Im Lesemonat März 2026 konnte ich meinen Standard aus den Vormonaten halten und habe erneut 6 Bücher beendet. Diese teilen sich auf in 3 klassische Bücher, 2 E-Books und 1 Hörbuch. 5 der Bücher waren auf Deutsch, 1 auf Englisch. Es war ein toller Lesemonat, bei dem ich mit der Veröffentlichung etwas in Verzug geraten bin, da ich diverse Einzelrezensionen zu Rezensionsexemplaren zeitnah posten wollte.
Jahreshighlight
Ganz knapp Fehlanzeige.
Super gute Bücher

„The Iced Caramel Coffee Agreement“ von Kyra Groh
- Eleanore ist die Hilfsbereitschaft und Bravheit in Person. Jeder in Lower Whilby mag und schätzt sie. Aber begehrenswert scheint sie niemand zu finden. Einerseits hat sich Eleanore mit ihrer Rolle abgefunden und schlüpft dafür sogar in ein unförmiges Bienenkostüm (don’t ask…). Andererseits würde sie gerne ihre wilde Seite ausleben. Nur wie? Und mit wem?
- Dex ist als Musiker gescheitert und hat weder sein Leben noch seine Gesundheit im Griff. Deshalb sucht er Unterschlupf bei seinem verlässlichen, älteren Bruder in Lower Whilby. Ohne zu ahnen, dass er einst das Teenie-Leben von Eleanore völlig auf den Kopf gestellt hat. Denn die hat sich bei einem Jahre zurückliegenden Auftritt rettungslos in Dex verliebt.
- Die beiden gehen einen Deal, der Dex helfen soll, wieder zu sich selbst zu finden. Eleanore soll im Gegenzug die Möglichkeit erhalten, all die Dinge zu testen, die sie sich bislang nicht getraut hat. Dabei kommen die zwei sich unweigerlich viel näher als geplant…
Hach, das war einfach schön und wholesome. Eleanore mit ihrem großen Herzen und ihren Selbstzweifeln war eine wundervolle Protagonistin und Dex mit all seinen Päckchen ein nicht minder ungewöhnlicher Protagonist. Optisch und auch inhaltlich hätten sie nicht weiter von der typischen Rockstar-Romance der 2010er Jahre entfernt sein können.
Deshalb war ich am Anfang auch ein bisschen unsicher. Würde ich wirklich den Vibe zwischen den beiden nachfühlen können? Diese Frage kann ich aus ganzem Herzen mit „Ja!“ beantworten.
Besonders gut gefallen haben mir außerdem der Frühling in Lower Whilby sowie die Festival Vibes.
Ich freue mich schon jetzt riesig auf den 29.10.2026 (OMG, das wird nach der FBM sein!), wenn der finale Band erscheinen wird. Auf die dortige Protagonistin bin ich ganz besonders gespannt.
„Gekommen um zu bleiben“ von Madeleine Becker
- Endlich scheinen „Frau Freudig“, ihr Freund Lukas und die Tiere im „Haus im Wald“ eine Heimat gefunden zu haben. Dieser Neuanfang kostet jedoch beinahe genauso viel Kraft wie die schwierigen Familienverhältnisse, die sie auf dem alten Hof in Kärnten hinter sich gelassen haben.
- In verschiedenen Kapitel erzählt Madeleine von den Tieren, ihren eigenen Struggles mit Krankheiten, Verletzungen und ihrer mentalen Gesundheit.
- Dass dieser langersehnte Neuanfang für sie und Lukas zur Zerreissprobe werden könnte, damit hat wahrscheinlich niemand gerechnet…
„Gekommen um zu bleiben“ zeigt, dass auch biographisch angehauchte Sachbücher mitreissend wie ein Krimi sein können. Besonders die Szene, wie die Kühe unter höchst dramatischen Umständen von der Alm geholt werden mussten, wird mir lange im Gedächtnis bleiben.
Ich freue mich, den weiteren Werdegang von „Frau Freudig“ mindestens auf Instagram, vielleicht aber auch in einem vierten Buch verfolgen zu dürfen.
Meine komplette Rezension findet Ihr hier.

