|Leseliebe| Lesemonat Februar 2020 als Hitliste

Heute möchte ich auf meinen (super erfolgreichen) Lesemonat Februar 2020 und meinen (zumindest im Ausklang) eher nervigen „Lebensmonat“ Februar 2020 zurückblicken.

 

Mittagspausenromantik

Mittagspausenromantik

 

Und schon wieder ist ein Monat um. Irgendwie war der Februar ein ganz seltsamer Monat. Sowohl weltpolitisch als auch privat. Wenn ich vor allem die letzten beiden Wochen des Februars unter einem Motto zusammenfassen müsste, würde ich „nix klappt, so wie ich es will“ wählen. Mir ging so vieles gegen den Strich. Ich behaupte einfach einmal, dass ich nichts dafür kann, dass ich so empfinde. Und schiebe es auf meine Sternzeichen typischen Eigenschaften: „energisch, ehrgeizig, kämpferisch, idealistisch“. Man mag an den Kram glauben oder nicht, aber die Beschreibung, das bin sowas von ich.

 

Fastnacht 2020

Fastnacht 2020

 

Traditionell ist der Lesemonat Februar der schwächste des Jahres bei mir. Nicht so in 2020, denn ich habe sage und schreibe 10 Bücher beendet. Und nein, das liegt nicht daran, dass der Lesemonat Februar 2020 in einem Schaltjahr lag. Eher daran, dass ich zwei, drei Bücher jeweils an einem Tag „durchgesuchtet“ habe.

Spontan bin ich der Idee verfallen, meinen Lesemonat in Form einer Hitliste vorzustellen. Deshalb folgen nun die Top Ten meiner im Lesemonat Februar 2020 gelesenen Bücher (aufgeteilt in 5 E-Books, 3 Hörbücher und 2 klassische Bücher bzw. 6 deutsche und 4 englische Bücher).

 

Tweet Cute von Emma Lord

 

1. „Tweet Cute“ von Emma Lord

Awww, dieses Buch hat mir mal wieder gezeigt, warum „Young Adult“ das Genre mit dem meisten Potential für die goldigsten, mitreißendsten und herzerwärmendsten Geschichten ist.

In „Tweet Cute“ hat mir das „world building“ ganz besonders gut gefallen. Denn die Geschichte spielt an einer New Yorker „Elite“ High School. Und es war einfach so genial, gemeinsam mit den beiden Protagonisten durchs wunderschöne New York zu schlendern und sich zum Beispiel auf die Stufen der Met zu setzen. Ganz große Liebe dafür.

Im Fokus stehen Pepper, deren Eltern es mit ihrer Burger Kette zu Reichtum gebracht haben, und Jack, dessen Eltern ein kleines, typisches New Yorker Deli betreiben. Die beiden gehen auf dieselbe Schule, können aber wenig miteinander anfangen. Denn Pepper ist das Mädchen mit den perfekten Noten und den tausend College tauglichen Aktivitäten, während Jack im Schatten seines perfekten, schwulen Zwillingsbruders steht und am ehesten durch tollpatschiges Verhalten auffällt. Doch dann finden sich die beiden unfreiwillig und zunächst auch unwissentlich in einer Twitter-Schlacht à la David (Deli von Jacks Familie) versus Goliath (Burger Business von Peppers Eltern) wieder. Und irgendwann ganz nebenbei stellen Pepper und Jack fest, dass sie mehr gemeinsam haben, als gedacht…

Dieses Buch hat von der ersten bis zur letzten Seite Spaß gemacht. Zum einen aufgrund des bereits eingangs erwähnten „world buildings“, zum anderen weil ich Pepper & Jack als sympathische Protagonisten geliebt habe. Sehr gefallen hat mir außerdem, dass Jacks Zwillingsbruder völlig selbstverständlich und ohne groß zu thematisieren, dass er schwul ist, der Star an der High School war. Das war so erfrischend zu lesen. Und hat in mir die Hoffnung erweckt, dass das auch irgendwann im wahren Leben so sein wird…

Lest dieses Buch. Es ist mega!

 

Red White and Royal Blue von Casey McQuiston

 

2. „Red, White & Royal Blue“ von Casey McQuiston

Ja, ich habe mir ein „re-hearing“ gegönnt. Bereits in 2019 habe ich dieses Buch um den Sohn der amerikanischen Präsidentin, der sich in den britischen Prinzen verliebt, sowohl gelesen als auch gehört. Und als ich nicht wusste, zu welchem Hörbuch ich als nächstes greifen soll, habe ich mich spontan entschlossen, noch einmal in diese großartige Geschichte – die es in die Top 5 meiner Bücher 2019 geschafft hat – abzutauchen.

 

"Kiss Me Once" von Stella Tack

 

3. „Kiss Me Once“ von Stella Tack

„Kiss Me Once“ habe ich an einem spontanen Urlaubstag quasi in einem Rutsch durchgelesen. Manchmal braucht man solche Tage…

Ivy möchte sich am College endlich von ihrem super reichen und super besorgten Vater freischwimmen. Allerdings entpuppt sich dieses Vorhaben als ziemlich kompliziert. Denn Ivy wird nicht nur ein Bodyguard an die Seite gestellt. Sie muss auch noch feststellen, dass sie genau diesen heißen Typen bereits unwissentlich geküsste hat.

