|Wanderlust| Berchtesgaden (Mordaualmrunde) – Teil 3

Den ersten Teil meines Urlaubstagebuchs aus Berchtesgaden findet Ihr hier, den zweiten Teil hier. Heute geht es zum Abschluss u.a. auf die Mordaualmrunde.

 

Mordaualmrunde

Auf der Mordaualmrunde

 

Tag 6 – Mordaualmrunde (13,2 km, 660 Höhenmeter, 27.190 Schritte)

Den letzten Tag mit gutem Wetter galt es auszunutzen. Wir haben und für die Mordaualmrunde entschieden. Wobei ich sagen muss, dass ich hier ein Mindset-Problem bei mir feststellen musste. Denn 660 Höhenmeter, das hört sich im Vergleich zu den über 1.000 Höhenmetern auf den Watzman nach nichts an. Das wird easy. Ja, hätte ich mir mal das Höhenprofil der Wanderung angeschaut. Denn diese 660 Höhenmeter sollten direkt nach Start der Wanderung am Stück und auch noch relativ steil folgen. Das hat mich doch sehr überrascht und ein bisschen ausgeknockt. Ich bin mir sicher, hätte ich von Anfang an gewusst, dass die gesamten Höhenmeter direkt zu Beginn knackig in einem Stück kommen, sie wären mir wesentlich leichter gefallen. Alles eine Frage der Einstellung…

 

Mordaualmrunde

Hübsche Kuh – aber halt kein „Grauerle“ aus dem Allgäu

 

Geschafft habe ich sie trotzdem und gelohnt hat es sich allemal. Denn wir wurden mit einem tollen Ausblick und einer mystisch kargen Landschaft belohnt. Das war noch einmal ein ganz anderer Anblick als in den Tagen zuvor.

Eingekehrt sind wir in einer sehr einfachen, urigen Hütte. Dort gab es nur Brotzeitbrettl zum Essen. Und das ist sogar nichts für mich. Ich kann es immer noch nicht glauben, dass es keinem meiner Kontakte komisch vorkam, als ich ein Bild vom Brotzeitbrettl einer Mitwandererin im Status von WhatsApp gepostet habe. Kennen die mich alle echt so wenig? Ich habe das Brot und die Butter sogar probiert, musste aber direkt ein Bonbon lutschen, weil die Butter so stark nach Kuh geschmeckt hat (was außer mir natürlich niemandem aufgefallen ist…).

 

Yoga auf der Mordaualmrunde

Was wird denn das?

 

Über viel Geröll – was mir aber Spaß macht – ging es zurück ins Tal. Und da hatte ich nach dem Butter-Fiasko so richtig Hunger. Also haben wir bei einer Burger-Kette einen Zwischenstopp eingelegt, damit ich meine Gelüste nach Pommes stillen konnte.

 

Yoga auf der Mordaualmrunde

Yoga auf der Mordaualmrunde!

 

Irgendwie war ich an diesem Tag richtig hungrig und habe mir beim Abendessen eine Pizza Funghi einverleibt. Etwas, was ich mittlerweile nur noch selten mache, weil mir Pizza einfach so super schwer im Magen liegt.

 

Tag 7 – „Traumwerk“ von Hans-Peter Porsche (8.689 Schritte)

Strömender Regen war angekündigt und wurde auch prompt geliefert.

 

Traumwerk Porsche Villa

Traumwerk: die Porsche Villa in der Modellbahnlandschaft

 

Deshalb sind wir ins „Traumwerk“ nach Anger gefahren. Nach einem sehr leckeren Frühstück im dortigen Restaurant haben wir uns zunächst die Modellbahnausstellung angeschaut. Dort wurden verschiedene Landschaften wie z.B. eine Schneelandschaft am Arlberg, Friedrichshafen am Bodensee oder das Porsche-Werk in Stuttgart nachgestellt. Inklusive Wechsel von Tag und Nacht. Wirklich großartig gemacht und auch für Menschen, die eigentlich kein Faible für Modellbahnen haben, äußerst faszinierend. Wenn zu viele Besucher vor Ort sind, gibt es ein Zeitlimit. Deshalb würde ich dazu raten, möglichst früh am Morgen da zu sein.

