|Leseliebe| Weihnachten, Silvester und der zugehörige Lesestapel

Heute möchte ich auf meinen Urlaub zwischen dem 21.12.2019 und dem 06.01.2020 (also über Weihnachten und Silvester) zurückblicken. Ich habe diese Tage sehr genossen, obwohl ich nun auch wieder super gerne zur Arbeit gehe (und ja, ich könnte mich nie damit anfreunden, widerwillig zur Arbeit zu gehen und nur von Urlaub zu Urlaub zu leben. Freie Tage sind für mich die Kirsche auf der Sahne – und nicht mehr).

 

Weihnachtshaus 2019

Wie man halt so dekoriert…

 

Wie waren die Weihnachtsfeiertage?

Don’t ask. Andere Leute haben „Weihnachten wie früher“ als Wunschvorstellung. Bei mir ist es eingetreten und war ganz sicher nicht das, wovon ich geträumt habe. Denn „Weihnachten wie früher“ bedeutet bei mir daheim vor allem „Krankheit“. Außer mir lagen alle flach und mein Vater musste sogar wegen Fieber und Husten zum Notdienst. Nicht schön.

Trotzdem habe ich auch einige tolle Momente erlebt und vor allem sehr, sehr viel gelesen. Meinen weihnachtlichen Lesestapel stelle ich weiter unten vor.

Ganz schön stolz bin ich darauf, dass ich jeden Tag bei meinen Eltern daheim Sport gemacht und auch mein altes Kinderzimmer einer Grundreinigung unterzogen habe.

 

Wie war Silvester?

Da war ich wieder zurück in meiner eigenen Wohnung. Ich habe mit Freunden ein Krimi-Dinner gespielt (wie schon im letzten Jahr). Das hat sehr viel Spaß gemacht, auch wenn ich meine Rolle (dauerfotografierender Junglehrer mit voyeuristischen Tendenzen) nicht so prickelnd fand wie die esoterische Yoga-Tante aus dem Vorjahr. Vor allem weil ich verkleidungstechnisch nicht in die Vollen gehen konnte. Ich habe meine lilafarbene Perücke vermisst…

 

Weihnachten 2019

Eingedeckt für Besuch.

 

Und sonst s0?

Mein schönster Tag war der 02.01. Das Schlafdefizit von Silvester (wie ich so was hasse! Viel lieber gehe ich vor Mitternacht zu Bett und stehe spätestens um 07:00 auf. Spätes Aufstehen im Urlaub – plus ein Gefühl von Zerschlagenheit on top – ist für mich verschwendete Zeit) war aufgeholt. Ich habe den Tag mit Arbeiten an meinem Fotobuch 2019, dem Blog und Fotografieren sowie dem Entdecken neuer Podcasts und einem ausgedehnten Spaziergang verbracht. Das war ein Tag ganz nach dem Geschmack meines introvertierten Ichs.

Ähnlich toll war der 05.01. Denn an dem Tag bin ich zusammen mit meiner liebsten Museums-Partnerin in der Azteken-Ausstellung im Lindenmuseum in Stuttgart gewesen. So richtig viel habe ich über diese untergegangene Kultur bislang nicht gewusst. Deshalb war die Ausstellung super spannend und lehrreich. Sehr passend fand ich, dass die Azteken geglaubt haben, dass wie bereits 4 Erden (bzw. Sonnen) verschlissen haben und nun auf der 5. und letzten leben. Wirft natürlich die Frage auf, ob wir gerade dabei sind, diese zu zerstören…

Zum Abschluss waren wir super lecker in der „Yuciery“ Bowls essen.

 

VEGANuar_Yuicery_Bowl

Yummy, yummy.

 

Was mich gerade umtreibt

Irgendwie schlittere ich jedes Jahr im Dezember in eine „schlechte“ Ernährung hinein. Da ein Besuch auf dem Weihnachtsmarkt. Hier eine Feier. Und dann noch eine Käselaugenstange an Stelle von „Overnight Oats“ zum Frühstück. Und jede Menge Plätzchen… Quasi wider besseren Wissens, denn ich weiß genau, dass mir diese Ernährung nicht bekommt. Als ich online einige Aufrufe von Leuten gelesen habe, die am „VEGANuar“ teilnehmen, stand ziemlich schnell für mich fest, dass ich das auch versuchen werde: „Vegan durch den Januar“.

