|DIY| Fotobuch 2019 erstellen – Anleitung

Für mich gehört zu meinem persönlichen Jahresabschluss dazu, das vergangene Jahr durch das Erstellen eines Fotobuchs abzuschließen. Fotoalben generell haben in meiner Familie eine lange Tradition. Seit 2011 bin ich dazu übergegangen,  jedes Jahr in Form eines Fotobuchs Revue passieren zu lassen. Heute möchte ich diese Fotobücher vorstellen. Und außerdem eine kurze Anleitung geben, wie ich so ein Fotobuch erstelle.

 

Fotobuch Tipps

Das Cover meines letzten Fotobuches.

 

1. Unterjährige Orga

Wie so oft im Leben heißt es auch hier: Preparation is the key! Das bedeutet, dass ich im Prinzip bereits jetzt die ersten Vorbereitungen für mein Fotobuch 2020 treffe. Denn ich organisiere die Fotos des laufenden Jahres in Ordnern, die ich mit Datum und Kurzbeschreibung benenne. Also z.B. „2020-01-01 Neujahr“. Mit dieser Methode habe ich alle meine Fotos am Ende des Jahres bereits in chronologischer Reihenfolge vorsortiert. Und Ihr glaubt gar nicht, wie hilfreich das am Ende des Jahres sein wird. Denn so habt Ihr bereits die Reihenfolge, die Ihr für die Erstellung des Fotobuchs brauchen werdet, parat.

 

Fotobuch 2019 erstellen

Der Stapel meiner gesammelten Werke. Wer genau hinschaut, wird entdecken, dass 2018 fehlt. Und das Jahr muss ich auch tatsächlich noch nacharbeiten.

 

2. Smartphone nicht vergessen

Ganz wichtige Ergänzung in Zusammenhang mit Tipp 1: vergesst die Fotos auf Eurem Smartphone nicht. Zumindest bei mir ist es so, dass ich die Bilder von der Kamera meist direkt auf mein Notebook übertrage. Fotos auf dem Handy hingegen lässt man gerne dort „versauern“. Mit dem Ergebnis, dass man sie bei Erstellung des Fotobuchs vergisst. Vor allem weil diese sich auf dem Smartphone nicht nur im eigentlichen Fotoordner befinden. Bilder, die man von Freunden geschickte bekommt, verstecken sich gerne auch in WhatsApp-Chats und gehen dort komplett unter.

 

Tutorial Fotobuch

Farbkonzept lila – das sind die kreativen Spielereien, die ich liebe.

 

3. Datensicherung

Aus eigener leidvoller Erfahrung möchte ich den folgenden 08/15-Tipp nicht unter den Tisch fallen lassen: immer an die Datensicherung denken! Ich sichere mittlerweile auf ein externes Medium und belasse als weiteres BackUp die Bilder, bis ich das Fotobuch in Händen halte, zusätzlich auf der Speicherkarte meiner Kamera. Die Fotos 2019 lösche ich also erst jetzt von der Speicherkarte.

 

Tipps Erstellen Fotobuch

Die Rückseite meines Fotobuchs fürs Jahr 2019.

 

4. Fotos aussortieren

Zum Ende des Jahres kopiere ich alle Fotoordner (die sich – wie oben beschrieben – bereits automatisch in korrekter Reihenfolge befinden) und beginne damit, die Bilder zu löschen, die ich nicht in meinem Fotobuch haben möchte. So herum ist es viel einfacher, als wenn man die Fotos, die man verwenden möchte, mühsam „zusammenkopiert“.

 

Fotobuch Tutorial

Die gesammelten Werke von hinten.

