|Sportsgeist| 2019 Artistic Gymnastics Worlds Stuttgart (2)

Zum Abschluss der 2019 Artistic Gymnastics Worlds (oder auf Deutsch: den Weltmeisterschaften im Kunstturnen von Stuttgart) waren wir sonntags zu den Einzelgerätefinals noch einmal in der Halle.

Lucas Fischer

Der ehemalige Schweizer Kunstturner Lucas Fischer performt den offiziellen WM-Song. Styling erinnert leicht an Ed Sheeran, würde ich sagen…

 

Die Halle

Apropos Halle, es hat sich leider bestätigt, dass die Hanns-Martin-Schleyer-Halle nicht mehr ganz den neuesten Anforderungen entspricht. Zum einen vermute ich, dass die eine kurze Seite der Halle für eine Leinwand genutzt werden musste (und somit dort keine Zuschauerplätze untergebracht werden konnten), weil die Deckenhöhe für einen „Jumbotron“ in der Mitte der Halle (so einen hängenden Monitorwürfel) nicht ausreicht. Zum anderen ist ja letzten Sonntag kurzfristig noch einmal der Sommer ausgebrochen. Und es war so heiß in der Halle, dass ich wieder daheim regelrecht ausgetrocknet war. Das legt die Vermutung nahe, dass es entweder gar keine oder eine nur unzureichende Klimaanlage gibt. Ich hoffe auf letzteres, denn ich möchte mir nicht ausmalen, wie es für die Sportler gewesen sein müsste, wenn es unten auf dem Podium genauso heiß gewesen wäre.

 

Artur Dalaloyan

Artur Dalaloyan bereitet sich auf seinen Sprung vor.

 

Sprung / Herren

Eigentlich hat die Disziplin „Sprung“ noch nie zu meinen Favoriten gehört. Ich besitze ein Olympiabuch von 1972 (wenn Ihr richtig großartig choreographierte und elegant geturnte Bodenübungen sehen wollt, dann sucht mal online nach Videos von Olga Korbut und Ludmilla Turischtscheva (hier eine Ode an sie) von diesen Olympischen Spielen) und schon damals wurde die Disziplin „Sprung“ als „antiquiert“ bezeichnet. Wahrscheinlich hat die Umstellung auf den Sprungtisch die Disziplin von ihrem angestaubten Image befreien können. Zumindest live hat es richtig Spaß gemacht, den Sprung zu verfolgen.

 

Artur Dalaloyan

Vorbereitungsphase auf Sprung 2

 

Highlight war Nikita Nagorny mit seinen gewaltigen drei Drehungen.

 

Nikita Nagorny

Beeindruckende Höhe bei Nikita Nagorny.

 

Li Shijia

Bei der Vorstellung der Athleten gab es die ganz große Showtreppe für die Turner. Hier Li Shijia aus China.

 

Balken / Damen

Von dieser Disziplin saßen wir an diesem Tag am weitesten entfernt. Deshalb folgen hier nun auch meine schwächsten Fotos.

 

Sarah Voss

Sarah Voss – groß und elegant.

 

Melanie de Jesus dos Santos

Mit eigenem Fanclub angereist: Melanie de Jesus dos Santos. Ein Tipp an die Papadakis & Cizeron-Fans: bei der nächsten Eiskunstlauf-WM einen ganzen Block mieten und je ein Drittel der Fans in weiß, rot und blau kleiden.

 

Die Mädels haben einen richtig guten Wettkampf geturnt, in dem es nur wenige Abstiege gab. Leider gehörte Sarah Voss, der ich vor Heimpublikum eine fehlerfreie Übung gegönnt hätte, zu den „Absteigerinnen“. Simone Biles war – wie erwartet – unantastbar sicher. Mir haben aber auch beide Chinesinnen sehr gut gefallen.

 

Tingting Liu

Beste Frisus (ägyptisch angehaucht) und bester Vorname: Titelverteidigerin Tingting Liu aus China (dieses Mal mit Silber dekoriert).

 

Kara Eaker

Die Frau, die über den Balken rannte (zumindest sieht es auf meinem Bild so aus): Kara Eaker aus den USA.

 

Simone Biles

Unschlagbar: Simone Biles

 

Die Siegerehrungen

An den Siegerehrungen saßen wir (im Gegensatz zum Donnerstag) sehr nah dran. Quasi sogar zu nah, denn wir saßen so halb HINTER dem Podium der Athleten.

 

Siegerehrung Sprung Herren

Siegerehrung Sprung Herren. Irgendwie sehen die zwei russischen Boys in dieser Einstellung wie Brüder aus. Hübsche Brüder, BTW.

 

Igor Radivilov

Ich fand es ausgesprochen amüsant, wie die Athleten ihre Adiletten vor dem Besteigen des Podiums (hier Igor Radivilov beim „Wiederanziehen“) ausgezogen haben.

 

Siegerehrung Schwebebalken Damen

Siegerehrung Schwebebalken Damen (USA vor 2x China)

 

 

Xao Ruoteng

Xao Ruoteng freihändig (also quasi fliegend) in der Holmengasse.

Barren / Herren

Ich musste feststellen, Barren der Herren gehört nicht zu meinen Favoriten. Weder zum Anschauen noch zum Fotografieren. Beim Fotografieren könnte man theoretisch ca. 500 Bilder von Männern im statischen Handstand machen. Super scharfe (da der Handstand lange und im absoluten Stillstand gehalten wird) aber auch super langweilige Fotos. Überraschenderweise habe ich aber tatsächlich ein paar ganz coole Fotos am Barren hinbekommen. Damit hatte ich überhaupt nicht gerechnet.

 

Lukas Dauser

Spannung vor Beginn der Übung: Lukas Dauser

 

Lukas Dauser

Eins der besagten Handstand-Bilder: Lukas Dauser. Der leider absteigen musste. So schade, denn er ging mit der höchsten Wertung aus der Quali in den Endkampf.

 

Lukas Dauser

Dieses Foto hier finde ich dann doch sehr cool: Lukas Dauser im Flug beim Abgang. Man beachte den Gesichtsausdruck.

 

Die Damen am Boden und die Herren am Königsgerät Reck bei den 2019 Artistic Gymnastics Worlds folgen in einem separaten Post.

 

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