Bereits nach wenigen Tagen fühle ich mich deutlich besser als im Dezember. Klar, ein Teil mag auch der psychologische Effekt sein, dass ich im Kopf weiß, dass ich mich gesund ernähre. Trotzdem bin ich überzeugt, dass mir die vergane Ernährung gut tut. Und sehr viel mehr Spaß macht es mir auch, solches Essen vorzubereiten statt morgens schnell etwas beim Bäcker zu kaufen.

Außerdem habe ich mir ein „Ohhhmhhh“-Abo gegönnt. Denn das inkludiert im Januar den Zugang zu „Yoga Easy“. Ich freue mich total darauf, mehr (anspruchsvolle) Yoga-Videos ausprobieren zu können. Neben den Yoga-Videos, mit denen ich an meinen persönlichen Nemesis-Übungen, den Arm-Balancen, arbeiten möchte, habe ich mich bei „Yoga Easy“ für das Programm „Mit Klarheit und Fokus Deine Ziele erreichen“ angemeldet. Diese Mischung aus Arbeiten am Mindset und Yoga/Meditation gefällt mir bislang sehr gut. Nicht zu esoterisch sondern praxisbezogen. So wie ich es mag.

 

Mein weihnachtlicher Lesestapel

Und nun möchte ich Euch die Bücher vorstellen, die ich über die Weihnachtsfeiertage und die Tage „zwischen den Jahren“ (also noch im alten Jahr) gelesen habe.

 

Tanzen unterm Mistelzweig von Katharina Sommer

 

„Tanzen unterm Mistelzweig“ von Katharina Sommer

„Tanzen unterm Mistelzweig“ habe ich mir recht spontan kurz vor Weihnachten heruntergeladen, als es „im Angebot“ war. Eine Geschichte rundum eine verletzte Ballerina, die New York verlässt, um sich bei ihrer Familie auf der Farm zu erholen, das klang perfekt für mich, den „Center Stage“- und „Anna“-Fan.

Mir hat „Tanzen unterm Mistelzweig“ grundsätzlich auch gut gefallen, nur fand ich, dass man an der ein oder anderen Stelle gemerkt hat, dass die Autorin noch sehr jung ist. Das habe ich insbesondere an der Anhäufung von dramatischen Ereignissen im Leben der Protagonistin festgemacht. Da folgte ein Schicksalsschlag auf den nächsten. Vor allem gegen Ende wirkte die Geschichte zu dem nicht komplett auserzählt sondern extrem schnell abgehandelt. Trotzdem für mich ein passendes Buch für die Lesezeit rundum Weihnachten.

 

Beautiful on the Outside von Adam Rippon_Rezension

 

„Beautiful on the Outside“ von Adam Rippon

Diese Eiskunstlauf-Biografie hat mir so gut gefallen, dass ich ihr einen eigenen Blogpost widmen musste.

 

Splitter im Herzen von Amelie Duval

 

„Splitter im Herzen“ von Amélie Duval

Jau. „Splitter im Herzen“, den 3. Teil der „New Orleans Blues“-Reihe, gab es im Adventskalender von „netgalley“. Es klang nach einer spannenden, prickelnden Geschichte nach meinem Geschmack: kaltgestellte CIA-Agentin trifft vor der Kulisse von New Orleans auf einen heißen Ex-Elite-Soldaten.

Gerade das Setting in New Orleans hat mich direkt angesprochen. Ich mochte schon den Film und die Serie „The Big Easy“ sehr gerne und bin von dieser lauten, bunten, überhaupt nicht prüden amerikanischen Großstadt fasziniert.

Leider konnte mich der Rest der Geschichte so gar nicht überzeugen. Bei der an einen Thriller angelehnte Handlung wurde viel Potential verschenkt. Vor allem gegen Ende, als eine spannungsgeladene Szene quasi übersprungen wurde: Es wurden die Vorbereitung und die Folgen geschildert, der eigentliche Kampf wurde jedoch ausgespart.

Hinzu kommt, dass die erotischen Szenen nach der Holzhammermethode eingebaut wurden. Selbst für meinen Geschmack viel zu direkt, regelrecht vulgär.

