|Alltagstrott| Leselaunen #44 – Die Bäume schlagen aus…

Muss ich heute einen virtuellen Schnaps ausgeben? Schließlich präsentiere ich unter dem Motto „Die Bäume schlagen aus!“ meine 44. Leselaunen! Wie immer organisiert von Nicci von trallafittibooks.

 

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Aktuelle Bücher

Unter dieser Überschrift hatte meine letzte Woche so einiges zu bieten, denn ich lese gerade mehrere Bücher parallel.

Bei den Hörbüchern habe ich heute „Rheinblick“ von Brigitte Glaser beendet. Hier gilt: gib mir ein paar berufliche Kilometer zum Fahren und am Wochenende was zum Putzen und schon ist das gerade erst begonnene Hörbuch wieder zu Ende. Und wie ich es bedaure, dass ich die 70er Jahre, die Bundeshauptstadt Bonn, das Umfeld von Willy Brandt und vor allem die Politkerkneipe „Rheinblick“ verlassen muss… Mir hat super gefallen, wie Brigitte Glaser ihre fiktiven Figuren (im Mittelpunkt stehen die Wirtin des Rheinblicks und eine junge Logopädin, die Willy Brandt und dessen lädierte Stimme behandelt) mit wahren politischen Ereignissen verwebt. So gelingt es ihr ganz wunderbar, ein realistisches Bild der 70er Jahre und des bis heute wahrscheinlich so ähnlich auftretenden politischen Ränkespiels zu zeichnen. Ich selbst neige dazu, die frühen 70er Jahre etwas zu glorifizieren (vermutlich aufgrund des extensiven Konsums von „Pepe“- und Roy-Black-Filmen), wurde durch dieses Buch aber auf den Boden der Tatsachen zurückgeholt. Damals hätte ich als Frau niemals den Lebensstil führen können, den ich heute für mich gewählt habe. Schon das Abitur wäre in weite Ferne gerückt.

Auf dem E-Reader habe ich – ganz nebenbei – die „Gebrauchsanweisung für Stuttgart“ von Elisabeth Kabatek gelesen. Ich wollte mir Inspiration für Sight-Seeing in der eigenen Stadt holen und habe mir tatsächlich ein paar Stellen markiert. Oft weiß man einfach viel zu wenig über seine unmittelbare Umgebung! An mancher Stelle kamen mir die persönlichen Animositäten der Autorin zu stark durch, trotzdem ein enorm kurzweiliges Lesevergnügen. So kurzweilig, dass ich aktuell schon mit der nächsten Gebrauchsanweisung zu Gange bin: nämlich mit der für Norwegen!

Als klassisches Buch liegt „Die Töchter der Tuchvilla“ von Anne Jacobs auf meinem Nachttisch. In diesem Teil macht der Erste Weltkrieg nicht vor Marie und den anderen Bewohnern der Tuchvilla halt. Gefällt mir bislang genauso gut wie der erste Band (und ja, ich weiß, mit der Reihe komme ich daher wie die alte Fastnacht!).

 

Magnolien

Magnolien – ja, sie sind ein Frühlingsklischee, aber auch wunderschön. Trotzdem möchte ich nie im Leben einen solchen Baum in meinem Garten haben. Denn sobald der Baum verblüht ist, hinterlassen die Blütenblätter eine Riesensauerei auf dem Boden.

 

Meine Lesestimmung

Wie an der schieren Anzahl der gelesenen Bücher abzulesen: sehr gut. Ich versuche auf immer mehr TV-Konsum zugunsten des Lesens zu verzichten und das gelingt mir nicht schlecht. (Spoiler: irgendwann plane ich, gar keinen Fernseher mehr in meiner Wohnung zu haben. Mal schauen, ob ich zu diesem radikalen Schritt bereit bin. Falls es mir nicht gelingen sollte, liegt es vor allem an einem: meinen heiß geliebten Sport will ich weiterhin schauen).

 

Ranunkeln

Meine Geburtstagsblumen. Irgendwie fällt mir gerade auf, dass ich in meinem Leben noch nicht besonders viele Blumen geschenkt bekommen habe…

 

Spruch der Woche

„Zuversicht“

Beim donnerstäglichen Yoga sollten wir uns eine Art Mantra wählen. Und obwohl ich so überhaupt kein esoterischer oder spiritueller Mensch bin, hat es für mich funktioniert. Und dieses eine Wort repräsentiert allgemein für mich etwas, was ich mir ganz fest vorgenommen habe: Ich werde mir meine grundsätzlich positive Lebenseinstellung nicht mehr negativ beeinflussen lassen.

 

Die Bäume schlagen aus

So sehr ich den Winter liebe, das Frühjahr hat natürlich auch was für sich.

 

Link der Woche

Vera hat einfach die besten Fotografie-Tipps.

 

Magnolien

Noch ein bisschen Magnolien-Spam muss sein. Schließlich habe ich dafür extra am frühen Abend einen Foto-Spaziergang gemacht.

 

Und sonst so?

