|Alltagstrott| Leselaunen #52 – zwischen Heraus-und Überforderung

So eine richtige Konstanz bekomme ich gerade in meine Leselaunen nicht hinein. Letzte Woche musste ich erneut pausieren, da ich über Pfingsten bei meinen Eltern in der Internet-Diaspora war. So ein erzwungenes Digital Detox hat jedoch auch was. Trotzdem bin ich diese Woche wieder sehr gerne bei Niccis ( trallafittibooks ) Leselaunen dabei. Eins sei schon vorneweg gesagt: uff, das sind gerade anstrengende Wochen…

Leselaunen

Meine Lesestimmung

Ich gehöre zu den Menschen, die desto mehr lesen, umso anstrengender das Leben gerade ist. Die schlimmste Prüfungsphase an der Hochschule damals? Zu umso mehr Büchern habe ich gegriffen. Immer ein paar Seiten im Lehrbuch und als Belohnung ein, zwei Seiten aus meinem aktuellen („normalen“) Buch.

Gerade komme ich beruflich/privat echt an meine Grenzen. Ausgerechnet ich, die die Herausforderung (von anderen als Stress bezeichnet) normalerweise liebt und unter Druck zur Höchstleistung aufläuft. Zumindest kann ich mit Fug und Recht behaupten: das Lesen ist aktuell das (neben dem Sport), was mich im Gleichgewicht hält.

 

Blumen und Bienen

Hier im Ort wurden neben Gehwegen Wildblumen gepflanzt. Und die blühen einfach sooo schön. Und ein Insekten-Paradies sind sie offensichtlich auch.

 

Aktuelle Bücher

Über Pfingsten habe ich zunächst den zweiten Band der Ischl-Krimis von Jenna Theiss„Das Sissi-Feuerwerk“ – beendet. Über diesen Regionalkrimi habe ich bereits gestern ausführlich berichtet. Deshalb an dieser Stelle nur so viel: das hat Spaß gemacht, war spannend, und ich möchte bitte sofort und umgehend nach Bad Ischl reisen, um auf den Spuren von Sissi und der ganzen Habsburger-Sippe zu wandeln!

Ebenfalls an Pfingsten habe ich „… und zur Apokalypse gibt es Filterkaffee“ von Micky Beisenherz beendet. Bei Micky war ich am Mittwoch vor Pfingsten zur Lesung im Theaterhaus in Stuttgart. Wer ihn nicht kennte: er schreibt eine Kolumne für den „Stern“ (da liest ihn z.B. auch meine Mama), moderiert verschiedene Fernsehformate (z.B. ab und zu den „Kölner Treff“) und ist das M in „Fußball MML, dem (zumindest in meinen Augen …ähhh… Ohren) besten Fußball-Podcast Deutschlands. Und fürs Dschungelcamp schreibt er auch. Ich mag seine Sprüche, seine Leidenschaft für Fußball und seine politische Einstellung. Sein Buch besteht aus Kolumnen zu verschiedenen tagespolitischen und gesellschaftlichen, aber auch ganz privaten Themen. Super unterhaltsam, manchmal ernst, aber vor allem sehr, sehr witzig. Ich hatte viel Spaß beim Lesen.

 

Katze mit blauen Augen

Unsere neue Nachbarin. Was für Augen…

 

Wenn ich die Bookstagrammerin/Bloggerin benennen müsste, von der ich die meisten zu meinem Geschmack passenden Lesetipps bekommen habe, es wäre definitiv primeballerina. Leider ist sie seit einiger Zeit nicht mehr ganz so aktiv, aber Ende letzter Woche hat sie einen englischen Lese-Tipp gepostet, der voll meinen Nerv getroffen hat: „Red, White and Royal Blue“ von Casey McQuiston. Ein Satz aus dem Klappentext hat gereicht, damit ich wusste, dass ich diese Geschichte unbedingt lesen muss:

„What happens when America’s First Son falls in love with the Prince of Wales?“

Meine Intuition hat mich nicht getrogen, ich habe bislang jeden Satz in diesem Buch geliebt. Eine so tolle Young-Adult-Geschichte! Hach, ich bin ein bisschen verliebt… Völlig unkitschig, manchmal sarkastisch und nebenbei auch noch bildend, denn man lernt so einiges über den amerikanischen Präsidentschaftswahlkampf. Bis Obama gilt übrigens auch im Buch die Originalreihenfolge der US Präsidenten, aktuell jedoch ein „alternatives Universum“: eine Frau, die sich als alleinerziehende Mutter nach oben gekämpft hat, ist Präsidentin. Klingt geradezu märchenhaft…

 

Hofladen Hönes

Mein neuer Lieblingsshop: ein Hofladen, bei dem ich auf dem Weg zur Arbeit vorbeikomme.