So muss ich leider das knallharte Urteil fällen, dass „Splitter im Herzen“ die einzige Enttäuschung auf meiner Weihnachtsleseliste war.

 

Wurzeln zur Blüte von Luise Morgeneyer

 

„Wurzeln zu Blüten“ von Luise Morgeneyer

Luise Morgeneyer dürfte dem einen oder anderen von ihrem Blog „Kleinstadtcarrie“ bekannt sein. Dort hat sie bereits mit 15 Jahren recht philosophische, poetische Texte veröffentlicht. Den Blog gibt es mittlerweile nicht mehr und auch vom typischen „Influencer“-Dasein hat sich Luise verabschiedet. Einige ihrer Blogposts hat sie überarbeitet und in ihrem Buch „Wurzeln zu Blüten“ veröffentlicht.

Mir haben diese „Gedankenfetzen“ gut gefallen. Eine sehr ungewöhnliche, in Richtung Poesie gehende Lektüre. Man muss sich darauf einlassen.

An der Stelle möchte ich die wunderschöne, hochwertige Aufmachung von „Wurzeln zu Blüten“ erwähnen. So etwas lässt mein Herz als Buchliebhaber höher schlagen.

 

Moonlight Scandals von Jennifer L Armentrout

 

„Moonlight Scandals“ von Jennifer L. Armentrout

Die „Moonlight“-Serie habe ich in meinem Urlaub 2018 begonnen. Damals war der dritte Band noch nicht erschienen. Und wie es so ist, als das Buch dann Anfang 2019 zu kaufen war, hatte ich es nicht mehr auf dem Schirm.

Aber jetzt an Weihnachten habe ich das Schicksal des ältesten de Vincent-Bruders verschlungen. Der lässt sich ausgerechnet von einer Frau beeindrucken, die an das Übernatürliche glaubt und deshalb ein besonderes Interesse am angeblich verfluchten de Vincent-Anwesen und dem Schicksal der Familie hat.

Ich habe selten eine so fesselnde „New Adult“-Trilogie gelesen wie die „Moonlight“-Saga. Voller Intrigen und unerwarteter Wendungen. Heiß. Nie vorhersehbar. So eine richtig „guilty pleasure“. Falls Ihr lieber auf Deutsch lest: die Trilogie ist unter dem Titel „Golden Dynasty“ zwischenzeitlich auch auf Deutsch erschienen.

 


 

Ihr seht, trotz einiger Turbulenzen fälle ich bezüglich Weihnachten und Silvester ein positives Urteil. Aber jetzt auf ins neue (Lese-)Jahr!

 

2 Kommentare

  1. Hallo liebe Steffi,
    wow! Die Weihnachtsdeko ist ja ein wahrer Traum! Ich dekoriere eher von innen, aber mein großes Ziel ist es, demnächst viel mehr Lichterketten außerhalb des Hauses anzubringen.

    In diesem Jahr sind, gefühlt, sehr viele Leute über Weihnachten krank geworden. Dass dein Vater sogar in die Notaufnahme musste, ist ein Weihnachtsschreck, den man so gar nicht braucht. Ich hoffe sehr, dass er mittlerweile wieder wohlauf ist.

    Das Krimidinner klingt nach einer Menge Spaß. Ich finde es ist eine richtig schöne Tradition, die ihr euch da erschaffen habt.

    Die Sache mit dem Aufstehen nach dem Silvesterfest kann ich sehr gut nachvollziehen. Leider kann ich auch nicht mehr bis kurz nach Mittag schlafen und ich stehe auch lieber spätestens so um 9 Uhr auf, um noch etwas vom Morgen zu haben.

    Ich wünsche dir ein ganz wundervolles und erlebnisreiches 2020.

    Ganz liebe Grüße
    Tanja

    • glimrende
      Autor
      12. Januar 2020 / 16:40

      Hi Tanja,
      die Weihnachtsdeko ist allerdings nicht von meinem Haus. Ist bei uns am Ort. Eine echte Sehenswürdigkeit! Finde es ziemlich cool, auch wenn man natürlich über die „Stromverschwendung“ diskutieren kann.

      Viele Grüße.

      Steffi

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