|Alltagstrott| Leselaunen #53 – 108 Sonnengrüße

Gibt’s was schöneres als lange Wochenenden? Ich glaube nicht. Und das gilt sogar, wenn man eigentlich gar nichts besonderes unternommen hat. Ich habe die insgesamt 5 freien Tage seit Mittwoch (inklusive des Feiertags am Donnerstag) sehr genossen und viel Sportliches (wie z.B. 108 Sonnengrüße zur Sommersonnenwende) ausprobiert. Und nehme natürlich wieder super gerne bei Niccis ( trallafittibooks ) Leselaunen teil.

 

Leselaunen

 

Aktuelle Bücher

Nachdem ich das fantastische „Red, White and Royal Blue“ von Casey McQuiston an Fronleichnam morgens beendet hatte (separater Blogpost ist bereits in Planung), bin ich direkt zu „Herzstillstand“ von Rafael Eigner gewechselt. Das ist eine Art moderner Arztroman, der mich so super unterhalten hat, dass ich das Buch direkt am selben Tag (lag auch am unbeständigen Wetter) beendet habe. Hinter dem Pseudonym Rafael Eigner verbergen sich ein Stuttgarter Notarzt und eine Eventmanagerin. Ich finde, das merkt man als Leser direkt, denn zum einen glänzt das Autorenduo mit viel Fachwissen, zum anderen merkt man den in diesem Genre ungewöhnlichen „männlichen Touch“ deutlich. Das Buch ist viel pointierter als andere „romantische“ Geschichten. Hat mir persönlich super gefallen.

Aktuell lese ich „Den Absprung wagen – stürzen, aufstehen, siegen lernen“, die Autobiografie des Kunstturners Fabian Hambüchen. Das Buch ist „psychologischer“ als ich gedacht hätte, denn  er erzählt viel von der Arbeit mit seinem Onkel, der Mentaltrainer ist. Daran musste ich mich erst ein bisschen gewöhnen, jetzt finde ich das Buch spannend und unterhaltsam. Dabei fällt mir eine Frage ein, die ich mir beim Aufschlagen von „Den Absprung wagen“ gestellt habe: machen es eigentlich alle Leser so, dass sie bei einer Biografie erst einmal den Bildteil in der Mitte des Buches studieren, bevor sie mit der eigentlichen Lektüre beginnen? Ich mache das irgendwie IMMER so.

An der Hörbuch-Front war ich wenig aktiv, was vor allem daran liegt, dass ich nur an zwei Tagen zur Arbeit gefahren bin. Trotzdem bin ich in „Meistens kommt es anders, wenn man denkt“ von Petra Hülsmann ein Stückchen vorangekommen. Als „Betroffene“ bin ich mir nicht ganz sicher, wie ich ihre Schilderung einer Beziehung zwischen einem behinderten und einem nicht-behinderten Geschwisterteil finden soll. Da juckt es mich in den Fingern, nach Ende des Hörbuchs einen ausführlichen Blogpost zu schreiben…

 

Katze mit blauen Augen

„Hallo, Frau Nachbarin!“ Ich glaube, sie wird mein neues Lieblingsmotiv!

 

Meine Lesestimmung

Sehr gut. Fronleichnam habe ich bei Dauerregen beinahe komplett „verlesen“ und in den Nächten Mitte der Woche habe ich nicht besonders gut geschlafen bzw. den totalen Schrott geträumt und deshalb teilweise sogar nachts einige Seiten gelesen. Bei mir merkt man wirklich total, wie mein Geist Dinge im Schlaf verarbeitet.

 

Apfeltasche

Die Jugend von heute würde wahrscheinlich von „Gönnung“ sprechen. Aber bei 108 Sonnengrüßen darf es auch einmal eine Apfeltasche sein. Ich war mega begeistert, denn das hier ist eine Apfeltasche, wie ich sie aus meiner Kindheit kenne. Gefüllt mit Äpfeln und nicht mit drei Apfelstückle und jeder Menge Pudding.

