|Leseliebe| Lesemonat Januar 2026

Im Lesemonat Januar 2026 habe ich dank einer großen Kraftanstrengung kurz vor Ende (= Regionalkrimi-Endspurt) 6 Bücher beendet. Diese teilen sich auf in 3 klassische Bücher, 2 E-Books und 1 Hörbuch. Obwohl kein Jahreshighlight dabei war, bin ich qualitativ mit meinem Lesemonat Januar 2026 zufrieden. Es war kein Ausreißer nach oben dabei, ich muss aber auch keinen nach unten vermelden.

 


 

Jahreshighlight

Fehlanzeige

 


 

Super gute Bücher

 

Lesemonat Januar 2026_Last Exit_Bene Mayr_Royal Heist_Lena Kiefer

Was ich im Januar gemacht habe: Den Sophie Shawl gestrickt. 🙂

 

„Last Exit – mein gefährliches Leben im Schnee“ von Bene Mayr
  • Bene Mayr ist durch seine Teilnahme an den Olympischen Spielen in Sochi in der damals brandneuen Disziplin Freestyle/Slopestyle, als wilder Hund auf und abseits der Piste und als Podcaster bekannt geworden.
  • Dass sich hinter der glänzenden Fassade dramatische Szenen abgespielt haben, offenbart Bene Mayr in dieser Biografie, in der er von seinen Süchten (ironischer Weise insbesondere Kokain…) und Abstürzen berichtet.
  • Die Biografie lässt auch Menschen ohne Suchtkarriere verstehen, wie man in eine Sucht abrutscht und wie wenig der Einzelne oft dafür kann. Denn familiäre Prägung, die Gene und in Bene Mayrs Fall eine nie diagnostizierte, schwere ADHS-Erkrankung spielen eine Rolle.

Mich hat die Lebensgeschichte von Bene Mayr fasziniert, mitgerissen und viel in Bezug auf Suchterkrankungen gelehrt. Eine tolle Lektüre – nicht nur für Sportfans.

Hier entlang zu meiner kompletten Rezension.

 

„Royal Heist“ von Lena Kiefer
  • Darcy leitet mit ihrem Bruder eine Art Robin-Hood-Organisation, die mit Hilfe von Trickbetrügereien von den Reichen nimmt und den Armen gibt.
  • Ihr neuester Coup soll ein Karrierehöhepunkt werden: Darcy möchte sich in die britische Königsfamilie einschleichen und das Herz des Kronprinzen gewinnen.
  • Schnell wird klar, dieser Coup ist keiner wie jeder andere. Denn auch die eigene familiäre Vergangenheit von Darcy spielt eine Rolle. Und dann kommt auch noch eine unbekannte Variable ins Spiel, mit der keiner gerechnet hat: Darcy verliebt sich in den Bruder des Kronprinzen.

Eigentlich wollte ich keine Romance-Bücher von Lena Kiefer mehr lesen, weil mich ihre letzten beiden Reihen nicht gepackt haben. Jetzt bin ich sehr froh, dass ich „Royal Heist“ eine Chance gegeben habe. Das hat Spaß gemacht! Der royale Background, das „Found Family“-Feeling, der Suspense-Faktor – all das war klasse. Nur die Liebesgeschichte zwischen Darcy und Tristan blieb in meinen Augen ein bisschen blass.

Meine ausführliche Rezension findet Ihr hier.

 


 

Gute Bücher

 

Lesemonat Januar 2026_In Case We Forget_Die Letzte macht das Licht aus

Das Beste am Home Office: warmes Schoko-Porridge zum Frühstück

 

„In Case We Forget“ von Tess Tjagvad
  • Jude ist in den beiden ersten Bänden der Gold, Bright & Partners-Reihe vor allem durch seine Außenseiterrolle unter den Jung-Juristen und sein Verwandtschaftsverhältnis zur Kanzleichefin aufgefallen.
  • In diesem Band erfährt man endlich mehr über seine Vergangenheit und beginnt zu verstehen, warum er sich so unnahbar und abweisend gibt.
  • Aufgrund kurioser Umstände zieht er seinen ersten eigenen Fall an Land. Ausgerechnet eine schmutzige Scheidung zweier Social-Media-Stars. Und dann ist da auch noch die Anwältin auf der Gegenseite: Judes Ex-Freundin.

Das Jura-Thema hat mir in dieser Trilogie besonders gut gefallen. So auch in diesem Band. Trotzdem hat mich „In Case We Forget“ nicht ganz so gepackt wie die ersten beiden Teile. Für meinen Geschmack hätte die Geschichte kürzer sein können und das Erzähltempo höher.

