|Alltagstrott| Leselaunen #37 – Holiday on Ice und ein Abschied

Auch diese Woche übernimmt Jill von Letterheart in Abwesenheit von Nicci die Organisation der „Leselaunen“. Und ich bin gerne wieder mit dabei, denn für mich gehört dieser Wochenrückblick mittlerweile zur „Wochenendroutine“.

 

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Aktuelle Bücher

Shame on me, aber an dem „Feurigen Auge“ der Dreifragezeichen-Reihe hänge ich noch immer fest.

Dafür bin ich mit meinem erst diese Woche begonnen Hörbuch „Die Schwestern vom Ku’damm – Jahre des Aufbaus“ von Brigitte Riebe hervorragend voran gekommen und liege bereits in den letzten Zügen. Wenn ich mich aktuell für ein Lieblingsgenre entscheiden müsste, dann wäre es ganz klar der historische Roman aus dem 19./20. Jahrhundert. Da könnte ich gerade Buch um Buch verschlingen. Was mich hingegen so überhaupt nicht reizt, ist das Genre „New Adult“ / „Chick Lit“. Da hatte ich in den letzten Jahren wohl eine Überdosis…

Gestern Abend hatte ich eine Premiere: ich habe mein erstes Manga EVER gelesen! Und ich fand es richtig, richtig gut. Was eine kleine Sensation ist, denn ich konnte als Kind weder mit Comics noch mit Zeichentrickfilmen etwas anfangen. In „Perfect World 1“ von Rie Aruga geht es um die Liebe zwischen zwei ehemaligen Schulkameraden. Das Besondere: der Junge sitzt bei ihrem Wiedersehen im Rollstuhl. Genau darauf liegt der Fokus der Geschichte: kann so eine Beziehung zwischen zwei Menschen mit und ohne Handicap funktionieren? Sehr realistisch und unkitschig umgesetzt.

 

Perfect World

Manga!

 

Meine Lesestimmung

Es war viel los diese Woche. Also lag der Fokus weniger auf klassischen Büchern. Dafür habe ich umso intensiver mein aktuelles Hörbuch konsumiert. Dieses Medium kann ich jedem ans Herz legen, der Unterhaltung beim Putzen oder Bügeln sucht. Plötzlich ist Hausarbeit nur noch halb so lästig!

 

Zitat der Woche

„Die Rennen bei der WM in Åre werden meine letzten sein.“

Aksel Lund Svindal

Ja, es war abzusehen. Mein Sportfanherz hat am Samstag Abend trotzdem geblutet.

 

Tipp der Woche

Wie liest du nur so viel? Die Antwort auf diese beliebte Frage und weitere Gedanken.“ von „I am Jane“.

 

Holiday on Ice Stuttgart

Eine Impression von „Holiday on Ice“.

 

Und sonst so?

Eine ereignisreiche Woche liegt hinter mir:

 

Wenn Männer navigieren…

Am Dienstagabend war ich mit Kollegen saulecker vietnamesisch essen. War zudem mal wieder eine Lehrstunde zum Thema „Männer und Navigation“. Männer: „Wie fährst Du da hin? Gehst Du Nord oder Süd runter?“ Ich: „Ich fahre so, wie das Navi mich leitet.“ Wozu habe ich ein Navi, wenn ich es doch überstimme? Als Deko? Dann kann ich gleich in althergebrachter Manier mit Karten navigieren.

 

Holiday on Ice Stuttgart

Nicht der Hogwarts Express sondern „Holiday on Ice“!

 

Heiß auf Eis

Ein Highlight jagte das nächste und am Donnerstag war ich bei „Holiday on Ice“ in Stuttgart. Gemeinsam mit einem Haufen mehr oder weniger lokaler Sportprominenz, die ausufernd begrüßt wurde: Tina Riegel & Andreas Nischwitz, Norbert Schramm (dessen angeblich noch immer legendäre Pirouetten gelobt wurden) und Karl Allgöwer (besonders rührend angekündigt „So oin wie ihn könntet mir beim VFB aktuell gebrauche!“). Wer mich kennt, mag sich wundern, wie ich bei einer Show wie „Holiday on Ice“ gelandet bin, wo ich doch lieber echten Sport schaue als diesen mit Akrobatik garnierten Glamour. Nun ja, die Liste der Läufer war schuld daran. Da sind nämlich Sportler dabei, die auch an EM, WM und den Olympischen Spielen teilgenommen habe: Valentina Marchei, Alexei Rogonov, Rohene Ward etc. Wir hatten sogar eine der Shows ausgesucht, bei denen Savchenko & Massot auftreten sollten.