 

5. Anbieter auswählen

Eigentlich war das in der Vergangenheit ein „No-Brainer“ für mich. Ich habe meine Fotobücher über „CEWE“ erstellt und bei meinem Lieblingsdrogeriemarkt DM abgeholt. In diesem Jahr war ich jedoch zum ersten Mal mit der Qualität überhaupt nicht zufrieden. Denn vier Doppelseiten wurden verschoben gedruckt, so dass sich jeweils ein weißer Rand ergeben hat und eine Seite über den Falz in der Mitte hinausgeragt ist. Ich habe das direkt reklamiert. Aus Umweltschutzgründen habe ich keinen Neudruck verlangt sondern einen Preisnachlass angeboten. Darauf wurde jedoch nicht eingegangen. DM war nur zum Neudruck bereit. Was ich persönlich als reine Verschwendung von Ressourcen ansehe. Und das passt zur Unternehmensphilosophie von DM so überhaupt nicht. Ich wäre bereit gewesen, das fehlerhafte Fotobuch zu behalten, allerdings eben nicht zum Originalpreis. Und nun kommt die Krönung: auch im zweiten Druck waren dieselben Fehler enthalten. Immerhin wurde mir im Anschluss der Kaufpreis erstattet. Aber das hätten sie schneller, billiger und umweltfreundlicher haben können.

Aktuell bin ich aufgrund dieses Vorfalls ein bisschen am Testen und kann Euch noch nicht sagen, mit welchem Anbieter ich beim nächsten Fotoprodukt arbeiten werde.

 

Fotobuch Tutorial

Eines meiner Lieblingsbilder auf der Rückseite.

 

6. Fotos einfügen

Nun geht es an die eigentliche Arbeit am Fotobuch: ich beginne damit, die Fotos einzufügen. Hier gibt es eine Vielzahl an Möglichkeiten: Fotos nebeneinander anordnen. Oder lieber überlappend. Mit einem großen eigenen Foto als Hintergrund arbeiten. Alternativ kann man auch auf Hintergründe des Anbieters zurückgreifen. Ich versuche hier mit allen Stilmitteln zu arbeiten und eine bunte Mischung zu finden.

 

Tutorial Fotobuch

Farbkonzept grün.

 

7. Rahmen, Cliparts und andere Spielereien

Im nächsten Durchgang geht es an den Feinschliff. Ich möchte mit vom Fotobuch-Anbieter zur Verfügung gestellten Rahmen und Cliparts mehr Varianz in mein Fotobuch bringen. Übertreiben sollte man es aber nicht. Denn sonst entsteht zu viel Unruhe.

 

Tutorial Fotobuch

Auch mit reinen Landschaftsbildern lassen sich tolle Effekte erzielen.

 

8. Texte

Ich persönlich finde Texte sehr wichtig. Denn nur so weiß man auch in 20 Jahren noch, wer und was auf den Bildern zu sehen ist. Auch das Einfügen eines Datums ist für mich essentiell. Denn so kann ich in meinem Fotobuch 2011 nachschlagen, wo ich dort an meinem Geburtstag z.B. war. Trotzdem eine kleine Vorwarnung: das Einfügen des Texts ist recht aufwändig. Denn man muss sowohl bei der Textfarbe als auch der Textgröße variieren, damit die Texte auch tatsächlich lesbar sind. Außerdem besteht hier natürlich die Gefahr von Rechtschreibfehlern oder Zahlendrehern. Also am Ende alles noch einmal mit Abstand und in Ruhe Korrektur lesen.

 

Tutorial Fotobuch

Manche Fotos brauchen Größe, um zu wirken. So auch mein Lieblingsfoto 2019.

 

9. Finale, oho…

Nun heißt es nur noch das Fotobuch hochladen, bestellen und in wenigen Tagen das fertige Werk in Händen halten, yay.

 

Ihr seht, so schwer ist der Entstehungsprozess gar nicht. Ich habe bereits hier darüber geschrieben. Natürlich ist es zeitaufwändig. Aber wenn man gerne kreativ ist, ein bisschen ein Gefühl für Formen und Farben hat, dann macht es auch richtig viel Spaß. Und wie bereits eingangs erwähnt, für mich ist es die schönste Art, mit einem Jahr abzuschließen. Quasi eine Schleife um all die Erinnerungen des Jahres zu machen. Testet es!

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