|Alltagstrott| 3 Tipps, um in Weihnachtsstimmung zu kommen

Ich muss ehrlich zugeben, mir tut diese „entschleunigte“ Vorweihnachtszeit in diesem Jahr gut. Damit meine ich die private Entschleunigung, denn beruflich ist tatsächlich sehr viel los. Denn irgendwie scheint jeder bemüht, vor dem Jahresende noch Dinge abhaken zu können, so dass ständig neue Aufgaben auf meinem Schreibtisch landen. Privat hingegen finde ich, dass es zur Besinnlichkeit beiträgt, dass ich nicht von Weihnachtsmarkt-Date zu Weihnachtsfeier hetzen muss. Natürlich fehlen diese Dinge auch, aber ich betrachte es als interessantes Experiment, die Vorweihnachtszeit einmal ohne all diese Events zu gestalten. (Und ich höre jetzt schon die Stimmen in drei Jahren: ‚Ach, was war das entspannt, damals in 2020…‘). Falls Ihr – im Gegensatz zu mir – noch nicht so richtig in Weihnachtsstimmung seid, habe ich heute Tipps im Gepäck, wie Ihr Eure Weihnachtsstimmung verbessern könnt.

 

 

Weihnachtsstimmung - ich und mein Adventskranz

 

1. Kreativ werden

Ich genieße es sehr, in der Vorweihnachtszeit vor mich hin zu werkeln. Ich habe in diesem Jahr all die Weihnachtspost, die ich versende, selbst mit meinem Aquarellkasten gestaltet. Das hat so viel Spaß gemacht. Dafür habe ich mich eine Woche lang jeden Abend nach der Arbeit hingesetzt und eine Karte gestaltet. Dazu genutzt habe ich als Inspiration die Vorlagen von May & Berry. Die könnt Ihr entweder abpausen oder – so wie ich – als Inspiration verwenden und die Bilder selbst zeichnen. Es tut so gut, nach einem anstrengenden, digitalen Arbeitstag mit „der Hand am Arm“ kreativ zu werden.

 

Weihnachtsstimmung_Watercolor Weihnachtspost

 

Wem malen und zeichnen nicht liegt, dem kann ich nur ans Herz legen, andere kreative Hobbys auszuprobieren. Es gibt unzählige Wege, Kreativität in den Alltag zu holen. In dem Zusammenhang habe ich auch einen Buchtipp, den ich selbst noch unbedingt lesen möchte: „Kreativität – Wie sie uns mutiger, glücklicher und stärker macht“ von Melanie Raabe

 

Weihnachtsstimmung Christmas Workout Pamela Reif

 

2. „Shake it out!“ – Christmas Workouts auf YouTube

Für mich eine Variante, um in Weihnachtsstimmung zu kommen, die mir in der vergangenen Woche beinahe jeden Abend ein Lächeln auf die Lippen gezaubert hat: das 10 Min Christmas Dance Workout von Pamela Reif auf Ihrem Fitness-YouTube-Kanal. Das macht einfach so viel Spaß und gute Laune. Außerdem ist es wahnsinnig kurzweilig, so dass ich es jedesmal gar nicht glauben kann, dass die zehn Minuten schon wieder um sind. Ganz nebenbei bleibt man über die Weihnachtszeit fit und in Form.

 

Weihnachtsstimmung Hjem til jul Netflix

 

 

3. Weihnachtsserien und -filme auf Netflix

Ja, ich gebe es zu, nun bin auch ich umgefallen: seit ca. zwei Wochen habe ich ein Netflix-Abo. Lange habe ich mich geweigert, aber eigentlich hätte ich es besser wissen müssen – schließlich war ich schon als Kind der totale Serienjunkie. ARD- und ZDF-Vorabendserien – you name it, I watched it. Egal ob „Ein Heim für Tiere“, „Die glückliche Familie“, „Das Erbe der Guldenburgs“  oder „Die Wicherts von nebenan“ – ich habe sie alle geschaut und geliebt. Meine absoluten Favoriten waren dabei übrigens „Die Schwarzwaldklinik“ (ich schiebe es darauf, dass mein Bruder in der 80ern so oft im Krankenhaus war) und „Ich heirate eine Familie“ (eine Serie, die man heute noch problemlos schauen kann, denn sie ist wahnsinnig gut gealtert).