Ja, die Geschichte ist vorhersehbar. Und wird auch nicht zum ersten Mal erzählt. Trotzdem hat mich „Kiss Me Once“ total in seinen Bann gezogen. Und vor allem das Knistern zwischen Ivy und ihrem Bodyguard Ryan lässt mich im Nachhinein noch immer schwärmen. Seufz…

 

Nix passiert von Kathrin Wessling

 

4. „Nix passiert“ von Kathrin Weßling

Ein Buch, das im letzten Monat in aller Munde war. Denn Kathrin Weßling gelingt es, einige heiße Eisen anzupacken. Irgendwie bekommt die Tatsache, dass sie aus Sicht eines Mannes schreibt, besonders viel Aufmerksamkeit. Oder dass sie schmerzerfüllt von Liebeskummer berichtet. Ich persönlich finde viel wichtiger, dass sie so eindrücklich schildert, wie es ist, an einer Angsterkrankung zu leiden, siehe meine Rezension hier.

 

Nix passiert von Kathrin Wessling

 

5. „Das Dach der Welt“ von Mira Manger

Wer bei diesem Buch zu sehr nach dem Klappentext oder Genre geht („Sport Romance“) wird meiner Meinung nach in die Irre geführt. Denn für mich steht ganz eindeutig nicht die Liebe und insbesondere keine knisternde Romanze im Vordergrund.

Vielmehr geht es um eine einzigartige, sportliche Herausforderung: die Bezwingung des Mount Everest. Und auch wenn es heutzutage so scheint, als würden sich Krethi und Plethi auf den Weg aufs „Dach der Welt“ machen, ist das noch immer ein unglaublicher Kraftakt, der oft genug tödlich endet. Und genau diesen beschwerlichen Weg schildert Mira Manger in „Das Dach der Welt“ unglaublich realitätsnah und spannend. Ich war von Anfang bis Ende gefesselt und unglaublich fasziniert.

Trotzdem hat es dieses Buch nur ins Mittelfeld meiner im Lesemonat Februar 2020 gelesenen Bücher geschafft. Und das hat auch einen Grund. Die vielen Rechtschreib- und Flüchtigkeitsfehler, die ich für ein Buch aus dem Piper Verlag ziemlich schwach finde. Da wird „eisen“ anstatt „eisern“ geschrieben. Bei „es“ wird ein „s“ vergessen, so dass nur „e“ übrig bleibt. Es werden „ein Paar Fotos“ anstelle von „ein paar Fotos“ geschossen. Und hinter „zurückgelassen“ taucht völlig unnötig „zu“ (und nichts weiter) auf. Das waren für meinen Geschmack ein paar (und nicht Paar!) Fehler zu viel.

Super gefallen hat mir, dass das Buch nicht nur rundum den Mount Everest sondern auch in Oberstdorf spielt. Wie meine aufmerksamen Leser wissen, habe ich schon viel Zeit in Oberstdorf verbracht. Die in „Das Dach der Welt“ erwähnten Hochhäuser („als sich zwischen den Hochhäusern der Stadt schon das erste Sonnenlicht zeigte“) konnte ich jedoch noch nie entdecken…

Wenn man die Fehler beiseite schiebt, war es ein tolles Buch. Allein die Idee, zwei überforderte Influencer in den Fokus zu stellen, fand ich super. Ich werde die „Read! Sport! Love!“-Reihe deshalb nicht aufgeben und hoffe einfach auf besser lektorierte Bücher.

 

"P.S. I Still Love You" von Jenny Han

 

6. „P.S. I Still Love You“ von Jenny Han

Die „Too All the Boys I Loved Before“-Reihe ist aktuell wieder in aller Munde, da sie als TV-Serie zum Streamen verfügbar ist. Ich hatte vor einigen Jahren den ersten Teil gelesen, die Reihe aber nicht mehr weiterverfolgt. Ich fand die Story um Teenager Laura-Jean, die Liebesbriefe an all die Jungs in ihrem Leben verfasst, diese aber nie abschickt, bis jemand in ihrem Leben das ganz frech für sie übernimmt, ganz nett. Aber eben nicht mehr.

Als ich nach einem neuen Hörbuch gesucht habe, fiel mir die Reihe dank des aktuellen Hypes wieder ein. Und ich habe sie fortgesetzt.

Mein Fazit zum zweiten Teil: die Reihe wird nicht zu meinen absoluten Favoriten im Genre „Young Adult“ werden, aber nichtsdestotrotz ist sie charmant und unterhaltsam genug, dass ich mir auch den dritten Teil holen werde. Manchmal fühle ich mich der „teenage angst“ der Geschichte ziemlich entwachsen, dann gibt es jedoch wieder Stellen, die ich witzig oder anrührend finde. Und erfahren, wie es mit Laura-Jean und ihren Jungs ausgeht, möchte ich natürlich auch.

