|Leseliebe| „The Promise – Der goldene Hof“ von Richelle Mead / Rezension

Die „Vampire Academy“- und „Bloodlines“-Serie von Richelle Mead gehört zu meinen absoluten Favoriten im Bereich Fantasy. Adrian Ivashkov ist hierbei einer meiner liebsten männlichen Charaktere EVER. Deshalb war ich sehr gespannt, wie Richelle Meads neues Werk, dessen Cover mich sofort verzaubert hat, hier mithalten kann.

The Promise - der goldene Hof von Richelle Mead

„The Promise – Der goldene Hof“

  • Richelle Mead
  • Fantasy
  • Deutsch
  • E-Book
  • Das E-Book wurde mir von netgalley für eine Rezension zur Verfügung gestellt.
  • 3,5 Sterne (von 5 möglichen Sternen)
  • Empfehlung: für alle, die Fantasy und den „Bachelor“ mögen.

Auf den ersten Blick mag man vermuten, dass die junge Adlige Elizabeth ein privilegiertes, nahezu perfektes Leben im goldenen Käfig führt. Dabei kämpfen sie und ihre Großmutter mit Geldproblemen und der große Name ihrer Familie scheint nur durch eine gewinnbringende Verheiratung von Elizabeth mit einem reichen Mann zu retten zu sein. Diese möchte jedoch lieber auf eigenen Beinen stehen und ergreift ihre Chance, mit einer ihrer Zofen die Rolle zu tauschen. Kurze Zeit später befindet sich Elizabeth unter falschem Namen am goldenen Hof wieder, wo sie mit anderen Mädchen aus einfachen Verhältnissen auf eine Zukunft an der Seite eines Mannes im fernen Adoria vorbereitet wird. Cedric Thorn, dessen Vater die Ausbildung der Mädchen organisiert, wird ihr in dieser Zeit ein wichtiger Verbündeter – und vielleicht sogar ein bisschen mehr…

The Promise - der goldene Hof von Richelle Mead

Als ich den Klappentext von „The Promise – Der goldene Hof“ gelesen habe, musste ich unweigerlich an die Sendung „Der Bachelor“ denken: eine Gruppe von Frauen, die in einem Haus untergebracht ist, um sich auf der Suche nach dem Mann fürs Leben gegenseitig auszustechen.

Im ersten Teil des Buches steht auch genau dieses Szenario im Mittelpunkt. Später entwickelt sich die Geschichte eher zu einem Abenteuerroman, dessen Schauplatz mich stark an den Wilden Westen erinnert hat. Ich fand diesen „abenteuerlichen“ Teil, in dem sich Elisabeth zum ersten Mal in ihrem Leben so richtig beweisen muss, wesentlich spannender als den Anfang, der für meinen Geschmack zu langatmig erzählt wurde und entsprechend zäh zu lesen war.

Auch die deutsche Übersetzung fand ich an der ein oder anderen Stelle wenig gelungen. Warum muss man jetzt schon in Büchern (und nicht nur in der Umgangssprache oder bei Geschreibsel im Internet) auf den Genetiv verzichten? „Gemäß seinem Vorschlag war Ajana diejenige…“ hört sich einfach furchtbar an. Wenn wir so weitermachen, schaffen wir Deutschen es tatsächlich, den Genetiv mit Hilfe des Dativs aussterben zu lassen…

Elizabeth und Cedric fand ich im Zusammenspiel miteinander sehr charmant  und sympathisch. Das alternative Universum, das sich Richelle Mead in „The Promise – Der goldene Hof“ zusammenbaut, hat mir ebenfalls gut gefallen. Trotzdem ist der Funke insbesondere zu Beginn des Buches nicht wirklich übergesprungen, und ich habe mich mehr schlecht als recht durch die Seiten gequält. Wie bereits oben erwähnt, wurde es im zweiten Teil besser, trotzdem konnte mich „The Promise – Der goldene Hof“ nicht komplett überzeugen, und ich denke nicht, dass ich die weiteren Bände der Reihe – die bereits im vorliegenden Band angeteasert wurden –  lesen werde. So lautet mein Gesamtfazit „wunderschönes Cover aber leider nicht ganz so viel dahinter…“.

5 Kommentare

  1. 24. Oktober 2017 / 16:42

    Hallo Steffi,
    das ist ja lustig, gerade habe ich auf einem anderen Blog von dem Buch gelesen und schon finde ich bei dir auch eine Rezension dazu :o) Dieses Buch interessiert mich derzeit ja auch sehr. Ich finde die Geschichte klingt so ähnlich wie die von Selection. Hast du die Selection-Reihe gelesen? Siehst du da Parallelen?

    Schade, dass das Buch dich dann doch nicht in allen Punkten voll von sich überzeugen konnte. Ich muss mal sehen, ob es letztlich bei mir einziehen darf oder nicht ;o)

    Ganz liebe Grüße
    Tanja

    • glimrende
      24. Oktober 2017 / 20:02

      Hallo Tanja,
      „Selection“ hatte ich schon ganz verdrängt… Mag daran liegen, dass ich mich für die Reihe beim Lesen ein bisschen zu alt gefühlt habe 😉 Das Thema von „Selection“ und „The Promise“ scheint auf den ersten Blick ähnlich zu sein, aber tatsächlich fand ich die Bücher nicht ähnlich. „The Promise“ ist keine reine Romanze sondern eher ein Abenteuerroman, was mir prinzipiell besser gefällt. Ich hätte „The Promise“ auch wirklich gemocht, wenn es im ersten Teil weniger langatmig gewesen wäre.

      Falls Du es lesen wirst, bin ich gespannt, wie es Dir gefällt.

      Viele Grüße,
      Steffi

  2. 26. Oktober 2017 / 07:48

    Meh wie schade, dass das Buch so wenig überzeugen kann, ich werde es glaube nicht lesen. Rechtschreibung und Grammatik sollte in lektorierten Büchern schon passen. Bei SP kann ich in Maßen drüber sehen, aber bei Verlagsbüchern, meh!

    Aber das Cover ist wunderschön, es spricht mit total an, aber gut, es kommt eben mehr auf den Inhalt und nicht aufs Aussehen an ^^

    Liebste Grüße

    Vivka

    • glimrende
      26. Oktober 2017 / 20:25

      Hallo Vivka,
      vielen Dank für Deinen Kommentar.

      Ist natürlich Geschmacksache, dass mich „The Promise“ nicht überzeugen konnte, aber ich habe – da es mich überrascht hat, dass ich mit einem Buch von Richelle Mead, deren Bücher ich ansonsten sehr gerne mochte, nicht warm geworden bin – ein bisschen recherchiert und „The Promise“ hat insgesamt eher durchschnittliche Rezensionen bekommen. Von daher liegt es wahrscheinlich nicht nur an mir 😉

      Viele Grüße,

      Steffi

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