|Wanderlust| Südtirol im Herbst – Meransen & Altfasstal

Eigentlich hatte ich für dieses Jahr aufgrund meines Umzugs keinen „richtigen“ Urlaub geplant. Aber manchmal sind die spontanen Entscheidungen eben doch die besten und so kam es zu einer einwöchigen Herbstauszeit Ende Oktober in Meransen – gelegen am Eingang zum Pustertal und in der Nähe des Altfasstal. Pro-Tipp am Rande: vor den Herbstferien in BaWü und Bayern und nach der typischen Wanderzeit im September gibt es super Angebote.

 

gelbe Lärchen

Der Herbst in Südtirol von seiner schönsten Seite.

 

Sonntag – Tag der Anreise

Die Anreise verlief unspektakulär. Okay, ich bin immer noch nicht darüber hinweg, wie wenig auf „meinem“ Abschnitt auf der A81 zwischen Ludwigsburg und Feuerbach an einem Sonntag im Vergleich zu einem Werktag los ist. Das wirkt wie zwei verschiedene Autobahnen.

Am Brenner-Outlet haben wir unseren mittlerweile traditionellen Zwischenstopp eingelegt. Meinem persönlichen Konsumstopp geschuldet habe ich sage und schreibe nur ein Teil geshoppt: einen weihnachtlichen Teigschaber. Aber der musste mit. Da sind nämlich kleine Aksels (Elche / Rentiere) drauf. Und wenn der Mann schon keine Rennen mehr fährt, brauche ich zumindest eine Erinnerung an ihn auf meinen Küchengeräten.

Das Brenner-Outlet hat jede Woche sonntags geöffnet, trotzdem war nervig viel los. Ich merke, je älter ich werde, desto weniger brauche ich „Massenaufläufe“. Ein netter Zwischenstopp bei der über 400 km andauernden Fahrt ist das Brenner-Outlet allemal. Hinzu kommt, dass ich seit der Lektüre des Krimis von Lenz Koppelstätter (ganz große Krimi-Empfehlung, BTW) vom Brenner ausgesprochen fasziniert bin.

 

Hotel Ambet

Impression aus unserem Zimmer im Hotel Ambet / Meransen

 

Angekommen im Hotel Ambet in Meransen waren wir direkt überzeugt: modernes und trotzdem in die Bergwelt passendes Ambiente mit viel Holz, ein großes Zimmer mit ausreichend Stauraum (im nächsten minikleinen Stadthotel à la Paris werden wir uns weinend an das Hotel Ambet erinnern…), gigantischer Blick auf die Berge und nettes, kompetentes Personal. Mehr hätten wir uns nicht wünschen können.

 

Dessert

Dessert-Traum…

 

Auch das Essen hat direkt überzeugt. Es gab jeden Abend ein mehrgängiges Menü mit dem typischen Südtiroler Mix aus alpenländischer und italienischer Küche, zubereitet mit hochwertigen Zutaten. So, so gut. Besonders die Desserts. Ich liebe Süßspeisen seit Kindertagen und mit Dingen wie weißem Schokoladenmus, Apfelküchle und Kaiserschmarren kriegt man mich immer.

Ich, die normalerweise in fremden Betten gerne unter Schlafstörungen und seniler Bettflucht leidet, habe im Hotel Ambet bereits in der ersten Nach ganz wunderbar geschlafen.

Statistik: 7.228 Schritte / 4,9 km

 

Montag – „It’s Raining Men…“

Das Frühstück war nicht minder beeindruckend wie das Abendessen. Mich hat vor allem die Auswahl an Müsli, Obst und passenden Toppings begeistert (inklusive meiner geliebten Kürbiskerne). Außerdem habe ich jeden Morgen zu einer kleinen Süßigkeit aus Blätterteig und frischem Marmeladenbrot (ich esse in Hotels NIE Brötchen) gegriffen. Unglaublich lecker. Und da es einen umfassenden Kaffeeautomaten zur Selbstbedienung gab, musste ich auch niemanden von meiner Abneigung gegen Heißgetränke jeglicher Art (von Kaffee krieg ich Magenschmerzen, Tee nur wenn ich im Krankheitsfall dazu gezwungen werde und von Kakao wird mir schlecht) überzeugen.

Die Wettervorhersage hatte gelegentliche Schauer vorausgesagt. Tatsächlich herrschte bis zum Nachmittag strömender Dauerregen. Das war auch der Grund, warum wie unsere Wanderung abgebrochen und uns in den Wellnessbereich zurückgezogen haben. Das Schwimmbad wird im Frühjahr umgebaut und ist deswegen in keinem so herausragenden Zustand wie das restliche Hotel. Zum Glück hatte die Panorama-Sauna ab 14:00 Uhr geöffnet, und wir haben den restlichen Tag dort verbracht. Bestes Sauna-Erlebnis EVER mit Blick auf die Berge, weidende Kühe und grasende Ponys.

Statistik: 8.880 Schritte / 6,1 km

 

Altfasstal

Blick ins Altfasstal – ein Traum in gelb

 

Dienstag – Fifty Shades of Yellow (Teil 1)

Am Morgen war es zwar neblig, aber ansonsten versprach dieser Tag perfektes Herbstwetter. Also haben wir die am vorigen Tag abgebrochene Altfasstal-Wanderung erneut in Angriff genommen. Dazu mussten wir erst ab dem Hotel einen langen Berg hoch schnaufen, um zum Einstieg der Wanderung zu gelangen. Das ist übrigens eine der Eigenheiten von Meransen: man muss immer entweder erst einmal den Berg runter oder rauf. Alles sehr steil gelegen.

 

Altfasstal

Altfasstal im Herbst – ein Anblick, von dem man nie genug bekommt.

 

Hütte

Hütte im Altfasstal: irgendwann werde ich einen „New Adult“-Roman mit so einem Schauplatz schreiben.

 

Die Wanderung durchs Altfasstal war abwechslungsreich (Waldwege, kleine Kraxeleien und Fahrwege haben sich abgewechselt). Außerdem waren an diesem Montag kaum Wanderer unterwegs, was super angenehm war.

 

Hüttenessen

Einkehr auf der Hütte

 

Wieserhütte

Sehr gemütlich: die Wieserhütte

 

Das Beeindruckendste war jedoch der Blick auf die Südtiroler Wälder, die sich aufgrund der hohen Anzahl von Lärchen gelb verfärbt hatten. Ein wundervoller Anblick, denn ich so schnell nicht vergessen werde. Ich bin mittlerweile überzeugt, dass es keine schönere Reisezeit für Südtirol gibt als den goldenen Herbst. Es war unvergleichlich.

 

Schafe

Schafe im Altfasstal

 

Pferde

Wunderschöne Pferde im Altfasstal

 

gelbe Lärchen

Ein letzter Blick auf die gelben Lärchen…

 

Den Tag haben wir – es sollte zur Tradition werden – vor dem Abendessen mit ein bis drei Saunagängen ausklingen lassen.

Statistik: 24.807 Schritte / 17,8 km

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