„The New Guy – gewagter Neuanfang“ von Sarina Bowen
- Hudson Newgate hat es satt, ständig „der Neue“ zu sein und von Team zu Team verkauft zu werden. Als er versucht, seinen Frust in einer Sportsbar zu ertränken, trifft er auf Gavin und die beiden möchten eigentlich die Nacht gemeinsam verbringen. Doch dann endet der Abend in einem Desaster.
- Damit jedoch nicht genug, die beiden begegnen sich ausgerechnet am Arbeitsplatz wieder. Schließlich ist Gavin der neue Atheltiktrainer im Eishockeyteam von Hudson.
- Die beiden versuchen, sich zu arrangieren. Denn eine Liebe im beruflichen Umfeld ist für beide nicht drin. Ob sie davon auch ihre höherschlagenden Herzen überzeugen können?!
Das hat so viel Spaß gemacht. Für mich hat Sarina Bowen die genau richtige Mischung aus Herzschmerz, leichten Momenten und Eishockey-Insights geliefert. Ich konnte nicht anders, ich musste die Reihe weiterlesen. Siehe nächster Beitrag in diesem Lesemonat März 2026.
Hier entlang zur ausführlichen Rezension.
„The Last Guy on Earth“ von Sarina Bowen
- Clay Powers ist ein außergewöhnlich mitfühlender NHL-Coach. Umso mehr wundert sich seine Umgebung, als er den neuen Goalie Jethro Hale abweisend empfängt.
- Was niemand ahnt: Die beiden haben vor 15 Jahren in einer WG gewohnt und in aller Heimlichkeit nicht nur den Kühlschrank geteilt. Doch dann ist alles zerbrochen…
- Nun sehen sich die zwei nach all der Zeit wieder und sollen gemeinsam um den Stanley Cup kämpfen. Werden sie die nötige Professionalität an den Tag legen und können sie ihr Herz ignorieren?
Auch dieser Band war grandios. Coach Clay Powers ist mir schon in „The New Guy“ positiv aufgefallen und auch hier habe ich seine nerdig perfektionistische Art und sein Einfühlungsvermögen geliebt. Quasi die absolute „Green Flag“ unter all den stereotypisch sehr maskulin auftretenden NHL-Coaches. Jethro mit seiner Herkunft aus ärmlichen Verhältnisses und seinem verschlossenen Wesen ist der perfekte Counterpart. Die Tension zwischen den beiden hat mich gepackt und durch die Seiten fliegen lassen. Davon brauche ich unbedingt mehr.
Gute Bücher

„Schroffe Klippen – Ein Irmi-Mangold-Krimi“ von Nicola Förg
- Irmi Mangold wird von ihrer Mitbewohnerin angestiftet, im Fall einer unter mysteriösen Umständen durch einen Klippensturz verstorbenen Bekannten zu ermitteln. Zusätzlich ist auch noch die Tochter der Toten seit dem Unglück verschwunden.
- Bald gibt es diverse Spuren, denen Irmi und ihr liebster Ermittlerkollege Malcom nachgehen: skrupellose Greyhound-Züchter, Fremdenhass oder ein Familiendrama – alles scheint möglich.
- Zum Glück erhält Irmi durch ihre ehemligen Kolleginnen Unterstützung aus Bayern.
Die Krimis aus der Feder von Nicola Förg sind für mich eine „hit and miss“-Geschichte. Dieses Mal war es ein Treffer und mich hat „Schroffe Klippen“ gut unterhalten. Lediglich die Auflösung hätte für meinen Geschmack eine Spur spannender sein können. Da war ich durch einen in meinen Augen recht eindeutigen Hinweis zu schnell auf der richtigen Spur.
Hier entlang zur Rezension.
„Two Can Play – Die spielerische Weiterentwicklung von Liebe“ von Ali Hazelwood
- Zwei verfeindete Studios sollen gemeinsam ein Game entwickeln. Als Teambuilding-Maßnahme werden sie zusammen auf einer verschneiten Berghütte eingebucht.
- Für Viola geht es um mehr als berufliche Rivalität. Ist sie doch seit Jahren in Jesse vom anderen Studio verliebt. Obwohl der ihr ebenso lange die kalte Schulter zeigt.
- Außerdem hängt Violas ganzes Herz an der Buchvorlage, auf der die Spieleentwicklung basiert. Möchte sie ausgerechnet mit Eisklotz Jesse an ihrem Herzensprojekt arbeiten?
Das Settig auf einer winterlichen Berghütte ist genau meins. Den Gaming-Background mochte ich ebenfalls. In meinen Augen hatte diese eher kurz gehaltene Novella sogar Potenzial für ein „richtiges“ Buch. Trotzdem hat „Two Can Play“ nicht komplett meinen Geschmack getroffen, da ich mit Ali Hazelwoods Art, spicy Szenen zu schreiben, einfach nicht warm werde.
Meine ausführliche Meinung gibt es hier zu lesen.
Not My Cup of Tea
Zum Glück Fehlanzeige 🙂
Das war mein sehr zufriedenstellender Lesemonat März 2026. Auf zu neuen Ufern im April. Mein Lesemonat April lässt sich schon ganz gut an 🙂 . Ich hoffe, Eurer auch.
