|Leseliebe| „Two Can Play“ von Ali Hazelwood

Mit Ali Hazelwood verbindet mich eine Art Hassliebe. Ihr Jugendbuch „Check & Mate“ fand ich grandios. Ihre Romance-Titel hingegen haben mich nicht immer überzeugt. Die Liebesszenen finde ich meist cringe und ihre Vorliebe für (in jeglicher Hinsicht) riesige Männer etwas übertrieben. „Two Can Play – Die spielerische Weiterentwicklung von Liebe“ wollte ich trotzdem eine Chance geben, da ich Gaming-Romance mag.

Werbung: das Hörbuch wurde mir von Netgalley kosten- und bedingungslos zur Verfügung gestellt.

 

Two Can Play_Die spielerische Weiterentwicklung von Liebe_Ali Hazelwood

 

Showdown auf der Berghütte

Zwei verfeindete Studios müssen gemeinsam ein neues Game entwickeln. Als Team-Building-Maßnahme werden beide Teams auf eine einsame Berghütte verfrachtet, wo sich alle Beteiligte in winterlicher Einsamkeit beruflich und privat näher kommen sollen.

Für Viola ist es die Chance ihres Lebens, denn sie liebt das Buch, auf dem das Game basiert. Leider hat die Sache einen Haken, denn im anderen Studio arbeitet ausgerechnet Jesse. In den sie sich einst bei ihrer ersten Begegnung verliebt hat. Der ihr jedoch seither unmissverständlich die kalte Schulter zeigt. Mit diesem Eisklotz will Viola auf keinen Fall gemeinsam an ihrem Herzensprojekt arbeiten…

 

Viel Liebe für das Setting und den Aufbau der Geschichte

Höre ich da verschneite Berghütte? Das ist genau mein Setting! Natürlich ist es ziemlich klischeehaft, wenn zwei potentielle Enemies to Loves ausgerechnet dort eingeschneit werden. Und ihre Zimmer direkt nebeneinander liegen. Es on top auch noch einen Whirlpool hat… Ich habe diesen Schauplatz trotzdem geliebt und mich ab Minute 1 in der Umgebung wohlgefühlt.

Dass die Geschichte überwiegend aus Violas Perspektive erzählt wird, hat mir ebenfalls gut gefallen. So hatte „Two Can Play“ mehr Spannung, als wenn ich beim Lesen von Anfang an in Jesses Gedankenwelt hätte eintauchen können. Mir war trotzdem relativ schnell klar, was der Grund für Jesses abweisendes Verhalten ist. Das fand ich ein bisschen schade, da mir so der Überraschungsmoment gefehlt hat.

Die angespannte Stimmung zwischen den beiden Teams und  die Schlagfertigkeit, mit der sich bekriegt wird, waren genau nach meinem Geschmack. Ich empfand die ganzen Kolleginnen und Kollegen als so spannend, dass ich mich unweigerlich gefragt habe, warum Ali Hazelwood nur eine Novelle und kein ganzes Buch aus dieser Idee kreiert hat. Für mich hätte vor allem der Nebenplot mit den beiden Chefs so viel mehr Potenzial gehabt.

 

Minuspunkt: Liebesszenen

Bei aller Euphorie: Die expliziten Szenen aus der Feder von Ali Hazelwood und ich werden ich in dem Leben keine Freunde mehr. Wahrscheinlich kann man mir vorwerfen, dass ich den Realismus nicht vertrage. Damit kann ich leben, trotzdem muss ich an der Stelle erwähnen, dass ich, sobald Viola und Jesse auf dem Weg ins Bett waren, gedanklich abgeschweift bin.

 

Fazit

Neben ihrem Steckenpferd „Wissenschaftsromance“ würde ich gerne mehr aus der Welt des Gamings von Ali Hazelwood lesen. Denn auch dort scheint sie den nötigen Einblick zu besitzen. Das hat Spaß gemacht und war eine tolle Abwechslung.

 

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