|Alltagstrott| 5 Dinge, die ich bei meinem Umzug gelernt habe

Eins vorneweg, ich bin total ungeübt, was Umzüge betrifft. Mit einen Eltern habe ich all die Jahre in dem Haus gelebt, das meine Eltern vor meiner Geburt gebaut haben. Zum Studium habe ich vorübergehend im Studentenwohnheim gewohnt. Da habe ich nur minimalen Hausrat hin und her gefahren. Deshalb bin ich in meine vorige Wohnung nach Beendigung des Studiums quasi direkt aus dem Kinderzimmer gezogen. Mitgenommen habe ich Klamotten und sonstigen Kleinkram. Möbel wurden alle neu gekauft. Deshalb war dieser Umzug im August 2019 der erste „echte“ für mich. Aber ich denke, dass ich es ganz gut hinbekommen habe. „Orga“ ist halt schon mein Ding…

 

5 Dinge die bei meinem Umzug gelernt habe

 

1. Auch der Körper eines Büromenschen kann sich an harte körperliche Arbeit gewöhnen.

An den ersten beiden Tagen meiner Umzugswoche ist es mir schwergefallen, einen ganzen Tag zu putzen und zu schleppen. Aber spätestens ab Mittwoch war ich im „Flow“. Nicht einmal der Ausfall des Aufzugs hat mir etwas ausgemacht. Ich habe das Schleppen von Umzugskisten von der Tiefgarage in das Dachgeschoss als kostenloses Training betrachtet. Und der Trainingseffekt ist super schnell eingetreten.

 

2. Ein Gummihammer ist essentiell!

Wir mussten zwei Bücherregale, die ich online bestellt hatte, selbst aufbauen. Das ganze funktionierte nach einem „Klick-System“. Jedoch muss man durch Klopfen nachhelfen, wenn die Teile nicht sofort ineinander passen. Das hatte ich verpeilt und so haben wir uns zu Beginn mit einer Wasserwaage (erzähle ich meinem Vater, dem Besitzer der Wasserwaage, besser nicht) und später mit einem normalen Hammer beholfen. Ihr könnt Euch nicht vorstellen, wie laut das war! Ich hatte Angst, mich direkt bei allen Nachbarn unbeliebt zu machen. Später haben wir doch noch einen Gummihammer im Baumarkt besorgt. Beste Entscheidung EVER! Das ging so viel leiser und leichter. Und auch bei anderen handwerklichen Arbeiten hat der Gummihammer seither treue Dienste geleistet.

 

5 Dinge die bei meinem Umzug gelernt habe

 

3. Organisation is the key.

Ich habe es geschafft, fast alle Anlieferungs- und Auffbautermine in eine Woche zu legen. Das hat viel Zeit gespart und den Umzug unglaublich erleichtert. Natürlich ist mir klar, dass da auch Glück dabei war, denn bei der aktuellen Auftragslage von Handwerkern kann man sich nie sicher sein, ob Termine gehalten werden. Trotzdem: einen Versuch ist es allemal wert.

Ebenfalls unter dieses Stichwort würde ich meine Vorgehensweise, gedanklich Zimmer für Zimmer auszuräumen und so die Umzugskisten nach einem bestimmten Schema zu packen, einordnen. Neben den sehr stabilen Umzugskisten, die ich bei einer Sonderaktion bei einem Discounter gekauft habe (viel besser als die, die man im Baumarkt bekommt), kann ich IKEA-Taschen empfehlen. Die kann man wunderbar mit sperrigerem Umzugsgut oder „Kleinkruscht“ voll packen.

 

4. Ich ≠ Stressesser

Ich bin wirklich das komplette Gegenteil eines Stressessers. Wenn ich viel zu tun habe, vergesse ich das Essen. Und Hunger habe ich schon gleich gar keinen. Bei diesem Umzug habe ich tagsüber selten mehr als eine Packung Schoko-Reiswaffeln und eine Dose Paulaner Spezi (guilty pleasure…) zu mir genommen. Umso schöner war es, an einem Abend mitten im Umzug sich endlich einmal wieder „schick“ anzuziehen und abends beim Vietnamesen Essen zu gehen. Das hat so, so gut getan.

 

5 Dinge die bei meinem Umzug gelernt habe

 

5. Gute Freunde sind Gold wert.

Ich musste niemanden fragen, alle meine Freunde haben von sich aus angeboten, mich beim Umzug zu unterstützen. Das war wirklich toll. Ob das bei sich ständig über Instagram ihre Freundschaft versichernden Influencern auch so wäre, weiß ich nicht. Also ein herzliches Dankeschön an alle helfenden Hände aus dem „real life“, die das hier lesen.

 

So ein Umzug und das Einrichten einer neuen Wohnung ist natürlich auch „work in progress“. Von daher kann es durchaus sein, dass ich die neue Wohnung an der ein oder anderen Stelle noch einmal hier auf dem Blog thematisieren werde…

2 Kommentare

  1. 6. September 2019 / 08:39

    Hallo liebe Steffi,
    dass du ein absolutes Organisationstalent bist, ist mir auch schon aufgefallen. Dass man als Bürokraft bei körperlicher Arbeit schnell an seine Grenzen stößt, ebenso. Ich muss sagen, dass ich manchmal nach einem Tag im Garten doch schon meinen Rücken gespürt habe. Auf jeden Fall ist das aber auch alles eine Frage der Gewohnheit.

    Bei Möbelbestellungen ist mir schon oft aufgefallen, dass beim Aufbau nicht selten etwas schief läuft. Da ist eine Bohrung falsch gesetzt, es fehlt ein Teil und irgendwie passt alles nicht so, wie man es sich gewünscht hat. Ich musste schon oft etwas zurückschicken. Ich freue mich, dass du nun alles hinter dir und diese Hindernisse mit Bravur bestanden hast. :o)

    Ich finde, dass du auch mit dem Belohnungsessen danach alles richtig gemacht hast. Das hat man sich nach dieser Arbeit dann auch verdient :o)

    Ich wünsche dir weiterhin ganz viel Freude mit deiner neuen Wohnung <3

    Ganz liebe Grüße
    Tanja :o)

    • glimrende
      Autor
      11. September 2019 / 19:13

      Hi Tanja,
      vielen Dank für Deinen lieben Kommentar 🙂

      Ja, das mit den falschen Bohrungen / verzogenen Stangen etc. kenne ich auch von Möbeln zum Selbstaufbau. Immer mega nervig. Da hatte ich dieses Mal ziemlich viel Glück.

      Mittlerweile fühle ich mich recht wohl in meiner Wohnung.

      Viele Grüße.

      Steffi

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