|Leseliebe| „how to go plant-based“ von „deliciously ella“

Ella Mills – die Person hinter dem Label „deliciously ella“ – verfolge ich schon seit vielen Jahren. Ich habe ihr allererstes Kochbuch noch immer bei mir im Regal stehen. Deshalb habe ich mich sehr darüber gefreut, ihr neuestes Werk „how to go plant-based“ testen zu dürfen. Denn ich war gespannt, wie sich Ellas Ernährungsweise und ihr Leben allgemein weiterentwickelt hat.

Werbung: das Buch wurde mir vom Berlin Verlag kosten- und bedingungslos zur Verfügung gestellt.

 

how to go plant-based_delicously ella_Rezension

 

Die äußeren Werte

Als ich „how to go plant-based“ ausgepackt habe, ist mir direkt die Haptik des Buches positiv aufgefallen. Das mag sich oberflächlich anhören, schließlich kommt es gerade bei einem Kochbuch vor allem auf den Inhalt an. Trotzdem werden die dicken, leicht rauen Seiten dafür sorgen, dass ich dieses Buch auch künftig gerne in die Hand nehmen werde.

 

Die Aufteilung

Ich würde „how to go plant-based“ in zwei Abschnitte gliedern:

Im ersten Teil erzählt Ella von ihrem persönlichen Weg, stellt ihr – mittlerweile großes – Team vor und erklärt die Basics der pflanzenbasierten Ernährung. Obwohl ich Ella und ihre Ernährungsweise schon länger kenne, finde ich diesen Part spannend, denn es hat sich in den letzten Jahren einiges in ihrem Leben getan. Zu allererst sei genannt, dass sie mittlerweile zwei Kinder hat. Deshalb geht sie hier auch auf das Sonderthema „Kinder pflanzenbasiert ernähren“ ein.

Im zweiten und mehr als 3/4 einnehmenden Abschnitt von „how to go plant-based“ – folgen die Rezepte. Diese sind in die folgenden Unterkategorien gegliedert:

  • Leichtes Frühstück
  • Fix gemixt (Dressings, Pestos etc.)
  • Aus einem Topf
  • Aus dem Ofen
  • Schnelles Abendessen
  • Lieblingsgerichte
  • Etwas Süßes

Mir hat diese Art der Aufteilung gut gefallen, denn ich finde sie aussagekräftig und übersichtlich. Ich finde mich besser zurecht, als wäre das Buch nur in Frühstück, Mittag- und Abendessen gegliedert.

 

Die inneren Werte

Und nun zum Wichtigsten: den Rezepten. Mich haben direkt einige der enthaltenen Gerichte angesprochen darunter u.a.:

  • das gebackene Beeren-Porridge – Perfekt für mich, die überzeugte „süß“ Frühstückerin.
  • der Zitronen-Mandel-Hummus – Ich liebe Hummus, habe aber nicht immer ein Glas Tahin zur Hand. Dieses Rezept schafft Abhilfe.
  • krosse Karottenpuffer – Aktuell bekomme ich viele Karotten aus dem Garten meiner Eltern und bin deshalb auf der Suche nach neuen „Karottenrezepten“.

Mir hat gut gefallen, dass in „how to go plant-based“ sowohl Rezepte mit wenigen als auch mit vielen Zutaten enthalten sind. Denn nichts schreckt bei Kochbüchern mehr ab, als wenn man gefühlt zunächst einmal einen halben Laden leerkaufen muss.

 

 

how to go plant-based_delicously ella_Rezept probiert

 

Der Test

Mir war es wichtig, vor Schreiben dieses Blogposts tatsächlich Rezepte aus „how to go plant-based“ getestet zu haben. Vorstellen möchte ich Euch die „schnelle Lieblingspizza“. An diesem Rezept hat mich besonders angesprochen, dass keine Hefe in den Teig kommt und stattdessen pflanzlicher Joghurt verwendet wird. Ultras der italienischen Küche mögen aufschreien, aber ich finde diese ungewöhnlich Zutatenliste tatsächlich sehr hilfreich für all jene, die Hefe nicht vertragen.

Der Teig ist einfach in der Herstellung, jedoch ein bisschen tricky in der Verwendung. Denn er kommt ziemlich feucht und pappig daher. Beim Auswellen musste ich deshalb etwas improvisieren.

Das Endergebnis hat mir trotzdem gut gefallen. Der Teig wurde – zumindest wenn man ihn nicht zu stark mit feuchten Zutaten belegt – super knusprig und war wirklich lecker. Ich habe ihn einige Minuten länger gebacken, als im Rezept angegeben.

Für mich ein gelungenes Rezept, das für mich zwei große Pluspunkte im Vergleich zu herkömmlicher Pizza hat: keine Hefe und damit verbunden keine Gehzeit.

