|Sportsgeist| 2019 Nebelhorn Trophy – Kurzprogramm der Damen

Zur Nebelhorn Trophy 2019 in Oberstdorf gebe ich mein Comeback als Eiskunstlauf-Fangirl. Die ganz großen Fanzeiten sind bei mir schon lange vorbei. Trotzdem macht es immer wieder Spaß, Live-Eiskunstlauf zu schauen. Zwischenzeitlich habe ich außerdem Freude am Fotografieren dieses Sports gefunden. Vor allem da es eine wirklich „tricky“ Angelegenheit ist. Denn ich kenne keine fotografische Herausforderung, die auch nur annähernd an Eiskunstlaufen herankommt: sich schnell bewegende Objekte bei richtig mieser Beleuchtung. Trotzdem präsentiere ich Euch heute meine Ergebnisse vom Kurzprogramm der Damen. Und ein paar Kommentare gibt es „on top“.

 

Stefanie Pesendorfer / Österreich

Stefanie Pesendorfer

 

Alina Iushchenkova/Israel

Alina Iushchenkova

Israel hat bei der 2019 Nebelhorn Trophy sage und schreibe 3 Damen ins Rennen geschickt. Alina Iushchenkova zeigte hierbei eine eher schwache Leistung. Ganz anders ihre Teamkollegin Taylor Morris, die ein sehr gutes Kurzprogramm auf das Eis gezaubert hat. Wie schon der Name vermuten lässt, war auch ihr Laufstil sehr amerikanisch.

 

Kategorie „Läufer, die unsereins noch erkennt“

Stephane Lambiel

Wie bereits eingangs erwähnt, ist es mit unserem Eiskunstlauf-Fandom nicht mehr weit her. Mit dem Ergebnis, dass wir kaum noch einen Eisläufer „off-ice“ erkennen. Ganz anders sieht es bei den ehemaligen Eisläufern aus, die mittlerweile als Coach o.Ä. arbeiten. Die kennen wir alle. So auch Stephane Lambiel, der hier u.a. die Schwedin Matilda Algotsson begleitet hat. Die lief im übrigen zu einer ausgesprochen merkwürdigen Version eines Songs von Edith Piaff und kann als Läuferin eher in die Kategorie „sportlich“ denn „künstlerisch“ eingruppiert werden.

 

Matilda Algotsson/Schweden

Matilda Algotsson

Das Foto habe ich bewusst so geschossen, denn ich wollte unbedingt Lambiel im Hintergrund mit drauf haben. Er ging bei ihren Programmen voll mit.

 

Julia Lang/Ungarn

Julia Lang

 

Julia Lang

Diese winzig kleine Ungarin war eine meiner Favoritinnen im Damen-Wettbewerb: Julia Lang. Sie ist sehr sprungstark, hat ihre Sprünge aber (noch) nicht immer unter Kontrolle. Sie präsentierte zwei wirklich süße Programme. Außerdem ist sie durch große Beweglichkeit und außergewöhnliche Elemente (Rückbeuge bei einer Art Kniefall mit Hinterkopf auf dem Eis) aufgefallen.

 

Sinem Kuyucu/Türkei

Sinem Kuyucu

Sinem Kuyucu blieb mir vor allem im Gedächtnis, da bei ihr der hoch umstrittene Trainer Karel Fajfr an der Bande stand.

 

Eva Lotta Kiibus/Estland

Eva Lotta Kiibus

Eine weitere Favoritin, die ich im Verlaufe dieses Wettbewerbs entdeckt habe: Eva Lotta Kiibus. Zum einen, weil ihr Vorname so wunderbar nach der Welt von Astrid Lindgren klingt. Zum anderen, weil ich sowohl ihre technisch gelungenen Sprünge als auch ihre Programme mochte. Ihre Musik im Kurzprogramm war ebenfalls bemerkenswert „Spiel mir das Lied vom Tod“ und (das mittlerweile äußerst beliebte) „House of New Orleans“ (das mich persönlich immer an den Musikunterricht denken lässt).

 

Alisson Krystle Perticheto/Philippinen

Alisson Krystle Perticheto

So voller Energie ihre Performanz war, so hektisch waren die Sprünge von Alisson Krystle Perticheto.

 

Kategorie „Läufer, die unsereins noch erkennt“

Andrei Lutai

Andrei Lutai lief nicht nur am Ende seiner Karriere selbst für Bulgarien, er trainiert mittlerweile auch bulgarische Läufer. Und mit Alexandra Feigin hat er sogar ein ziemliches Talent unter seinen Fittichen.

 

Alexandra Feigin/Bulgarien

Alexandra Feigin

Alexandra Feigin besitzt super viel Talent und auch eine gehörige Portion Ehrgeiz. Sie schaute am Ende beider Programme extrem unzufrieden aus, obwohl sie richtig gute Leistungen gezeigt hatte. Erst in der Kiss & Cry nach Verkündung der Noten konnte sie wieder lächeln. Ich mochte sie sehr gerne.

 

Marin Honda/Japan

Marin Honda

Marin Honda war für mich eine der läuferisch und vom Ausdruck her stärksten Läuferinnen im Feld. Im Gegensatz zu vielen ihrer japanischen Kolleginnen spielt sie auch sehr überzeugend und natürlich mit dem Publikum. Leider fehlt ihr aktuell die Konstanz in den Sprüngen. Trotzdem hat mir ihr Kurzprogramm zu „Seven Nations Army“ super gefallen.

 

Nicole Schott/Deutschland

Nicole Schott

Nicole Schott war so gut wie noch nie bei dieser Nebelhorn Trophy. Schon allein ihr Kostüm war ein echter Hingucker.

 

Mariah Bell/USA

Mariah Bell

Ähnliches wie über Nicole Schott kann auch über Mariah Bell gesagt werden. Sie zeigte eine hervorragende Leistung. Ihr Kurzprogramm bei der 2019 Nebelhorn Trophy klang für mich auf den ersten Blick ein bisschen wie eine Mischung aus Techno und „Blümchen“. Später sollte ich lernen, dass sie zu einem Song von Britney Spears gelaufen ist. Coole Musikwahl, die sie toll umsetzt. (Und ich bin echt kein Fan von der Neuerung, dass Musik mit Gesang nun generell erlaubt ist).

 

Yelim Kim/Südkorea

Yelim Kim

Die südkoreanischen Läuferinnen haben generell einen sehr weichen und schönen Laufstil. Trotzdem sind sie mir eine Spur zu „nett“ und lassen ein bisschen Persönlichkeit vermissen. So auch Yelim Kim.

 

Das Kurzprogramm der Damen bei der 2019 Nebelhorn Trophy war ein eher durchwachsener Einstieg in den Wettbewerb. Es gab kaum fehlerfreie Programme. Deshalb war ich gespannt, was die Kür der Paare am nächsten Tag bringen würde.

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