Eine Sache, die mir seit geraumer Zeit schwer im Magen lag, scheint sich langsam zu klären. Mehr werde ich jedoch erst erzählen, wenn alles in trockenen Tüchern ist. Als Stichwort kann ich die oben erwähnte „Zuversicht“ nennen.

Eine nervige, nebenberufliche Sache, die ich vor ein paar Wochen hier erwähnt habe, scheint ebenfalls ein Ende zu finden. Ich musste eine (fundierte) schlechte Bewertung vergeben – und die wurde klaglos akzeptiert. Ich wäre auch bei Klagen nicht davon abgerückt, aber so ist es natürlich „bequemer“.

Bei der Arbeit gab es am Freitag eine witzige Episode. Ich habe meinen Kollegen eine private, aber trotzdem „geschäftsmäßige“ E-Mail von mir vorgelesen. Guckt Kollege 1 Kollege 2 an und meint: „Also schreiben kann sie!“ Na hoffentlich…

Am Samstag stand die Yoga Masterclass auf dem Programm. Einer meiner absoluten Lieblingstermine in meinem Kalender. 2 Stunden richtig intensives, herausforderndes Yoga. I love it. Und ja, ich weiß, man soll auf seiner eigenen Matte bleiben und sich tunlichst nicht vergleichen, trotzdem würde ich mir manchmal wünschen, meine ehemaligen Sportlehrer, die mich regelmäßig mit 4en bedacht haben, könnten mich sehen. (Und – ganz gemein 😉 – im Vergleich dazu meine mittlerweile übergewichtigen Mitschüler und ehemaligen 1er-Kandidaten).

Nervig ist allein, dass so eine Masterclass, nach deren Ende (inklusive Essens-Date) ich erst gegen 15 Uhr wieder daheim war, ein großes Loch in meine Wochenendplanung reißt. Mit der Folge, dass ich am Samstag bis nach 20 Uhr geputzt und gegen 21 Uhr gegessen habe.

Am Sonntag wurde mir die Zeitumstellung erst gegen Mittag bewusst. Eeek…. Vielleicht bin ich doch nicht fürs Alleinleben gemacht. Nach über einem Vierteljahr habe ich heute meinen ersten Lauf nach der Schulterproblematik gewagt. Was kann ich sagen, die Schulter hat gehalten. Aber vor lauter „bleib aufrecht und sacke ja nicht mit der Schulter nach vorne“ war ich sogar für meine Verhältnisse im Schneckentempo unterwegs. Ich glaube, ich muss mich bei Gelegenheit nach einem Laufcoach umschauen…

 

Habt alle eine schöne Woche.

 

4 Kommentare

  1. 1. April 2019 / 20:07

    Hach, die Überschrift ist toll: „Die Bäume schlagen aus“ — ENDLICH 🙂
    Jetzt beginnt die schönste Jahreszeit!

    Dein Vorhaben, den Fernseher komplett zu verbannen, ist echt löblich.
    Obwohl mir die ganzen Streamingdienste meine kostbare Lesezeit rauben, wollte ich nicht drauf verzichten.
    Ich an deiner Stelle würde auf jeden Fall bis Mitte August 2020 warten (wenn die olympischen Sommerspiele vorüber sind) 😉

    Fühl dich gedrückt!!!
    Lena

    • glimrende
      Autor
      3. April 2019 / 19:32

      Hi Lena,
      ich habe mir das so vorgestellt, dass ich keinen Fernseher in meiner Wohnung stehen haben möchte (ich möchte eventuell in eine Dachgeschosswohnung ziehen, da sind die Wände ohne Schräge kostbar 😉 ), aber durchaus am Notebook TV gucken werde. ARD und ZDF (und somit auch Olympia 😉 ) kann man ja wunderbar online empfangen.

      Netflix und Co. habe ich ja noch nie gehabt, denn irgendwie reizen mich die ganzen Serien nicht wirklich. Ich weiß auch nicht warum.

      Herzliche Grüße.

      Steffi

  2. 11. April 2019 / 16:52

    Huhu Steffi,
    ich liebe Magnolien auch über alles. Wir haben hier in der Nähe einige uralte Büsche stehen. Die sehen jetzt natürlich atemberaubend schön aus. Ich habe mir auch selbst eine gekauft. Allerdings eine in Dunkellila. Das mit den Blättern ist bislang noch gar nicht so schlimm. Aber sie ist auch noch klein ;o)

    Die Fotos sind übrigens so schön geworden und ich finde du solltest viel öfters Blumen geschenkt bekommen !!!!

    Ganz liebe Grüße
    Tanja :o)

    • glimrende
      Autor
      14. April 2019 / 13:05

      Hi Tanja,
      das freut mich sehr, dass Dir die Bilder so gut gefallen haben. Ich glaube, heute muss ich auch noch einmal mit der Kamera los ziehen, denn ich habe beim Joggen ein paar wunderschöne Apfelbaumblüten entdeckt.

      Viele Grüße.

      Steffi

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