 

Die Kritik

Überrascht hat mich, dass in diesem neuesten Kochbuch von Ella nicht alles von Grund auf selbsthergestellt wird. Bei ihren älteren Werken hatte ich den Eindruck, dass ihr ein Verzicht auf jegliche Art von Fertigprodukten sehr wichtig ist. In „how to go plant-based“ kommen jedoch z.B. Fertigteige oder gekaufte Brötchen zum Einsatz.

Ich möchte diese neue Herangehensweise jedoch keinesfalls rundweg verteufeln. Ich finde diesen Ansatz für ein Kochbuch, das die gesamte Familie im Fokus hat, tatsächlich passend. Denn es spart Zeit, was für die meisten Familien wichtig sein dürfte.

Kleine Randnotiz: im Rezept zum Champignon-Tomaten-Sandwich wird auf den Zitronen-Mandel-Hummus auf Seite 108 verwiesen. Ich war etwas irritiert, denn der befindet sich tatsächlich auf Seite 118. Da es kein rein alphabetisches Inhaltsverzeichnis mit den Rezeptbezeichnungen gibt, war das für mich mit etwas Sucharbeit verbunden.

 

Das Fazit

Wie bei den meisten Kochbüchern werde ich nicht jedes der Rezepte austesten. Trotzdem gefällt mir „how to go plant-based“ gut, und ich plane auch in Zukunft weitere Rezepte nachzumachen und mich generell von Ellas Ernährungsweise inspirieren zu lassen.

Da doch einige Rezepte mit einer längeren Zutatenliste enthalten sind, empfehle ich das Buch eher Menschen, die sich bereits mit pflanzenbasierter / veganer Ernährung auseinandergesetzt haben. Denn ich fürchte, es könnte Anfänger „erschlagen“. Anfängern empfehle ich stattdessen „Eat Good Vegan Food“ von Mrs. Flury.

 

 

2 Kommentare

  1. 20. November 2022 / 10:14

    Hallo Steffi,
    ich habe mich gerade so gefreut, als ich die Rezension zu diesem Buch bei dir entdeckt habe. Ich habe das Angebot des Verlages auch erhalten und wollte es unglaublich gerne wahrnehmen. Aus zeitlichen Gründen habe ich dann aber schweren Herzens doch eine Absage verfasst. Ich sehe es ähnlich wie du: Vor dem Schreiben einer Kochbuchrezension möchte ich auch gerne einige Gerichte ausprobiert haben, um eine fachkundige Bewertung verfassen zu können.

    Ich habe von Ella schon ein paar Kochbücher gelesen und war jedes Mal sehr angetan von ihren Rezepten. Man muss dazu sagen, dass ich mich nicht vegetarisch und auch nicht vegan ernähre. Diese Kochbücher haben mir gezeigt, dass es eben gar nicht so schwer ist, einen Umstieg in eine andere Ernährung zu wagen, wenn man denn die richtigen Rezepte besitzt.

    In meiner Buchhandlung lag dieses Buch aus. Daher konnte ich auch schon ausführlich darin blättern. Ich finde auch, dass es im Vergleich zu Ellas anderen Werken sehr komplex daherkommt. Gerade die Einleitung zum Anfang, in der die Autorin von ihrem Leben berichtet und auch näheres zum Thema Ernährung verrät, mochte ich aber auch schon bei den anderen Kochbüchern sehr.

    Ich finde es auch nicht unbedingt schlimm, dass hier einige Fertigprodukte verarbeitet werden. Das schmälert dann vermutlich die Zutatenliste. Aber ich könnte mir auch vorstellen, dass ich es in einer Rezension erwähnt hätte. Die Erwartungen bei Kochbüchern sind ja meist so ausgerichtet, dass man alles selbst herstellen möchte.

    Was den Pizzateig betrifft: Ich bereite meine Pizza seit Jahren nach einem Rezept von Donna Hay zu. Dieses beinhaltet einen Hefeteig. Auch der ist allerdings oft recht zäh/klebrig. Daher würde ich diesen Teig vermutlich auch nicht scheuen. Ich habe mir angewöhnt beim Verteilen auf dem Blech die Finger immer ein wenig mit Wasser anzufeuchten. Damit lässt sich der Teig relativ gut bezwingen :o)

    Vielen Dank für diese schöne Rezension. Ich könnte mir gut vorstellen, dass ich mir das Buch im Laufe des nächsten Jahres zulegen werde.

    Ganz liebe Grüße
    Tanja

    PS: Du hast bei meinem Gewinnspiel gewonnen. Schau doch mal vorbei :o) Ich benötige hier nur noch deine Adresse per Mail :o)

    • glimrende
      Autor
      21. November 2022 / 13:36

      Liebe Tanja,

      zunächst einmal auch an dieser Stelle: ich freue mich sehr, dass ich bei Deinem Gewinnspiel gewonnen habe. Ich werde berichten, wie mir der Adventskalender gefällt.

      Außerdem freut es mich sehr, dass Du ebenfalls Fan von „delicously ella“ bist.

      Denn Tipp mit dem Anfeuchten der Finger werde ich mir merken.

      Herzliche Grüße

      Steffi

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