|Alltagstrott| Leselaunen #45 – The Gardener’s Nosh und Co.

Gerne präsentiere ich auch heute wieder meine sonntäglichen Leselaunen. Für weitere Beiträge klickt bei der lieben Nicci von trallafittibooks vorbei.

 

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Aktuelle Bücher

„Die Töchter der Tuchvilla“ habe ich gestern Morgen beendet. Ich mag die von Anne Jacobs erschaffene Welt der reichen Industriellen und ihrer einfachen Angestellten noch immer sehr gerne, allerdings hat sich dieser zweite Band gegen Ende doch ein bisschen gezogen. Ich glaube, der zweite Teil schneidet bei mir u.a. auch deshalb schlechter ab, weil mir am ersten Band so gut gefallen hat, dass der hauptsächlich aus der Sicht von Marie erzählt wurde. Die gibt zum einen eine tolle Protagonistin ab, zum anderen wirkt die Geschichte vielmehr aus einem Guss als im zweiten Teil, wo munter zwischen den verschiedenen Personen hin und her gesprungen wurde. Mir kamen da Marie (und Paul) viel zu kurz.

Außerdem muss ich an der Stelle den Klappentext stark kritisieren: der nimmt Dinge vorweg, die erst sehr spät im Buch passieren. Außerdem klingt eine Storyline total anders, als sie sich tatsächlich entwickelt. Wie man diesen Klappentext so veröffentlichen konnte, ist mir ein Rätsel. Würde mich echt interessieren, ob die Autorin damit einverstanden war.

Als nächstes Buch habe ich mir „Liebe geht durch den Garten“ von Ulrike Hartmann ausgesucht. Das ist eine typisch deutsche „Chick Lit“-Geschichte, so ein bisschen im Stil von Petra Hülsmann. Nichtsdestotrotz sehr amüsant und mit Suchtpotential. Ich bin schon auf Seite 167 und fühle mich super wohl in der Schrebergartenwelt von Anna, einer geschiedenen Mutter mit zwei Söhnen. Natürlich biegt auch gleich ein äußerst attraktiver, altersgerechter Gärtner ums Eck. Das möchte ich im echten Leben auch mal erleben… Da tauchen höchstens nervig gesprächige Herren Ü50 und mit Bauchansatz auf.

 

Veganer Schokoladenkuchen

Yummy, yummy… Veganer Schokoladenkuchen mit Erdnüssen. Richtig gut!

 

Auf dem E-Reader bin ich nebenbei mit der „Gebrauchsanweisung für Norwegen“ zugange. Die ist mindestens so amüsant wie die für Stuttgart. Die Norweger sind schon ein cooles Volk. Ich mag ihre Liebe zur Natur und ihre Eigenwilligkeit.

Nach dem Ende vom „Rheinblick“ von Brigitte Glaser war ich ein bisschen lustlos (weil mir diese Geschichte so gut gefallen hat) und habe anstatt zu einem neuen Hörbuch erst einmal zu einem Hörspiel gegriffen: „Drohbriefe von Unbekannt“, die neueste Folge von TKKG. Hach, das war schön. Ich wurde quasi zurück in meine Kindheit katapultiert. Es ist so amüsant, wenn man Spezialbegriffe wie „die Millionenstadt“, die man nie vergessen hat, wieder hört. Und wo sonst findet man eine Mathelehrerin mit dem Spitznamen „Tangente“?

Nachdem ich von „Die Tochter des Uhrmachers“ von Kate Morton positiv überrascht war, habe ich mich entschlossen, mich langsam und in umgekehrter Reihenfolge durch ihre Bücher „zu arbeiten“. Ich habe mir „Das Seehaus“ im englischen Original (also „The Lake House“) heruntergeladen. Ein episches Werk von über 20 Stunden, das mich bereits nach wenigen Kapiteln in seinen Bann gezogen hat. Es spielt erneut auf mehreren Zeitebenen (im heute und um 1933 herum), und ich bin gespannt, wie sich die beiden Handlungsstränge miteinander verknoten werden. Ich kann die Romane auch Leuten, die keine Love Storys und Romantik-Kram mögen, wärmstens ans Herz legen. Obwohl die deutschen Cover es vermuten lassen, sind die Bücher meilenweit von Rosamunde Pilcher entfernt. Eher große Romane vor geschichtlichem Hintergrund und mit einem nicht zu verachtenden Spannungsmoment. Über das deutsche Hörbuch konnte ich übrigens nur die Augen rollen, denn das ist gekürzt und magere 7 Stunden lang (also ca. 1/3 des englischen Originals). Wer macht so etwas? Und warum?

 

Osterhase von Lego

Mein cooler Osterhase von Lego.