 

"Crushing on the Cop" von Piper Rayne

 

7. „Crushing on the Cop“ von Piper Rayne

„Flirting with Fire“, den ersten Teil dieser neuen Reihe von Piper Rayne, fand ich ziemlich cool. Da konnte „Crushing on the Cop“ leider nicht ganz mithalten. Was vor allem an Vanessa, die mir als ach so bindungsunfähige Protagonistin zweitweise ziemlich auf den Zeiger ging, lag. Cristian hingegen mochte ich aufgrund seiner nerdigen, super korrekten Art ziemlich gerne. Okay, okay, ich gebe es zu, ich konnte mich einfach ziemlich gut mit ihm identifizieren…

 

"Yes No Maybe So" von Becky Albertalli und Aisha Saeed

 

8. „Yes No Maybe So“ von Becky Albertalli und Aisha Saeed

Von Becky Albertalli bin ich seit „Love, Simon“ ein riesiger Fan. Und auch „Yes No Maybe So“ war definitiv kein schlechtes Buch. Es gab sogar einige Aspekte, die ich ich großartig fand. So dass z.B. ein muslimisches Mädchen und ein jüdischer Junge und ihre nicht unkomplizierten Familienkonstellationen im Mittelpunkt standen. Oder dass es um zwei Jugendliche ging, die sich stark politisch engagiert haben, was mir als Leser ganz nebenbei einen tollen Einblick in die Art des amerikanischen Wahlkampfs gegeben hat. Gerade dieses „von Tür zu Tür ziehen und klingen“, ist für mich ein doch eher befremdliches Konzept.

Und trotzdem hat es „Yes No Maybe So“ in meinem Lesemonat Februar 2020 nicht weiter nach vorne geschafft. Denn irgendwie haben Maya und Jamie zwar als Freunde wunderbar für mich funktioniert – aber leider so überhaupt nicht als „Pärchen in the making“. Die sprühenden Funken haben für mich komplett gefehlt…

 

Heartbreaker

 

Dirty Little Secrets

 

9. und 10. „Heartbreaker“ von Avery Flynn und „Dirty Little Secrets – entfesselt“ von Stacey Kennedy

Das. War. Nix. Ich möchte auch nicht noch einmal über diese beiden Bücher reden. Meine ausführliche Meinung findet ihr hier.

 

Alles in allem bin ich mit meinem Lesemonat Februar 2020 super zufrieden. Denn wenn man von den beiden letzten Plätzen absieht, waren keinerlei Lowlights dabei. Ich hoffe, der März 2020 wird ähnlich brillant. Habt einen tollen Lesemonat März 2020!

 

2 Kommentare

  1. Hallo liebe Steffi,
    ich freue mich, dass du in diesem Jahr mit der Tradition, dass der Februar der Monat im Jahr ist, in dem du am wenigsten Bücher liest, erstmalig brechen konntest :o)
    Auch, wenn du in diesem Monat nicht ganz so zufrieden warst, was den ein oder anderen Punkt angeht, so klingt dein Lesemonat richtig gut. Das erste Buch deiner Liste sagte mir bislang noch gar nichts. Vermutlich liegt es auch daran, dass es sich um ein englisches Buch handelt. Allerdings hörst du dich so begeistert an. Das wirkt ansteckend :o) Weißt du zufällig, ob das Buch auch ins Deutsche übersetzt wurde/werden wird?
    Jaaa, an deine positiven Worte betreffend der Royals kann ich mich noch gut erinnern. Ich freue mich, dass dich das Buch auch nach einem Reread noch so zu überzeugen wusste <3
    Kiss me once habe ich auch gelesen. Mittlerweile hat Stella Tack ja eine neue Geschichte rausgebracht: Night of Crowns. Über dieses Buch kursieren unglaublich positive Rezensionen im Netz. Ich liebäugele derzeit sehr mit diesem Buch. Wirst du das Buch auch lesen?

    Überhaupt finde ich die Idee mit dem Ranking richtig gut! Das solltest du öfters machen.

    Ich wünsche dir ein wundervolles Wochenende.

    Ganz liebe Grüße
    Tanja :o)

    • glimrende
      Autor
      9. März 2020 / 06:52

      Hi Tanja,
      dazu, ob „Tweet Cute“ ins Deutsche übersetzt wird, konnte ich noch nichts finden. Da es das Debut der Autorin ist, hat sie auch noch keinen feststehenden deutschen Verlag. Da das Buch in den USA aber sehr positiv aufgenommen wurde, kann ich mir gut vorstellen, dass sich ein deutscher Verlag finden wird, der an der Geschichte Interesse hat.

      Danke für den Tipp zu Stella Tack. Obwohl ich mittlerweile nicht mehr all zu viel Fantasy lese, hört sich die Kurzbeschreibung von „Night of Crowns“ echt gut an. Das werde ich definitiv im Auge behalten.

      Und ja, mir hat das Ranking auch gut gefallen und viel Spaß gemacht. Ich glaube, das werde ich erst einmal so beibehalten.

      Viele Grüße und einen erfolgreichen Lesemonat März 2020.

      Steffi

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