|Wanderlust| Slowenien – Ausflug nach Grožnjan, Piran und Trieste

Grožnjan

Ein Gässchen in Grožnjan.

Donnerstag, der 31.08.2017

Heute sollte unser zweiter Ausflug stattfinden. Hierzu wurde wir pünktlich um 9.00 Uhr von unserem Fahrer und Guide direkt am Hotel abgeholt. Dieses Mal war es ein Mann mittleren Alters, der gleich mit einer Überraschung aufwartete: wir würden heute seine einzigen Mitfahrer sein. Genau die Situation, die wir um jeden Preis hatten vermeiden wollen. Ich muss sagen, am Anfang fand ich es auch sehr anstrengend, denn gerade morgens habe ich keine Lust zu reden und wenn man mit einem Guide alleine ist, fühlt man sich dazu quasi verpflichtet. Zum Glück hat sich aber herausgestellt, dass man zwar die Fahrtzeit und eine kurze Einführungszeit an den einzelnen Zielen gemeinsam verbringen würde, wir aber anschließend alleine durch die Städte schlendern durften.

Markt in Grožnjan

Markt in Grožnjan

Kunsthandwerk in Grožnjan

Kunsthandwerk in Grožnjan

Als erster Haltepunkt stand das Bergdorf Grožnjan auf dem Programm. Die Fahrt dorthin zeigte mal wieder auf, welche Vorteile die EU und das Schengen Abkommen mit sich bringen: Kroatien ist zwar EU-Mitglied, gehört aber nicht zum Schengen Raum, weshalb Grenzkontrollen stattfinden. Entsprechend zäh war die Fahrt nach Kroatien und wieder zurück.

Wunderschönes Grožnjan

Wunderschönes Grožnjan

Grožnjan liegt in Istrien und hat eigentlich eine traurige Vergangenheit, denn die dort lebende italienische Minderheit hat das Dorf nach dem 2. Weltkrieg verlassen, da die Menschen nicht im kommunistischen Jugoslawien leben wollten. Grožnjan wurde zu einem von vielen Geisterdörfern dieser Region. Dies änderte sich, als man begann, in Grožnjan Künstler anzusiedeln. Mittlerweile hat sich das Bergdorf zu einem touristischen Geheimtipp entwickelt, der noch nicht zu überlaufen ist. Mir hat es dort sehr gut gefallen, und ich würde auch behaupten, dass dieser Ort mit seinen kleinen Gässchen die perfekte Kulisse für Fashionblogger ist. Mich hat Grožnjan an die mallorquinischen Bergdörfer Deia und Valldemossa erinnert.

Kleine Läden in Grožnjan.

Kleine Läden in Grožnjan.

Istrien - ein bisschen sieht es aus wie die Toskana.

Istrien – ein bisschen sieht es aus wie in der Toskana.

Nach einer 3/4 Stunde setzten wir die Fahrt nach Piran/Slowenien fort. Slowenien besitzt einen nur 47 km langen Küstenabschnitt, der trotzdem wunderschön ist. Wir fuhren zunächst durch Portoroz, einen Badeort, der genauso auch in Spanien liegen könnte. Ich könnte mir vorstellen, dort zwei, drei Tage im Rahmen eines Slowenien-Roadtrips (von dem ich schon träume…) am Meer zu verbringen.

Statue von Tartini in Piran

Statue von Tartini in Piran

Marktplatz von Piran

Marktplatz von Piran

Piran selbst ist wunderschön: direkt am Meer gelegen, mit einem beeindruckend Marktplatz und historischen Gebäuden erinnert es an ein ruhigeres, weniger überlaufenes und wahrscheinlich auch besser riechendes Venedig. Wir haben uns dort zunächst mit einem kleinen Snack in einer Bar direkt an der Strandpromenade gestärkt, und ich fand es so beruhigend, einfach nur dazusitzen und auf das Meer zu schauen.

Blick auf den Marktplatz von Piran

Blick auf den Marktplatz von Piran

Der Aufstieg hat sich gelohnt: Piran von oben.

Der Aufstieg hat sich gelohnt: Piran von oben.

Anschließend haben wir trotz Hitze einen Turm bestiegen, von dem man einen fantastischen Blick auf Piran hat. Die Aussicht wurde kurzzeitig von einer sehr lauten, auf Krawall gebürsteten kanadischen Familie gestört. Da fahren wir doch lieber alleine mit Guide im Bus als mit so einer Begleitung…

Das Meer vor Piran

Das Meer vor Piran

Der Hafen von Piran

Bei der Einfahrt nach Trieste waren wir überrascht, wie groß und industriell die Stadt ist. Das alte, direkt am Meer gelegene Zentrum von Trieste konnte uns trotzdem überzeugen, da es viele Gebäude aus der habsburgischen Zeit beinhaltet.

Kanal in Trieste

Wunderschöne Häuserzeile in Trieste.

Wunderschöne Häuserzeile in Trieste.

Und woran merkt man, wenn man, dass man in Italien ist? Wenn die Menschen plötzlich wahnsinnig gut gekleidet sind. Und zwar egal in welcher Altersklasse und nicht wie in Deutschland, wo ab einem bestimmten Alter nur noch flache Schuhe getragen werden und „North Face“ die In-Marke zu sein scheint. Apropos, ist es schon jemand anders aufgefallen, dass man 90% der deutschen Touristen im Ausland am Aussehen und Kleidungsstil erkennt? Eher praktisch gekleidet, die älteren Herren gerne mit beigen Westen mit vielen Taschen, die Damen mit ebenso praktischer Kurzhaarfrisur. Man hat wirklich eine hohe Trefferquote.

Ein weiteres untrügliches Zeichen, dass man in Italien ist: wenn einem die Männer hinterher pfeifen…

Der Hafen von Trieste.

Der Hafen von Trieste.

Neben einem Bummel durch die Innenstadt haben wir uns in Trieste ein leckeres Eis gegönnt.

Golden Hour in Trieste - DIE Gelegenheit, um Bilder zu machen.

Golden Hour in Trieste – DIE Gelegenheit, um Bilder zu machen.

In Ljubljana haben wir uns am voraussichtlich letzten lauen Abend noch einmal ein Essen in unserem (etwas gehobeneren) Lieblingsrestaurant „Robba“ gegönnt. Ich hatte grüne Nudeln mit Spargel. Sooo lecker…

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