|Leseliebe| „Die Auszeit“ von Emily Rudolf

Bin ich jetzt in meiner „Thriller Girl Era“ angekommen? Denn eigentlich lese ich keine Thriller. Aber die „Social Media“-Kampagne zu „Die Auszeit“ von Emily Rudolf und auch das Cover haben mich spontan angesprochen. Ob das die richtige Leseentscheidung war, davon möchte ich in dieser Rezension erzählen.

Werbung: das Buch wurde mir von Netgalley kosten- und bedingungslos zur Verfügung gestellt.

 

Die Auszeit von Emily Rudolf Rezension

 

 

Von der Auszeit zum Alptraum

Schauplatz: ein abgelegenes Luxus-Retreat in der Nähe von Garmisch-Partenkirchen

Die handelnden Personen:

  • eine bekannte Influencerin, die kurz davor steht, die 1 Million Follower zu knacken, und ihr Clique – mit der sie teilweise nicht nur freundschaftlich sondern auch beruflich oder amourös verbandelt ist
  • der Gründer und Leiter des Luxus-Retreats, der dieses erst kürzlich aus dem Boden gestampft hat und dessen Wohl und Wehe von der positiven Darstellung des Retreats auf den „Social Media“-Kanälen der Influencerin abhängt. Sowie das restliche Personal.

Die Tat: alles beginnt zunächst als ausgelassener Kurztrip feierfreudiger Twenty-Somethings unter dem Deckmantel von Wellness und Selbstfürsorge. Doch irgendwann kippen sowohl Wetter als auch Stimmung und die Katastrophe kumuliert im Fund einer Leiche.

 

Thriller trifft Social Media

Eins vorneweg: Für mich hat in „Die Auszeit“ die Kombination aus klassischer Tätersuche und Erzählungen aus dem Alltag einer Influencerin super funktioniert. In dem Zusammenhang möchte ich nicht unerwähnt lassen, dass ich besonders die immer wieder eingeschobenen Instagram-Posts sehr authentisch fand. Genau auf diese Art und Weise würde eine normschöne Lifestyle-Bloggerin auch im echten Leben ihre Follower*innen in den Urlaub „mitnehmen“ – um dann im letzten Moment noch einen  Rabattcode für denn hundertsten Bikini oder die tausendste Sportleggins hinterherzuschieben.

 

Thriller für Einsteiger

Einigen Rezensionen oder Kurzmeinungen zu „Die Auszeit“ auf Instagram habe ich entnommen, dass andere diesen Thriller als zu „soft“ empfunden haben. In meinen Augen sollte das der Autorin nicht zum Vorwurf gemacht werden. Denn ich finde, sowohl die begleitende „Social Media“-Kampagne als auch das relativ „freundliche“ Cover machen deutlich, dass es kein eklig-brutaler Thriller im Stile von Fitzek ist. Sondern ein „jugendlicher“ Thriller, der gezielt ein junges Publikum ansprechen soll und deshalb auch für Einsteiger in dem Genre geeignet ist.

Das tut in meinen Augen dem Spannungsbogen keinen Abbruch. Für mich als Krimiliebhaberin war es genau das richtige Maß an Thrill. Mehr Blut und Kampf brauche ich definitiv nicht.

 

Krimi-Dinner-Analogie

Mich hat die Geschichte aufgrund des begrenzten Ensembles und der kammerspielartigen Atmosphäre an ein Krimi Dinner erinnert. Ich könnte mir gutvorstellen, so einen Fall „zu spielen“.

 

Fazit

Das hat Spaß gemacht! Ich habe „Die Auszeit“ gemeinsam mit einer Freundin gelesen und obwohl wir am Ende auf der richtigen Spur waren, würde ich die Geschichte trotzdem nicht als vorhersehbar bezeichnen. Außerdem finde ich es gut, wenn man den Fall selbst lösen kann und der oder die Täter*in nicht wie Kai aus der Kiste springt und nach der hundertsten Wendung plötzlich da ist.

Diese Art von Thriller kann ich mir in Zukunft häufiger als Lektüre vorstellen.

 

 

2 Kommentare

  1. Hallo liebe Steffi,
    Thriller und Krimis gehören nicht zu meinem bevorzugten Genre. Allerdings habe ich auch schon mal einen Jugendthriller gelesen, der mir überraschend gut gefallen hat.

    Deine Beschreibungen zu Die Auszeit hat mich aus genau diesem Grund sehr angesprochen. Darüber hinaus fand ich auch die Darstellung aus Sicht einer Influencerin spannend. Du hattest mich spätestens ab dem Punkt, als du erwähnt hast, dass im Buch auch immer wieder Instagramposts abgebildet wurden.

    Das könnte in der Tat sogar ein Buch für mich sein. Ich setze es mir mal auf meine Merkliste. Ich danke dir für diese Buchvorstellung, die mich sehr angesprochen hat.

    Ganz liebe Grüße
    Tanja :o)

    • glimrende
      Autor
      2. April 2024 / 17:13

      Liebe Tanja,
      das freut mich sehr, dass Dich meine Rezension zu „Die Auszeit“ von der Geschichte überzeugen konnte.

      Zwischenzeitlich ist auch mein Lesemonat März online; vielleicht findest Du da auch noch was.

      Herzliche Grüße

      Stefanie

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