|Leseliebe| „Alles, was du für mich bist“ von Nora Welling

Die Entscheidung, „Alles, was du für mich bist“ von Nora Welling zu lesen, war eine spontane. Denn ich hatte vorher weder von dieser Reihe noch von der Autorin etwas gehört. In dieser Rezension möchte ich Euch davon erzählen, ob sich das Buch für mich gelohnt hat.

Werbung: das Rezensionsexemplar wurde mir von netgalley kosten- und bedingungslos zur Verfügung gestellt.

 

Alles was du für mich bist von Nora Welling

 

Nuria & Luis

Physiotherapeutin Nuria freut sich auf das Wiedersehen mit ihrem besten Freund. Der ist bis vor kurzem als Kite-Surfer um die Welt getingelt und hatte nur wenig Zeit für seine Sandkastenfreundin. Nach einem schweren Unfall ist er jedoch an den Rollstuhl gefesselt und kehrt auf die Ranch seiner Familie zurück. Nuria setzt alles daran, seine Therapie voranzutreiben und seine Heilungschancen zu verbessern. Im Gegenzug möchte Luis ihr helfen, die große Liebe zu finden. Denn Nuria ist schon seit vielen Jahren unglücklich in Luis‘ großen Bruder verliebt.

 

So viel mehr als nur „New Adult“

Einerseits ist „Alles, was du für mich bist“ von Nora Welling ein typischer „New Adult“-Roman nach dem „Best Friends to Lovers“-Schema. Andererseits bietet diese Geschichte so viel mehr.

Das liegt zunächst am Setting. Denn diese Romanze spielt weder in Nordamerika noch in Deutschland sondern stattdessen in Spanien. Das fand ich eine tolle Abwechslung. Vor allem das es Nora Welling gelingt, die Atmosphäre einer südeuropäischen Ranch in der flirrenden Hitze des Sommers perfekt heraufzubeschwören. Außerdem hat mich die ganze Kitesurf-Sache an „Gegen den Wind“ und somit meine Jugend erinnert. Dass es auf der Ranch Pferde gibt, ist ein weiterer Pluspunkt für mich altes Pferdemädchen…

Auch mutete die Love Story so ganz anders an, was vor allem an Nurias Persönlichkeit liegt. Denn Nuria ist „demisexuell“ was bedeutet, dass sie fremden Menschen gegenüber keine sexuelle Anziehung empfindet. In meinen Augen vereint dieser Punkt sowohl Stärke als auch Schwäche der Geschichte. Denn während dieser Charakterzug von Nuria „Alles, was du für mich bist“ zu etwas besonderem macht, fehlt deshalb automatisch auch ein bisschen das Kribbeln zwischen den Protagonisten. Deshalb finde ich es einerseits großartig, dass die Autorin diesen Weg gewählt hat – gleichzeitig haben mir eben jene fliegenden Funken definitiv gefehlt.

 

Fazit

Trotzdem möchte ich eine Empfehlung für „Alles, was du für mich bist“ aussprechen. Ich fand diese Romanze aufgrund des außergewöhnlichen Settings und der nicht minder außergewöhnlichen Protagonisten sehr bereichernd. Gerne mehr von Nora Welling und solchen Geschichten abseits des Mainstreams.

 

1 Kommentar

  1. Hallo liebe Steffi,
    ich kann den Zwiespalt, den du beim Lesen empfunden hast, nur zu gut verstehen. Einerseits greift die Autorin ein Thema auf, von dem man bislang in Jugendbüchern noch nicht so viel zu lesen bekommen hat. Andererseits kann ich auch verstehen, dass dir durch diesen Umstand auch ein wenig die Emotionen gefehlt haben.

    Dennoch eine Leseempfehlung, die mich gerade sehr anspricht. Vielen Dank, dass du das Buch auf deinem Blog vorgestellt hast.

    Liebe Grüße
    Tanja

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