Hans-Peter Porsche widmet dieses Museum seinen Hobbys, weshalb neben den bereits erwähnten Modellbahnen auch Kinderspielzeug (bei dem ich sofort an die Worte meiner Mutter, einem eingefleischten „Bares für Rares“-Fan, denken musste: „Das geht gar nicht mehr gut!“) und Autos der namensgebenden Automarke ausgestellt werden.

 

Traumwerk Porschewerk

Traumwerk: Porschewerk Stuttgart

 

Im Anschluss waren wir noch kurz im nahegelegenen Outlet, wo die üblichen verdächtigen Sportmarken zu finden sind. Außerdem mussten wir auf dem Rückweg ein „Pickerl“ kaufen, weil uns das Navi nach Salzburg geschickt hat. Hat sich im Endeffekt sogar gelohnt, denn ich konnte günstig in Österreich tanken. Und das im Radio viel beworbene Modeunternehmen „Fussl“ haben wir zudem besucht (eher nicht mein Style, da stark an „Adler“ erinnernd). Zum Glück wurde das Bundesland Salzburg – im Gegensatz zu Tirol – im Laufe des Wochenendes nicht zum Risikogebiet erklärt.

Nach einem Abstecher nach „Maria Gern“ (sehr schöne Kirche) und in ein teures Café (leckerer Kuchen garniert mit unfreundlicher Bedienung) sind wir im strömenden Regen in die Ferienwohnung zurückgekehrt. Kaum zu glauben, dass wir am Tag zuvor noch bei schönstem Wetter auf dem Balkon saßen.

 

Traumwerk VW Bully

Traumwerk: VW Bully

 

Zum Glück hatten wir daran gedacht, einen Tisch zu reservieren. Denn an diesem Abend war das Wetter zu schlecht, um draußen zu sitzen. Ein Urlaub im Herbst und man verbringt 6 von 7 Abenden im Freien?! Das hätte es vor 2020 auch nicht gegeben… Manchmal kam ich mir schon ein bisschen wie ein Klischee-Engländer vor, der sich bei 6 Grad und Nieselregen raus setzt, um das „gute Wetter“ auszunutzen. Mein Essenwahl war an diesem Abend ein bisschen speziell, denn ich habe mich für eine Pfifferlingsuppe und einen Salat entschieden.

 

Tag 8 – Abreise (Schritte unbekannt, denn der Akku meiner Uhr war leer…)

Das Wetter machte uns den Abschied einfach. Denn bei strömendem Regen sind wir in die Heimat zurückgekehrt. Dieses Mal ohne Stau.

 

Und so schnell war diese Urlaubswoche vorbei. Zum Glück habe ich meine Bilder, an denen ich mich erfreuen kann. Und die Arbeit habe ich tatsächlich auch ein bisschen vermisst…

 

2 Kommentare

  1. Hallo liebe Steffi,
    Berchtesgarden ist einfach ein so schönes Urlaubsziel. Ich habe mich gerade richtig darüber gefreut einen weiteren Beitrag dazu bei dir lesen zu dürfen.
    Btw: Die Kuh ist so niedlich <3 :o)
    Die Geschichte mit der Butter fand ich lustig. Ich weiß nicht, ob es mir ähnlich ergangen wäre wie dir. Aber vermutlich hätte ich den Unterschied nicht so wahrgenommen wie du ;o) Dass du danach erstmal was "Vernünftiges" brauchtest kann ich anhand deiner Beschreibung verstehen.
    Ich freue mich, dass du so eine schöne Zeit hattest und so schöne Erlebnisse sammeln konntest und ich hoffe, dass du noch lange davon zehren kannst :o)

    Ganz liebe Grüße
    Tanja

    • glimrende
      Autor
      6. Oktober 2020 / 18:06

      Hallo Tanja,
      die Kuh war wirklich sehr fotogen. Lag schon so da, als wir ankamen 🙂

      Vielen Dank für Deinen Kommentar.

      Viele Grüße.

      Steffi

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