Nun also Netflix. Das ich wegen einer norwegischen Weihnachtsserie unbedingt haben wollte. Die ich zwischenzeitlich schon zweimal geschaut habe und die deshalb meine Hitliste der Serien, um in Weihnachtsstimmung zu kommen, anführt:

  • „Hjem til Jul“ / „Weihnachten zu Hause“ – Es geht um die 30jährige Johanne, die als Single durch die norwegische Vorweihnachtszeit stolpert und unbedingt bis Weihnachten einen Mann finden möchte, um nicht als einzige Erwachsene am „Kindertisch“ sitzen zu müssen. Das mag sich auf den ersten Blick nach einem sehr gewöhnlichen Plot anhören, wird aber so liebevoll, lebensnah, charmant und mit ernsten Tönen unterlegt erzählt, dass ich die Mini-Serie von der ersten bis zur letzten Sekunde geliebt habe. Die Musik ist außerdem grandios und dass das ganze in Norwegen spielt, setzt dem für mich persönlich die Krone auf. Ganz davon abgesehen, dass es endlich eine Serie ist, bei der nicht schon ab Minute 1 klar ist, mit welchem Mann Johanne Weihnachten verbringen wird. Der Cast ist zudem sehr „divers“ (und besteht folglich nicht aus lauter blonden Wikingern), ohne diese Botschaft lautstark hinauszuposaunen. I love it.
  • „Über Weihnachten“ – eine deutsche Mini-Serie, die auf dem Buch „7 Kilo in 3 Tagen“ von Christian Huber basiert. Luke Mockridge spielt die Hauptrolle. Da mag der eine oder andere skeptisch drein blicken, ob der das wirklich kann. Aber ich muss sagen, mich hat er überzeugt. Wie der gesamte Cast. Es ist eine typische „Großstädter kehrt an Weihnachten in die heimische Provinz zurück“-Geschichte, die trotzdem etwas besonderes ist. Denn sie wandelt perfekt auf dem schmalen Grat zwischen Comedy und Tragik. Ja, am Anfang mag man es gar nicht glauben, aber die Geschichte schlägt durchaus ernste Töne an. Hat mir sehr gut gefallen. Und ich finde es äußerst amüsant, dass diese Serie nun dank Netflix rundum die Welt gesehen wird. Würde mich sehr interessieren, was die Menschen in anderen Ländern von den deutschen Weihnachtstraditionen halten…
  • „Dash & Lily“ – noch eine weihnachtliche Mini-Serie, die auf einer Buchvorlage (dieses Mal von Rachel Cohn und David Levithan) beruht. Mir hat diese zuckersüße Reihe rundum zwei Teenager, die sich über ein gemeinsames Notizbuch kennenlernen, ebenfalls wahnsinnig gut gefallen. Vor allem der vorweihnachtliche New York-Vibe ist unschlagbar. Sehr amerikanisch, aber nachdem mich „Weihnachten zu Hause“ nach Norwegen und „Über Weihnachten“ in die Eifel entführt hat, fand ich New York als dritte Station perfekt.

Die ganzen neueren Weihnachtsfilme, die man auf Netflix findet, gefallen mir hingegen nicht so. Da bleibe ich beim Klassiker „Tatsächlich… Liebe“ und probiere nichts Neues mehr, um die Weihnachtsstimmung hochzufahren.

 

Enjoy!

Nun wünsche ich allen meinen Lesern eine wundervolle, restliche Vorweihnachtszeit. Ganz ehrlich, ich mag die Vorweihnachtszeit lieber als Weihnachten selbst. Deshalb werde ich die nächsten anderthalb Wochen in vollen Zügen genießen.

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