Der Besuch hat sich tatsächlich gelohnt. Wenn man vom etwas weit hergeholten Storytelling, dem eher ungeschickten Einbau von Savchenko & Massot in die Show und einer stark an Florian Silbereisen erinnernde Motorradeinlage absieht, war es ein sehr unterhaltsamer Abend. Valentina Marchei scheint für die Rolle der Diva, die sie spielt, geboren zu sein. Ihr Partner (ein ehemaliger amerikanischer Juniorenpaarläufer) war die perfekte, eher zurückhaltende Ergänzung. Und Alexei Rogonov, den ich schon als russischen Paarläufer mochte, war richtig großartig. Von mir beide Daumen nach oben für diese Show. Nur für die Lautstärke der Musik waren wir einerseits zu alt (halt einfach keine Teenager mehr) und andererseits zu jung (Hörgerät brauchen wir noch keins) 😀 .

 

Aksel Lund Svindal

Aksel Lund Svindal in Garmisch 2013.

 

Wenn eine Sportwelt zusammenbricht…

Das Wochenende war eher ruhig und arbeitsreich (kochen, putzen, aufräumen, shoppen, joggen, Eiskunstlaufen im TV schauen). Sowohl am Freitag als auch am Samstag bin ich abends in meinem Sessel eingeschlafen und benommen wieder aufgewacht. Am Samstag habe ich noch ein bisschen auf Instagram gelesen. Und bin dabei über die Neuigkeit gestolpert, dass Aksel nach der WM in Åre zurücktreten wird. Ja, ich wusste, dass das kommen wird. Eine Welt ist trotzdem zusammengebrochen. Er ist seit der WM 2007 (ebenfalls in Åre – das Leben schreibt einfach die besten Geschichten…) mein absoluter Lieblingssportler. Mit dem ich durch alle Höhen und Tiefen gegangen bin. Eine Ära geht zu Ende, und ich weiß nicht, ob ich noch einmal einen solchen Lieblingssportler finden werde. So muss sich ein Fußballfan fühlen, wenn sein Lieblingsclub absteigt. Für mich der schlimmste Sportmoment seit der unsäglichen Paarlauf-Konkurrenz 2002 in Salt Lake City. Ironischerweise habe ich wenige Minuten nach der Aksel-Geschichte herausgefunden, dass meine liebste Paarläuferin aller Zeiten (Ekaterina Gordeeva) jetzt mit einer an dem Paarlaufskandal von 2002 beteiligten Personen zusammen ist. Kannste nicht erfinden…

 

Nächste Woche wird spannend. Ich „navigiere“ unter anderem mit einem männlichen Kollegen nach Österreich. Das kann was werden.

2 Kommentare

  1. 31. Januar 2019 / 19:09

    Huhu liebe Steffi,
    also was das Thema Vertrauen ins Navi angeht, kann ich dir nur sagen: Sei vorsichtig :o) Das Navi hat mich schon einmal mitten aufs Feld gelockt und da ging dann gar nichts mehr weiter. Ein anderes Mal bin ich falsch in eine Einbahnstraße navigiert worden. Ein Navi ist definitiv ein guter Fortschritt, aber, es hat nicht immer Recht ;o)

    Vietnamesich war ich auch schon mal essen. Ich mag dieses Essen auch unheimlich gerne. :o)

    Du hast in dieser Woche wirklich sehr viel erlebt. Die Holiday on Ice Bilder sehen so schön aus. Ich freue mich, dass du so schöne Erlebnisse sammeln durftest <3

    Ganz liebe Grüße
    Tanja :o)

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