|Leseliebe| „Eisige Tage“ von Alex Pohl / Rezension

Als ich mir „Eisige Tage“ von Alex Pohl beim Bloggerportal bestellt habe, war ich in Erwartung eines Krimis. Dass es kein klassischer Regionalkrimi sein würde, war mir klar, tatsächlich entpuppte sich die Geschichte jedoch eher als Thriller denn klassischer Krimi.

Werbung: das Buch wurde mir vom Bloggerportal kosten- und bedingungslos zur Verfügung gestellt.

Rezension Eisige Tage von Alex Pohl

 

Witterungsbedingte und menschliche Kälte in Leipzig

Eisige Kälte hält Leipzig fest im Klammergriff. Die beiden gegensätzlichen Kommissare Hanna Seiler und Milo Novic müssen sich bei diesen unwirtlichen Bedingungen mit der Leiche eines Anwalts mit augenscheinlichen Verbindungen zur Russenmafia auseinandersetzen. Zwischen vernachlässigten und verschwundenen Teenagern und mafiösen Strukturen tun sich menschliche Abgründe auf.

 

Rezension Eisige Tage von Alex Pohl

 

Krimi oder Thriller?

„Eisige Tage“ hat definitiv nicht den Titel „Wohlfühl-Krimi“ verdient und somit sogar nichts mit den augenzwinkernden Regionalkrimis zu tun, die ich sonst so gerne lese. Nachdem ich diesen kleinen Schock überwunden und mich daran gewöhnt hatte, einen Thriller und keinen Krimi zu lesen, bin ich gut in die Geschichte hineingekommen. Und das kann man „Eisige Tage“ definitiv zuschreiben: die Geschichte fesselt, reißt mit und liest sich sehr schnell. Auch die von mir eigentlich ungeliebte Gegenwartsform, in der das Buch geschrieben wurde, tat dem keinen Abbruch.

 

Spannende Charaktere

Die beiden Kommissare fand ich als Charaktere sehr spannend und voller Abgründe angelegt. Ähnlichkeiten zu gewissen komplizierten und vom Leben gebeutelten „Tatort“-Teams lassen sich nicht abstreiten. Besonders fasziniert hat mich hier Milo Novic, dessen autistische Züge vom Autor sehr gut herausgearbeitet wurden, ohne sich über die betroffene Person lustig zu machen.

 

Rezension Eisige Tage von Alex Pohl

 

Nix für „Angsthasen“

Trotz all des Lobes glaube ich nicht, dass „Eisige Tage“ ein Krimi/Thriller für jedermann ist. Ohne zu viel vom Inhalt verraten zu wollen, möchte ich anmerken, dass ich dieses Buch als Mutter nicht hätte lesen wollen. Auch ich musste mich an der ein oder anderen Stelle überwinden, weiterzulesen.

Deshalb lautet mein Fazit: ein spannender Krimi-Thriller mit zwei vielversprechenden neuen Kommissaren – jedoch nichts für zartbesaitete Gemüter.

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