung sehr spannend, denn es kommt ein komplett neuer Blickwinkel hinzu (von dem ich an der Stelle nicht zu viel verraten möchte).

Mir hat „Die Verlorenen“ gut gefallen – obwohl es so überhaupt kein Wohlfühlbuch war. Ich finde, Stacey Halls ist es sehr gut gelungen, ein stimmiges Bild vom historischen London zu zeichnen. Sowohl von den Menschen ganz unten in der Nahrungskette – als auch von der Oberschicht. Am Ende hatten alle ihr Päckchen zu tragen…

 

Not My Cup of Tea

 

Darf ich dich jetzt behalten von Sophie Money-Coutts Lesemonat März 2021

 

„Darf ich dich jetzt behalten?“ von Sophia Money-Couts

Mit diesem Buch habe ich mich im Lesemonat März 2021 gefühlt in eine Zeitmaschine gesetzt und bin 15 Jahre in die Vergangenheit gereist. Denn mich hat „Darf ich dich jetzt behalten“ an die einst wahnsinnig beliebten Romane im Stile von „Bridget Jones“ erinnert. Eine tollpatschige Protagonistin, die in urbaner Umgebung auf der Suche nach Mr. Right ist – funktioniert das nach all den Jahren noch immer? Irgendwie schon und irgendwie auch nicht. Ich mochte das typisch britische Gefühl in diesem Buch inklusive der leicht schrulligen Charaktere. Gleichzeitig ging mir Lils überdrehte Art ab und an auf die Nerven. Ein bisschen hatte ich das Gefühl, dass ich diesem Genre mittlerweile entwachsen bin…

Meine komplette Rezension findet Ihr hier.

 

Feels like Love von Sarah Heine Lesemonat März 2021

 

„Feels Like Love“ von Sarah Heine

Sarah Heine ist das Pseudonym von Sarah Sprinz – deren „What If We Stay“ Ihr ganz oben bei den sehr guten Büchern in diesem Lesemonat März 2021 findet. Leider war „Feels Like Love“, der Auftakt zu einer weiteren Reihe von ihr, so gar nicht mein Fall. Viel zu dramatisch und voller Schicksalsschläge und in meinen Augen auch nicht gerade perfekt lektoriert. Das war nix (für mich).

Hier rede ich ausführlich über das Buch.

 

Fazit

Das war mein Lesemonat März 2021. Ich bin super zufrieden mit meinen gelesenen Büchern und freue mich schon sehr auf den April. In den ich dank der Osterfeiertage bereits mit einem sehr guten Anfang gestartet bin…

 

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