 

Nachdem mich „Am Tatort bleibt man ungern liegen“ von Jörg Maurer eher gelangweilt und wenig gefesselt zurückgelassen hat (völlig untypisch für Geschichten aus der Feder dieses Autors), bin ich vor einigen Tagen mit „Meistens kommt es anders, wenn man denkt“ von Petra Hülsmann gestartet. Ja, man kann der Autorin noch immer mangelnden Mut zum Risiko und festhalten am bewährten Plot-Schema vorwerfen, trotzdem muss ich zugeben, dass diese Art der Geschichte für mich perfekt fürs Auto ist. Es fühlt sich heimelig an, nach Hamburg und in die lieb gewonnene Clique von Twenty-Somethings zurückzukehren. Und unterhaltsam Schreiben kann Petra Hülsmann definitiv. Auch wenn der Alltag in einer Werbeagentur ein bisschen sehr „Friede, Freude, Eierkuchen“-mäßig daher kommt.

 

Zitat der Woche

Baumhoroskop Die Eiche

Dreimal dürft Ihr raten, wer eine Eiche ist… Genau, ich. Und auch ich muss zugeben: arg daneben liegt diese Beschreibung (gefunden auf der BUGA) nicht. Vor allem das mit der Freiheitsliebe merke ich aktuell sehr…

 

Link der Woche

Ja, ich hab’s geguckt. Und der Artikel auf SPON gibt meine Meinung ziemlich gut wieder.

 

Und sonst so?

Wenn ich in meinen Terminkalender für die nächsten Wochen schaue, wird mir ganz anders. Ein Termin jagt den nächsten. Am liebsten würde ich direkt in den September „vorspulen“. Da setze ich mich mindestens eine Stunde aufs Nebelhorn und schaue einfach nur auf den Seealpsee hinunter. Ohne irgendwas zu machen oder zu denken.

 

Yoga beim MercedesCup

Yoga-Session beim MercedesCup (auf dem Weißenhof in Stuttgart)

 

Was bisher geschah:

  • Mittwoch vor zwei Wochen war ich wie oben bereits erwähnt bei Micky Beisenherz im Theaterhaus in Stuttgart. Sau heiß war es dort, aber auch sehr witzig. Micky sieht in echt genauso aus wie auf seinem Instagram und ist auch mindestens so witzig. Nur ein paar mehr Fußball-Gags hätte er machen können – so in unmittelbarer Nähe des VFB. Oder eine Hoeneß-Imitation – biddäää… Das hat auch die Ü60-Besucherin bestätigt, die neben uns saß, und offensichtlich auch großer Fan von Mickys Fußball-Podcast ist. Beim Signieren hat sie ihm zum Thema VFB erklärt: „Mir kommed widder!“ Was Mickys Gäste betrifft, so war ich von Pierre M. Krause positiv überrascht (den fand ich bislang eher nervig denn lustig), während Sophie Passmann vielen Zuschauern zu anstrengend zu sein schien. Ich fand sie auch speziell, aber mich haben die hinter uns sitzenden Damen mit ihrer Negativität gegenüber Sophie Passmann mehr gestört.
  • Am nächsten Tag konnte ich beim Yoga in der Haltung „Pfeil und Bogen“ glänzen – so als Hüftöffner-Spezialist. Leider pausiert das Yoga seither wegen der Pfingstferien

 

Killesberg Turm

Nur was für Schwindelfreie: der Killesberg Turm

 