Nichtsdestotrotz werde ich Tess Tjagvad die Treue halten und hoffe sehr, dass wir bald mehr von ihr lesen dürfen.

 

„Die Letzte macht das Licht aus“ von Martin Frank
  • Martin Frank ist ein bayrischer Kabarettist, der durch Geschichten aus seiner niederbayrischen Heimat und dem heimischen Bauernhof seines Vaters bekannt geworden ist.
  • Genau dieser Bauernhof wird nun seinen Betrieb einstellen. Anlass für Martin Frank, auf die bäuerliche Vergangenheit seiner Familie zurückzublicken und die Herausforderungen zu benennen, denen sich Landwirte mit kleinen Betrieben gegenwärtig ausgesetzt sehen.
  • Das tut er wie immer mit viel Witz – und trotzdem mit der nötigen Ernsthaftigkeit. So erfährt man beim Lesen z.B., wie schwierig es für ihn als handwerklich unbegabten Sohn mit künstlerischer Ader war, einen Zugang zu seinem wortkargen, schaffigen Vater zu finden.

Ich mochte sehr, wie Martin Frank einen kritisch realistischen, aber trotzdem liebevollen Blick auf die Landwirtschaft wirft. Ein tolles Buch für alle, die selbst Berührungspunkte mit der Landwirtschaft haben – oder einfach ihren Horizont erweitern möchten.

Hier findet Ihr meine Rezension.

 

 

Lesemonat Januar 2026_Heuballen Mafia_Im Schnee lauert der Tod

Spaziergang im Birkenwald

 

„Schwaben Cops – Heuballen Mafia“ von Heiko Kohfink
  • Kurioser Leichenfund auf der schwäbischen Alb: Der Tote wurde äußerst dilettantisch in einem Heuballen versteckt
  • Dorfpolizist Lukas Eisele macht sich gemeinsam mit seinem Kollegen Martin Wagner in der dörflichen Umgebung auf die Tätersuche.
  • Dabei muss er sich neben arroganten Verdächtigen auch mit der eigenen, äußert neugierigen Verwandtschaft und einem verschwundenen Hausschwein herumschlagen.

Da war unterhaltsam! Ein locker, leichter Regionalkrimi, der auf den Spuren vom Eberhofer wandelt. Beim Lesen musste ich unweigerliche an „Hubert & Staller“ denken – und siehe da, genau die werden im Nachwort vom Autor als Inspirationsquelle genannt. Einen kleinen Kritikpunkt gibt es: Ich hätte mir ein paar mehr Verdächtige und somit mehr Potenzial zum Miträtseln gewünscht.

 

„Im Schnee lauert der Tod“ von Heidi Troi
  • Auf einer Skipiste im Umland von Brixen wird eine Skifahrerlegende von einer Lawine erfasst. War es ein Unglück, dass der Tote durch immer waghalsigere Stunts für seinen Social-Media-Kanal selbst heraufbeschworen hat? Oder handelt es sich um Mord, der durch eine mutwillig ausgelöste Lawine begangen wurde?
  • Privatermittler Lorenz Lovis hasst den Winter. Kamen seine Eltern doch einst selbst bei einem Lawinenunglück ums Leben.
  • Trotzdem stürzt er sich – wenn auch wiederwillig – in die Ermittlungen. Die ihn plötzlich tief in die eigene Vergangenheit zurückführen und den Tod seiner Eltern in einem ganz neuen Licht erscheinen lassen.

Mit der Autorin habe ich mich auf der Winterzauber-Buchmesse in Fellbach unterhalten und in dem Zuge das Buch gekauft. Für mich der perfekte Fit, denn ich liebe Südtirol und den Winter und bin außerdem Fan von Regionalkrimis.

Nach dem ich die eins drüber besprochenen „Schwaben Cops“ beendet hatte, habe ich einen Regionalkrimi-Streak hingelegt und direkt im Anschluss „Im Schnee lauert der Tod“ gelesen. Auch dieser Krimi hat mir gut gefallen und mich wunderbar unterhalten. Klare Empfehlung für alle, die humorvolle Krimis mit Lokalkolorit mögen.

 


 

Not My Cup of Tea

Fehlanzeige

 


 

Das war mein Lesemonat Janaur 2026 und gleichzeitig mein Start ins Lesejahr 2026. Möge es ein tolles werden 🙂

 

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