|Leseliebe| „Everything We Had“ von Jennifer Bright

„Everything We Had“ von Jennifer Bright gehört aktuell zu den auf Bookstagram meist „gehypten“ Neuerscheinungen. Da wollte ich mir unbedingt selbst ein Bild davon machen, was es mit diesem Buch auf sich hat. Welche Gefühle „Everything We Had“ in mir ausgelöst hat, davon möchte ich heute berichten.

Werbung: das Rezensionsexemplar wurde mir von netgalley kosten- und bedingungslos zur Verfügung gestellt.

 

Everything We Ever Had von Jennifer Bright

 

Café, Buchladen und ganz viel Schicksal

Eigentlich müsste Kate der glücklichste Mensch auf Erden sein. Hat sie sich doch mit dem kleinen, schnuckeligen Café namens „Cozy Corner“ mitten in London einen langgehegten Lebenstraum erfüllt. Endlich kann sie tagein, tagaus ihrer größten Leidenschaft – dem Backen – frönen und mit ihren leckeren Kreationen ihre Kunden beglücken. Die Sache hat allerdings einen Haken, denn das „Cozy Corner“ gehört ihr nicht alleine. Sie muss sich das Café mit dem arroganten Aidan teilen, der darin einen gemütlichen Buchladen betreibt. Und dann gibt es da noch diesen einen schicksalshaften Tag in Kates Vergangenheit, der aus der eigentlich freien und unbeschwerten Kate einen ganz anderen Menschen gemacht hat…

 

Cozy & Dramatic

Es fällt mir etwas schwer, für „Everything We Had“ die richtigen Worte zu finden. Denn dieses Buch vereint sehr gegensätzliche Dinge. Auf der einen Seite hat es mit dem „Cozy Corner“ im winterlichen London ein absolutes Wohlfühlsetting. Ich denke, es wird niemanden geben, der beim Lesen nicht gedacht hat: „Hach, da wäre ich jetzt auch gerne. Wie gerne würde ich einen leckeren Cupcake bei Kate bestellen und mich durch die Bücher von Aidan schmökern…“ Andererseits gibt es mit dem dunklen Punkt in Kates Vergangenheit – der auch als Triggerwarnung Eingang in das Buch gefunden hat – eine sehr düstere und ernste Seite. Ich war mir anfangs nicht sicher, ob das wirklich zusammenpasst. Am Ende des Buches finde ich den Ansatz noch immer sehr ungewöhnlich. Denke jedoch auch, dass Jennifer Bright das Aufeinanderprallen von zwei so gegensätzlichen Themen gut in den Griff bekommen hat.

 

Everything We Ever Had von Jennifer Bright

 

Kate & Aidan als Paar

Kate und Aidan sind zwei typische Protagonisten aus etwas schwermütigeren „New Adult“-Geschichten, die beide ihr Päckchen zu tragen haben. Im Verlauf des Buches wird nach und nach enthüllt, was sie zu den Menschen gemacht hat, die sie aktuell sind. Warum sie in bestimmten Situationen so aufeinander reagieren, wie sie es tun. Ich fand die beiden als Paar nicht unspannend, aber so richtig gepackt mit klopfendem Herzen beim Lesen und sprühenden Funken zwischen den beiden, haben sie mich nicht. An der Stelle möchte ich nicht unerwähnt lassen, dass Jennifer Bright bei Liebesszenen eher früh abblendet, so dass das Buch für Leser|innen, die ungern explizite Szenen lesen, super geeignet ist.

 

Zu zufällig?!

Der größter Minuspunkt in Bezug auf „Everything We Had“ ist für mich persönlich, dass ein sehr, sehr großer Zufall für den finalen Konflikt eine entscheidende Rolle spielt. London hat so unglaublich viele Bewohner und trotzdem ist ausgerechnet sie auf der einen und er auf der anderen Seite? Mehr möchte ich an der Stelle nicht erwähnen, denn sonst würde ich spoilern. Für mich war das zu viel Zufall.

 

Fazit

Obwohl das Buch bei mir nicht den ganz großen Hype ausgelöst hat, habe ich „Everything We Had“ trotzdem gerne gelesen. Denn am Ende bleibt jede Geschichte in letzter Instanz reine Geschmacksache…

 

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