In der ersten Woche der Olympische Spiele habe ich binnen drei Tagen „The Long Game“ von Rachel Reid – den Folgeband zu „Heated Rivalry“ – durchgesuchtet. Ich war also voll im M/M- und Sports Romance-Game drin. Deshalb habe ich mir auch „Shameless Puckboy“ von Eden Finley & Saxon James als nächstes Buch für den Lesemonat Februar ausgesucht. Ob es das hohe Niveau der Reihe von Rachel Reid erreichen konnte, davon möchte ich Euch in dieser Rezension berichten.
Werbung: das Buch wurde mir von Netgalley kosten- und bedingungslos zur Verfügung gestellt.

Schamloser Eishockeyprofi an der Leine
Eishockeyprofi Oskar Voyjik pflegt den dekadenten Lebensstil eines „Shameless Puckboy“ und ist keinem sexuellen Abenteuer abgeneigt. Doch seine neueste Eskapade geht zu weit, denn diese wurde von einer Überwachungskamera aufgezeichnet und medial ausgeschlachtet. Es scheint nur eine Lösung zu geben: Oskar muss an die Leine gelegt und rundum die Uhr überwacht werden. Die Rolle seines persönlichen Aufpassers soll von PR-Manager Lane übernommen werden. Was in der Theorie nach einem todsicheren Plan klingt, wird schnell zu einer wackligen Angelegenheit, da Lane die zweideutigen Anspielungen von Oskar alles andere als kalt lassen. Bald explodiert die sexuelle Anspannung zwischen den beiden…
Viel Spice, wenig Tiefgang
Auf der ersten Blick mögen „Heated Rivalry“ und „Shameless Puckboy“ nach derselben Storyline klingen. Im Detail könnten die beiden Bücher jedoch nicht unterschiedlicher sein. Während sich „Heated Rivalry“ trotz aller spicy Szenen durch eine wundervolle Charakterentwicklung auszeichnet, ist „Shameless Puckboy“ purer Smut mit ein paar Eishockeyszenen drumherum.
Ja, auch das hat seine Berechtigung, überzeugt bin ich trotzdem nicht. Das liegt vor allem daran, dass mir die fliegenden Funken zwischen Oskar und Lane gefehlt haben. Die Beziehung der beiden hat mich kaltgelassen.
Sprache als Problem
Ich weiß, viele können es nicht mehr hören, ich muss es an der Stelle trotzdem erwähnen: Wahrscheinlich hätte mir die Geschichte auf Englisch zumindest ein kleines bisschen besser gefallen. Manche Worte hören sich auf Deutsch vulgär an und klingen auf Englisch deutlich eleganter.
Fazit
Das war nicht meins. Und nicht nur, weil „Shameless Puckboy“ nach „The Long Game“ kaum gewinnen konnte. Sondern auch, weil mir Tiefgang und Chemie zwischen den Hauptcharakteren gefehlt haben.
