|Leseliebe| „Yoga leben“ von Maren Brand und Christina Lobe

Ich möchte schon seit längerem mehr darüber erfahren, wie man einen zusammenpassenden Yoga Flow aufbaut und eigene Sequenzen kreiert. Deshalb hat „Yoga leben – Die Kunst als Yogalehrende zu wachsen“ von Maren Brand und Christina Lobe direkt mein Interesse geweckt.

Werbung: das Rezensionsexemplar wurde mir von netgalley kosten- und bedingungslos zur Verfügung gestellt.

 

Yoga leben von Maren Brand und Christina Lobe

 

Der Aufbau

„Yoga leben“ ist in 5 Teile gegliedert, die wiederum in diverse Kapitel unterteilt sind. Ich würde die 5 großen Themen wie folgt beschreiben:

  1. Wie man bestimmte Themen für seinen Unterricht findet und die passenden Asanas dazu auswählt.
  2. Erläuterung der verschiedenen Formate des Unterrichts (Workshops, Einsteigerkurse etc.) und wie man diese sinnvoll aufbaut.
  3. Wie man seine eigene „Unterrichtssprache“ findet.
  4. Passende Sequenzen aufbauen – inklusive Erläuterung der verschiedenen Stellungsgruppen (Umkehrhaltungen etc.)
  5. Wie man sein eigenes Business als Yogalehrer*in erschaffen kann und sich dabei nicht selbst verliert.

Das mag sich alles auf den ersten Blick recht trocken und theoretisch anhören, war es aber überhaupt nicht. Ich fand die einzelnen Kapitel flüssig geschrieben und angenehm zu lesen – trotz des großen Inputs. Außerdem habe ich beim Lesen sofort gespürt, dass die beiden Autorinnen wissen, wovon sie schreiben. Christina Lobe habe ich bereits bei „Yoga Easy“ als erfahrene und toll anleitende „Anusara“-Lehrerin kennengelernt. Dieser Eindruck hat sich bei Lektüre von „Yoga leben“ verstärkt.

 

Yoga leben von Maren Brand und Christina Lobe

 

Meine persönliche Erkenntnis

Mir hat „Yoga leben“ gezeigt, dass ich den Aufbau der Stunden meines Yogalehrers richtig verstanden habe. Denn genau den Eindruck, den ich von seinen Wochenkursen und insbesondere Workshops schon immer hatte (das Hinarbeiten auf einen „Peak Point“ und dass jede Stunde ein bestimmtes Thema hat), arbeiten die beiden Autorinnen als A und O eines gelungenen Unterrichts heraus.

 

Erkenntnis für alle

Für alle, die selbst Yoga unterrichten oder dies in naher Zukunft planen, stellt „Yoga leben“ in meinen Augen ein perfektes Nachschlagewerk dar. Denn neben praktischen Tipps zum Aufbau des Unterrichts – ich fand u.a. die Beispiele zu Flows für unterschiedliche Niveaus sehr interessant – gibt es auch Hinweise, wie es einem gelingt, das Unterrichten mit seiner eigenen Yogapraxis in Einklang zu bringen. So dass man z.B. nicht Gefahr läuft, die eigene Liebe zum Yoga vor lauter Business zu verlieren.

 

Ich beim Bücher-Yoga

Ich beim Bücher-Yoga 😉

 

Das Fazit

Ich habe mir einige Stellen markiert (neben den bereits erwähnten Beispielen für Flows z.B. auch verschiedene Mantra oder eine hilfreiche Frage für mehr Achtsamkeit im Alltag: „Dient es mir in diesem Moment?“). Mir hat „Yoga leben so gut gefallen, dass ich nun „Yoga lehren – Die sieben Schlüssel für einen guten Yogaunterricht“ – das erste Buch der beiden Autorinnen – ebenfalls lesen möchte.

Zusammenfassend kann ich sagen, dass ich „Yoga leben“ allen empfehle, die sich tiefergehend mit dem Aufbau einer Yogastunde beschäftigen wollen. Egal, ob sie ernsthaft mit dem Gedanken spielen, selbst als Yogalehrer*in tätig zu werden oder nicht. Denn das Buch bringt ebenso einen anderen, tieferen Blick auf Yogastunden, die man selbst besucht.

 

4 Kommentare

  1. 30. Oktober 2020 / 13:14

    Das klingt ja echt cool! Ich habe ja auch schon ewig kein Yoga mehr gemacht! Muss ich unbedingt mal wieder ändern 🙂
    Liebe Grüße
    Sarah

    • glimrende
      Autor
      2. November 2020 / 17:36

      Hallo Sarah,
      na da ist die aktuelle Phase ja die perfekte Gelegenheit, um mal wieder Yoga zu testen 🙂

      Herzliche Grüße.

      Stefanie

  2. 15. November 2020 / 08:28

    Hallo liebe Steffi,
    wie du weißt, bin ich auch ein großer Fan von Yoga. Meine Übungen setze ich mit Hilfe von Youtube-Videos um. Dein Buchtipp gefällt mir sehr. Besonders gefällt mir, dass hier auch Vorschläge für Sequenzen zu finden sind. So kann man sich seine eigene Übungsstunde vielleicht auch einfach mal selbst „zusammenbauen“

    Liebe Grüße
    Tanja

    • glimrende
      Autor
      15. November 2020 / 09:50

      Hallo Tanja,
      ja, das mit dem „selbst zusammenbauen“ finde ich eine coole Idee. Es wird ja auch immer wieder empfohlen, einfach mal ohne Anleitung Yoga zu machen, um neue Reize zu setzen.
      Viele Grüße.
      Steffi

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