  • Pfingsten habe ich sehr gechillt bei meinen Eltern daheim verbracht. Am Feiertag habe ich gemeinsam mit meinen Eltern meinen Bruder in seiner Wohngruppe abgeliefert. Das war sehr amüsant, denn seine Mitbewohner waren mit gegenüber ausgesprochen enthusiastisch. Haben sich sehr gefreut, Tobis Schwester kennenzulernen. Ich möchte nicht wissen, was er so über mich erzählt. Gegenüber einer Betreuerin hat er erst kürzlich behauptet: „Meine Mama muss keine Fenster putzen, das mache ich!“ Ausgerechnet mein Brudi, der sich von hinten bis vorne bedienen lässt. Dem die Oma mit 85 noch den angewärmten Apfelsaft an den Platz serviert hat…

 

Blick vom Killesberg Turm

Blick vom Killesberg Turm

 

  • Ich habe bei Instagram Karten für eine Yoga-Session im Rahmen des Tennisturniers in Stuttgart (MercedesCup) gewonnen. Deshalb war ich heute auf dem Weißenhof-Gelände in Stuttgart und durfte mit Annelina Waller eine Yoga-Einheit auf dem Tennisplatz bestreiten. Das hat echt Spaß gemacht. (Meine liebste Live-Yoga-Session mit einem „Promi-Lehrer“ bleibt aber die von Mike (der mit dem Männer-Yoga) beim YEZ Yoga Festival vergangenen Januar. Mike ist einfach sau cool, und man merkt, dass er über den Dingen steht).
  • Im Anschluss haben wir uns ein „Promi vs. Normalo“-Spiel mit Thommy Haas angeschaut und sind danach spontan in den Killesberg-Park abgebogen. Was für eine tolle, grüne Oase mitten in Stuttgart! Den Killesberg-Turm habe ich auch erklommen. Eine abenteuerliche Angelegenheit, denn der Turm ist sehr frei schwingend.

See you next week!

3 Kommentare

  1. 20. Juni 2019 / 16:35

    Hallo liebe Steffi,
    deine neue Nachbarin ist wirklich eine richtig hübsche. Ist sie denn auch zutraulich? Wir haben in der Nachbarschaft so einige Katzen. Aber immer, wenn ich mit ihnen anbändeln / sie streicheln möchte, dann ergreifen sie schnell die Flucht ;o))))))))
    Was den Stress angeht: Ich hoffe sehr, dass du bald mal wieder ein paar ruhige Tage genießen kannst. Ich erinnere mich, dass du schon vor geraumer Zeit geschrieben hast, dass derzeit alles ein wenig viel ist. Ich freue mich, dass du ein paar Dinge hast, die dir beim inneren Ausgleich helfen (Yoga, Lesen …). Dennoch benötigt man auch mal einfach ein wenig Zeit einfach nur zum Relaxen. Ich hoffe, dass dir diese Zeit bald vergönnt sein wird.

    Mit Meistens kommt es anders, wenn man denkt, habe ich auch schon ein wenig geliebäugelt. Ich habe allerdings auch ein wenig Angst, dass die Geschichte sich inhaltlich mit den anderen Geschichten deckt. Andererseits schreibt P.Hülsmann so genial. Als Hörspiel für die Fahrt sind ihre Bücher auf jeden Fall sehr geeignet.

    Und zur Apokalypse gibt es Filterkaffee ist ja mal ein genialer Titel :o)))))))

    Ich wünsche dir einen wunderschönen Start in ein hoffentlich stressfreies Wochenende.

    Ganz liebe Grüße
    Tanja :o)

    • glimrende
      Autor
      26. Juni 2019 / 19:17

      Hi Tanja,
      die Katze ist dafür, dass sie erst vor kurzem eingezogen ist, recht zutraulich. Irgendwie scheint sie meinen Garten zu lieben, denn sie lässt sich total oft dort nieder. Und dass, obwohl ihr eigener nur zwei weiter ist.

      „Meistens kommt es anders, wenn man denkt“ kann ich Dir vom Gesichtspunkt der Wiederholung her empfehlen. Es ist tatsächlich ein bisschen anders aufgebaut als die anderen Bücher von Petra Hülsmann. Ansonsten kommen die Paare ja meist erst auf der letzten Seite zusammen, das ist hier nicht so. Kannst dem Buch also beruhigt eine Chance geben 😉

      Ich wünsche Dir ebenfalls eine schöne Woche. Mein Stresslevel passt zum Glück gerade…

      Viele Grüße.

      Steffi

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