 

Meine Lesestimmung

Es mag langweilig klingen, aber ich kann nichts anderes antworten als: super! Bin gerade voller Motivation.

 

Spruch der Woche

„Ich mach dann mal eine Pro-und-Contra-Liste!“

Normalerweise bin ich der entscheidungsfreudigste Mensch auf Erden. Ich mache mir eine Liste mit allen positiven und negativen Faktoren im Kopf und entscheide dann. Und zwar nicht nur mit dem Kopf sondern auch mit dem Herzen (was viele nicht vermuten, die mich für wahnsinnig analytisch und „kopflastig“ halten).

Ganz selten kommt es vor, dass ich eine Liste mit den Vor- und Nachteilen zu Papier bringen muss. Genau an der Stelle bin ich gerade. Und das ist wahrscheinlich das erste Mal seit meiner Leistungskurswahl in der 11. Klasse. Da habe ich Deutsch und Englisch gegeneinander abgewogen. Und mich am Ende für Englisch entschieden, obwohl mehr „Pros“ für Deutsch gesprochen haben. Aber mein Gefühl ging in eine andere Richtung. Was kann ich sagen, es war eine der besten Entscheidungen meines Lebens. Ich hoffe, das kann ich dieses Mal am Ende genauso bestätigen.

 

Grilled Cheese Sandwich

Grilled Cheese Sandwich im „The Gardener’s Nosh“

 

Link der Woche

Das hier ist der leckerste und fluffigste Schokoladenkuchen, den ich jemals gegessen habe: Veganer Schoko-Erdnuss-Kuchen. Und vegan und glutenfrei ist er auch noch. Ganz große Empfehlung von mir.

 

Und sonst so?

Am Mittwoch hatte ich frei, denn ich durfte eine Freundin durch ihren Geburtstag „begleiten“. Da die Wettervorhersage nicht allzu vielversprechend war, mussten wir von der eigentlich geplanten Wanderung Abstand nehmen. Nach einigem hin und her habe ich kurzfristig eine Werksführung bei einem bekannten Stuttgarter Sportwagenhersteller organisiert. Kann ich Euch vollumfänglich empfehlen, für EUR 6 pro Person wurden wir 2 Stunden durch die heiligen Hallen geführt. Dabei wird nicht nur das Zusammenbauen der Autos gezeigt sondern auch z.B. die Näherei, in der die Lederelemente für die Autos verarbeitet werden. Ich liebe Betriebsbesichtigungen und finde die immer wahnsinnig spannend. Wahrscheinlich ein eher „frauenuntypischer Zug“, weshalb ich mir sicher bin, dass der Typ, der die Führung gemacht hat, sich heute noch fragt, warum wir diese gebucht haben. Der Rest der Truppe bestand nämlich aus zwei Autoenthusiasten aus der Schweiz und zwei Pärchen, bei denen klar war, dass die Frauen nur ihren Männern zuliebe mitgegangen sind.

 

The Gardener's Nosh

So trinke ich mein Wasser am liebsten: mit Früchten und Minze.

 

Davor waren wir im „The Gardener’s Nosh“ in der Stuttgarter Innenstadt frühstücken. Es gibt Süßes und Herzhaftes, Gesundes und weniger Gesundes, was für „Allesesser“, genauso wie Alternativen für Veganer. Ich liebe die Auswahl dort. Wie sehr, wurde mir klar, als ich die Speisekarte der Abschlusslocation unseres Betriebsausflugs im kommenden Juli durchgesehen habe: ca. 6 klassisch deutsche Fleischgerichte (Lende in Rahmsauce, Schweinshaxe, Schnitzel und ähnlich altbackener Kram), der obligatorische Salat mit Putenstreifen und die mindestens genauso obligatorischen Käsespätzle als vegetarische Alternative. Da kann ich echt nur mit den Augen rollen. Ein eindeutiger Nachteil, wenn man in einer männerdominierten Branche arbeitet. In 80% der Fälle landet man beim Essengehen in einem „Brauhaus“.

 

Blue Berry Pancakes

Blue Berry Pancakes – nicht der Gipfel der Food-Fotografie, sehen irgendwie verbrannt aus. Aber ich versichere, das sind die im Teig enthaltenen Blaubeeren.

 

Gestern und heute war ich jeweils morgens joggen. Im Anschluss gab es heute als Belohnung Blueberry Pancakes. Sehr, sehr lecker. Die hatten fast „The Gardener’s Nosh“-Qualität. Den Rest des Sonntags werde ich mit Bloggen, Lesen und Backen verbringen. Doof nur, dass diese Wochenenden immer viel zu kurz sind.

Genießt die neue Woche!

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