|Leseliebe| „Feels like Love“ von Sarah Heine

Sarah Heine heißt eigentlich Sarah Sprinz und veröffentlicht aktuell unter ihrem echten Namen die „What If“-Trilogie bei Lyx, die mir persönlich sehr gut gefällt. Entsprechend war ich neugierig, wie mir „Feels like Love“ gefallen würde, das unter Pseudonym bei „HarperCollins Deutschland“ erscheint.

Werbung: das Rezensionsexemplar wurde mir von netgalley kosten- und bedingungslos zur Verfügung gestellt.

 

Feels like Love von Sarah Heine

 

Neustart mit Hindernissen

Mila muss mitten im Medizinstudium die Uni wechseln und zieht deshalb von München nach Berlin. Die Hauptstadt löst eine Art Kulturschock in ihr aus, denn sie vermisst das gemütliche München und wird weder mit ihrer neuen Mitbewohnerin noch den Kommilitonen warm. Erst als sie den angehenden Modedesigner Leo und dessen Clique kennenlernt, wendet sich das Blatt. Sie verliebt sich in Leo – nichtsahnend, dass diese Liebe nicht nur durch seine Ex-Freundin bald auf eine große Probe gestellt werden wird.

 

Irgendwie nicht meins… (subjektiver Faktor)

So schade, so sehr mir die „What If“-Trilogie der Autorin gefallen hat, so wenig wurde ich mit „Feels like Love“ warm. Zwischen Mila und Leo hat mir das echte Kribbeln gefehlt. Obwohl ich sowohl Medizin (was ich nie im Leben selbst studieren könnte und was bei mir kurz nach „Fleischereifachverkäuferin“ kommt. Wenn ich mir vorstelle, ich müsste fremde Menschen anfassen, die würden sich womöglich vor meinen Augen übergeben oder Schlimmeres – da zieht sich in mir alles zusammen) als auch Modedesign faszinierend finde, konnten mich auch diese beiden Themenkomplexe in dieser Geschichte nicht in ihren Bann ziehen.

Die entscheidende, dramatische Wendung in „Feels like Love“ – die ich an dieser Stelle nicht vorwegnehmen möchte – hat bei mir auch nicht ausgelöst, dass der Spannungsbogen gestiegen ist. Sie hat eher dazu geführt, dass ich mich beim Lesen sehr deprimiert gefühlt habe.

Damit möchte ich nicht sagen, dass es sich bei „Feels like Love“ um ein schlechtes Buch handelt. Es hat nur leider so gar nicht meinen Geschmack getroffen. Irgendwie war es eine Verkettung unglücklicher Umstände in Bezug auf das, was ich gerne lese. Aber auch das muss es geben. Nicht jede(r) Autor*in kann immer jeden Lesegeschmack treffen.

 

Objektive Kritik

Objektiv kritisieren kann ich in diesem Zusammenhang einzig das Lektorat. Denn das war in meinen Augen schwach. Da kommt es innerhalb von 5 Zeilen zu Wortwiederholungen (und ich spreche hier nicht von Füllwörtern sondern von Adjektiven) oder auf auf Position 2001 (Version Kindle) steht der Satz: „Und was machen Benedikts Kleinen?“ Ich gehe davon aus, dass eigentlich „Und was machen die Kleinen von Benedikt?“ gemeint ist.

 

Fazit

Mit dieser Rezension möchte ich Euch nicht von „Feels like Love“ abraten. Wenn ihr sehr dramatische, eher traurige Krankenhausgeschichten mögt, kann es sein, dass dieses Buch voll Euren Geschmack trifft. Meins war es nicht, weshalb ich die Reihe auch nicht weiterverfolgen werde.

 

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.