|Alltagstrott| Leselaunen #49 – letzte Chance fürs Handlettering

Oh, in der nächsten Woche werde ich ein kleines Jubiläum feiern: meine 50. von Nicci von trallafittibooks organisierten Leselaunen gehen online. Muss ich mir da was besonderes einfallen lassen?! Heute berichte ich auf alle Fälle von einer tollen Erfahrung beim Handlettering Workshop von Elli von „goldgerahmt“.

 

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Aktuelle Bücher

Zu Wochenanfang habe ich „Blumenrausch“ von Manfred Bomm begonnen und bereits am Maifeiertag beendet. Das ist quasi der Begleit-Krimi zur diesjährigen Bundesgartenschau in Heilbronn. Da ich am Montag von der Arbeit aus an einer Führung auf dem BUGA-Gelände teilnehmen werde, war es für mich eine Pflichtaufgabe, den Krimi vorher zu lesen. Ich muss zugeben, ich war etwas skeptisch, ob ich diesen Regionalkrimi wirklich mögen würde. Die sprießen noch immer wie die Pilze aus dem Boden und entsprechend lässt manchmal die Qualität zu wünschen übrig. Als zu Beginn von „Blumenrausch“ auch noch der echte Alexander Gerst und ein Handlungsstrang auf der ISS aufgetaucht sind, wurden meine Vorbehalte nicht gerade kleiner. In der Folge konnte mich sowohl der Kriminalfall als auch Kommissar Häberle (über den klischeehaften Namen möge man hinwegsehen) und sein Team überzeugen. Der Krimi war spannend und durch die vielen Personen, aus deren Sicht die Geschichte erzählt wird, außerdem sehr abwechslungsreich. Das hat Spaß gemacht!

 

Schloss Monrepos Ludwigsburg

Schloss Monrepos Ludwigsburg – Ziel meiner Maiwanderung

 

Direkt von der BUGA bin ich im Anschluss nach Island gereist (also zumindest lesetechnisch). Ich liebe Island-Bücher seit Kindertagen und wünsche mir schon sehr, sehr lange mehr Geschichten, die keine Krimis oder Thriller sind, die auf Island spielen. Mit „Das Versprechen der Islandschwestern“ von Karin Baldvinsson wurde endlich der perfekte Roman für mich veröffentlicht. Der spielt auf zwei Zeitebenen: eine im hier und jetzt und eine im Jahr 1949, als zwei Schwestern aus dem Nachkriegsdeutschland nach Island flüchten, um sich dort als Helferinnen auf Bauernhöfen zu verdingen. Mir haben beide Erzählstränge super gut gefallen. In dem historischen erfährt man viel über die Geschichte Islands (was war das Leben damals einfach und beschwerlich…) und im aktuellen hat mir die Love Story zwischen einer „verkopften“ Deutschen und einen wilden Handballer- und Pferdezüchter-Wikinger super gefallen. Ich will unbedingt mehr davon…

 

Schloß Monrepos Ludwigsburg

Romantische Stimmung am See von Schloß Monrepos. Warum es gut ist, dass es in Bildern keinen Ton gibt, erfahrt Ihr weiter unten.

 

Zu Beginn der Woche konnte ich das epische Hörbuch „The Lake House“ von Kate Morton beenden. Insgesamt eine tolle Geschichte, nur das Ende war mir ein kleines bisschen zu perfekt. Den einen, letzten, großen Zufall hätte ich nicht gebraucht.

Wer meinem Blog schon länger folgt, weiß, wie sehr ich Regionalkrimis in Form von Hörbüchern liebe. Entsprechend begeistert war ich, als ich entdeckt habe, dass es einen neuen Campingplatz-Krimi von Susanne Hanika gibt. „Der Tod braucht keine Sonnencreme“ war genauso witzig und kurzweilig wie seine Vorgänger. Ich liebe das Setting zwischen all den Dauercampern auf einem idyllischen, bayrischen Campingplatz. Und den heißen Kommissar, den liebe ich ganz besonders…

Gestern habe ich mit „Komisch, alles chemisch“ von Mai Thi Nguyen-Kim ein neues Hörbuch begonnen. In gewisser Weise ein Hörbuch-Experiment, denn ein Sachbuch habe ich, noch nie gehört (glaube ich). Ich bin gespannt, ob das gut funktioniert, oder ob ich mir nichts merken kann. An Mai Thi Nguyen-Kims Erzählweise liegt es auf alle Fälle nicht, denn die bringt ihre Faszination der Chemie lebensnah und mit viel Begeisterung herüber.

 

Schloß Monrepos Ludwigsburg

Der Löwe von Schloß Monrepos

 

Meine Lesestimmung

Hier gibt es nichts zu klagen. Der Maifeiertag hat meine Lesestatistik definitiv gepusht.

 

Zitat der Woche

„Der Rumenigge ist spontan verliebt in Xabi Alonso.“

Heute im „Doppelpass“ gehört. Und direkt die Vision einer Fanfiction vor meinem geistigen Auge gehabt. Nicht.

