|Leseliebe| „I kissed the Boss – Verbotene Gefühle“ von Katrin Frank

„Für all diejenigen, die manchmal an ihre Jugendliebe zurückdenken.“


 "I kissed the Boss - Verbotene Gefühle" von Katrin Frank


„I kissed the Boss – Verbotene Gefühle“

(Hinweis zur Überschrift: „I kissed the Boss“ wird im E-Book auf genau diese Weise geschrieben. Und das ist im Englischen falsch, denn dort würde man bei einem Titel, wenn man sich zur Großschreibung entschließt, auch das Wort „Kissed“ großschreiben).

  • Katrin Frank
  • Chick Lit
  • Deutsch
  • E-Book
  • Das E-Book wurde mir von netgalley für eine Rezension zur Verfügung gestellt.
  • 3 Sterne (von 5 möglichen Sternen)
  • Empfehlung: für alle, die auf der Suche nach schneller, unkomplizierter Strandlektüre sind.

Sina ist frisch verheiratet und möchte in ihrem Job als Graphikerin bei einer großen Firma richtig durchstarten. Als bei einer Firmenfeier die Führungsebene vorgestellt wird, muss sie entsetzt feststellen, dass ihre Jugendliebe Leo im Vorstand sitzt. Die Jugendliebe, über die sie nie wirklich hinweg gekommen ist. Die Jugendliebe, die das große Abenteuer verspricht, ihr aber nicht die Sicherheit geben kann wie ihr Mann Marcel. Trotzdem sprühen jedesmal die Funken, wenn sich Sina und Leo im beruflichen Umfeld begegnen, und es scheint nur eine Frage der Zeit zu sein, bis Sina ihre Ehe aufs spielt setzen wird…

"I kissed the Boss - Verbotene Gefühle" von Katrin Frank

Die grundsätzliche Idee des Buchs hat mir gut gefallen, denn wer schwelgt nicht gerne in Erinnerungen an seine Jugendliebe. Auch das Setting in Österreich und insbesondere rund um den Wörthersee fand ich eine tolle Abwechslung zu den üblichen deutschen Großstädten wie München, Berlin und Hamburg. An Sina und Leo als Hauptdarsteller habe ich ebenfalls nichts auszusetzen, denn ich mochte sie gerne. Die Nebendarsteller wie z.B. Sinas Mann Marcel blieben dagegen recht blass und teilweise (z.B. bei den Kollegen aus ihrem Team wie etwa ihrem direkten Vorgesetzten Werner) wurde auch echtes Potential verschenkt. Das ist schade, vor allem wenn man bedenkt, dass das Buch sehr kurz ist und durchaus ein paar weitere Seiten vertragen hätte.

Oben in den allgemeinen Angaben zum Buch habe ich bereits erwähnt, dass m.E. im englischen Titel ein Fehler enthalten ist. Auch an anderer Stelle hätte das Lektorat Verbesserungspotential gehabt. Ein paar Beispiele:

  • Position 114 in der Kindle-Version: „Dazu bereite ich mir eine kleine Jause vor und setze mich mit diesen Errungenschaften vor den Computer.“ Ich wäre nie auf die Idee gekommen, ein Vesper als „Errungenschaft“ zu bezeichnen und der Duden gibt mir recht, denn dort wird „Errungenschaft“ als etwas, was durch große Anstrengung erreicht wurde, definiert. Also definitiv kein belegtes Brot.
  • Position 1855 in der Kindle-Version: „…streicht anbetend über meinen Bauch…“ Hier hätte es bestimmt ein passenderes Adjektiv gegeben als „anbetend“.
  • Position 2622 in der Kindle-Version: „Wutschäumend greife ich nach der Schwiegermutter und pfeffere sie ihm entgegen.“ Der Begriff hat mich irritiert, jedoch habe ich durch eine Online-Recherche herausgefunden, dass es sich hierbei wohl um einen Klammerentferner handeln soll. Mag sein, dass hier mein Wortschatz zu begrenzt war, aber ich hätte hier einen Begriff gewählt, der mehr im allgemeinen Sprachgebrauch verankert ist als „Schwiegermutter“.

Außerdem wurde „I kissed the Boss“ in dem von mir ungeliebten Präsens verpasst. Allerdings muss ich zugeben, dass ich da schon weit unbeholfenere Romane in der Gegenwartsform gelesen habe. Bei Katrin Frank klingt die Geschichte trotzdem rund und flüssig.

Trotz dieser Schwächen hat mir das Buch einen unterhaltsamen Vormittag beschert, und ich empfehle es vor allem Gelegenheitslesern, die nach einem nicht so umfangreichen Buch für unbeschwerte Stunden am Strand suchen.

 

2 Kommentare

  1. 5. August 2017 / 09:17

    Hallo Steffi,
    hm… ärgerlich, dass dir die Rechtsschreib- und Grammatikfehler ein wenig die Freude an der Geschichte genommen haben. Allerdings freue ich mich, dass du dennoch einen sehr unterhaltsamen Vormittag damit genießen konntest.

    Leichte Lektüre genieße ich sehr gerne zwischendurch, um ein wenig vom Alltag abzuschalten. Derzeit bin ich jedoch dabei meinen SuB erstmal ein wenig abzubauen. Aber vielleicht ist das Buch ja doch etwas für eine Leselücke … :o)

    Ich habe deine Karte auf dem Bildrand entdeckt. Versuchst du dich auch gerade am Handlettering? Ich habe das Hobby gerade ganz neu für mich entdeckt und übe derzeit fleißig an meinem Zeichenstil.

    Bei deiner Karte bekommt man gleich Lust auf Sonne, Strand und Meer <3

    Ganz liebe Grüße
    Tanja :o)

    • 6. August 2017 / 09:37

      Hallo Tanja,
      das Buch ist definitiv etwas für zwischendurch, denn es ist wirklich sehr kurz.

      Lustig, dass Du auch an Deinem SUB arbeitest. Ich habe eigentlich gar keinen richtigen SUB, bin aber kurz davor einen aufzubauen, deshalb habe ich jetzt die Notbremse gezogen und lese erst einmal die Bücher, die schon auf meinem Nachtisch liegen.

      Ja, ich versuche mich auch an Lettering. Allerdings habe ich echt eine schreckliche Handschrift (wurde sogar schon gefragt, ob ich Arzt bin 😀 ) und mir fällt ein bisschen die Geduld zum Üben…

      Viele Grüße,
      Steffi

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