 

Link der Woche

Was für wunderschöne Bilder aus Edinburgh <3

 

Schloß Monrepos Ludwigsburg

Schloß Monrepos von vorne. Hier gibt es übrigens mittlerweile ein Schild, auf dem steht, dass keine Hochzeitfotos erlaubt sind. Es gab hier wohl massive Probleme mit Hochzeitsgesellschaften, die sich unmöglich aufgeführt haben. Sachen gibt’s…

 

Und sonst so?

Mit dem Maifeiertag mittendrin war das eine seltsam zweigeteilte Woche. Wobei der Feiertag selbst klasse war, denn bei strahlendem Sonnenschein habe ich eine kleine Wanderung zum Schloß Monrepos unternommen. Wunderschön – wenn man von den Horden von Mai-Wanderern absieht, die mit Bollerwägen (sind die nicht eigentlich für den Vatertag reserviert?) und ohrenbetäubender Partymusik durch die Lande gezogen sind. Ich frage mich echt, wie man auf die Idee kommt, seine Mitmenschen so zu belästigen. Zum Glück sind diese mobilen Ballermänner nur 2x im Jahr unterwegs und frönen ansonsten allen möglichen Hobbys – nur garantiert nicht dem Wandern. Ansonsten ziehe ich künftig auf der Seiser Alm auch ein Wägelchen hinter mir her und beschalle die Umgebung (passend!) mit den größten Hits der Kastelruther Spatzen.

Was bin ich froh, dass die Ferien vorbei sind, und Donnerstagabend nach zweiwöchiger Abstinenz wieder mein Yoga-Kurs stattgefunden hat. Ich bin immer wieder erstaunt, wie unterschiedlich die „Vorlieben“ der Teilnehmer sind. Da gibt es welche, die die „Krähe“ (kräftezehrende Arm-Balance, die bei meiner instabilen Schulter ein Ding der Unmöglichkeit ist) problemlos halten können, aber nicht in die „Tisch“-Position hoch kommen oder bei Vorübungen zur „Heuschrecke“ (für mich eine klassische BBP-Übung – man liegt ausgestreckt mit dem Bauch auf dem Boden und muss Arme und Beine anheben) in verzweifeltes Stöhnen ausbrechen.

 

Handlettering Workshop Goldgerahmt

Handlettering Workshop bei Elli von „goldgerahmt“.

 

Am Freitag habe ich mich spontan für einen Handlettering Workshop bei Elli von „goldgerahmt“ angemeldet. Ich versuche schon seit längerem einen Zugang zu diesem kreativen Hobby zu finden. Aber irgendwie hat mir bislang die Geduld für nachhaltiges Üben gefehlt. „Watercolor“ (die moderne Art der klassischen Aquarellmalerei) liegt mir so viel mehr und führt zu viel vorzeigbareren Ergebnissen. Der Handlettering Workshop von Elli war quasi mein letzter Versuch. Sie hat von 11 Uhr bis 16 Uhr strukturiert und geduldig die Grundlagen des Brushletterings (einer Unterart des Handletterings, bei der man mit einem Pinselstift schreibt oder vielmehr die Buchstaben malt) anhand einzelner Kleinbuchstaben erklärt. Zum Schluss ging es daran, selbständig kleine Lettering-Projekte umzusetzen. Mir hat dieser Kurs im Handlettering sehr viel gebracht, denn ich weiß jetzt genau, wo meine Fehler liegen. Das waren z.B. die Stifthaltung (die sich mir aus Büchern nie erschlossen hat), das Auslassen von „Aufstrichen“ bei einzelnen Buchstaben und vor allem das viel zu schnelle Schreiben (und eben nicht Malen) der einzelnen Buchstaben. Ich bin definitiv motiviert, daran zu arbeiten. Fehlt jetzt nur noch die Integration der entsprechenden Übungszeiten in meinen Alltag… Die Kurse bei Elli kann ich Euch unabhängig davon von ganzem Herzen empfehlen. Das hat Spaß gemacht!

 

Handlettering Workshop Goldgerahmt

Links seht Ihr meine „Werke“, die ich im Handlettering Workshop erstellt habe. Die von Elli mit meinem Namen beletterte Box war prall gefüllt mit verschiedenen Stiften.

 

Die Neuigkeit des Samstags kann ich Euch nicht vorenthalten (auch wenn sie wahrscheinlich nur 5% meiner Leser interessiert): Aksel Lund Svindal wird im November eine Biografie veröffentlichen. Made my day. Davon habe ich seit Jahren geträumt und doch nicht darauf zu hoffen gewagt, einfach weil er ein sehr „privater“ Mensch ist und niemand, der die Welt an seinem kompletten Leben teilhaben lässt. Jetzt muss ich nur noch einen Flug nach Norwegen buchen, denn die Versandkosten von norwegischen Onlineshops sind so hoch, dass es sich rechnet, hinzufliegen und das Buch selbst abzuholen…

In den heutigen Sonntag bin ich mit meiner Lieblingskombination aus Lesen im Bett und Joggen gestartet. Als nächstes werde ich mich daran machen, für die lieben Kollegen einen Kuchen zu backen. Warum ich keine Hausfrau und Mutter bin, ist mir selbst ein Rätsel. Denn ich koche und backe so viel lieber als 90% der mit mir befreundeten Mütter.

Genießt die neue Lesewoche!

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