 

Zitat der Woche

„… und von weitem hört man schon diese Melodie, von Bulldog-Motor und von stinkender Brüh’…“ 

Michl Müller in seinem Lied „Du kannst dir sicher sein (Güllefass)“ – alle, die jemals auf dem Land gelebt haben, wissen wovon er singt. Und kennen die panische Anweisung der Mutter: „Hilf‘ die Wäsche abhängen, die kann ich sonst grad noch einmal waschen…“

 

Lavendel mit Insekten

Nicht, dass hier noch der Eindruck entsteht, ich würde keine Insekten mögen. So lange sie mich nicht stechen, erfreue ich mich sehr am Summen und Brummen im Lavendel.

 

Link der Woche

Den „Reisen Reisen“-Podcast habe ich am Freitag zufällig entdeckt und beim Putzen und Ausmisten direkt ausführlich getestet. Die Folgen über Meran und Slowenien fand ich klasse. Haben mich auch direkt auf eine neue Idee gebracht, denn beim nächsten Mal möchte ich nicht über die Brenner-Autobahn nach Südtirol fahren sondern die alte Verbindung über die Passstraße nehmen. Sofern die Österreicher mit ihren gesperrten Straßen mich durchlassen. Und mir bei den Serpentinen nicht schlecht wird. Denn ich neige selbst beim Lenken des Fahrzeugs dazu, „seekrank“ zu werden.

 

Wildblumen

Wildblumen am Wegesrand sind und bleiben meine liebsten Blumen.

 

Und sonst so?

Wie bereits eingangs erwähnt, habe ich versucht, das Maximum aus meinen freien Tagen (von Mittwoch bis Sonntag) herauszuholen. Trotz irgendwelcher festgelegter Termine und des eher unbeständigen Wetters.

  • Am Mittwoch war ich nachmittags mit den Kollegen die halbtägige Wanderung für den Betriebsausflug testen. Ob Wanderung oder Spaziergang, daran scheiden sich die Geister. Wir waren auf der Waldheide in Heilbronn unterwegs (dort hatten die Amerikaner während des „Kalten Krieges“ Pershings stationiert). Prinzipiell eine nette, kleine Wanderung, nur leider mitten durch eine „Stechmücken-Hochburg“, deren Folgen ich bis heute spüre. Das müssen total aggressive Viecher gewesen sein, denn die Stiche jucken auch vier Tage später noch.
  • Um das in Zukunft zu vermeiden, habe ich heute eine „Spitzwegerich-Essenz“ angesetzt. Dazu habe ich Spitzwegerich gesammelt und mit hochprozentigem Alkohol übergossen. Das muss jetzt an einem kühlen und dunklen Ort gelagert werden. In ca. 4 Wochen kann ich die Flüssigkeit abseihen und im Anschluss auf Mückenstiche aufsprühen. Soll deren Anschwellen verhindern.
  • Wir haben es tatsächlich geschafft, seit Mittwoch mit Ausnahme des gestrigen Tages jeden Abend zu grillen. Das muss uns erst einmal jemand nachmachen…
  • Sportlich war ich auch aktiv: Mittwoch knapp 20.000 Schritte beim Wandern, Donnerstag Yoga, Freitag dank Joggen und Shopping über 16.000 Schritte, gestern 108 Sonnengrüße zur Sommersonnenwende (einen Tag verspätet) und heute erneut 8 km gewandert. Läuft, würde ich sagen. Mal schauen, wie es nächste Woche bei der Hitzewelle weitergeht…
  • Die 108 Sonnengrüße habe ich nach der Wintersonnenwende zum 2. Mal gemacht. Ich kann sie jedem, der beim Yoga einigermaßen geübt ist, empfehlen. Hört sich zwar zunächst nach einer unglaublichen Zahl an, man kommt jedoch recht schnell in einen Flow und denkt nicht mehr darüber nach, wie viele noch zu machen sind. Ich habe es mit einem Youtube-Video von „Yoga & Juliet“ gemacht und dort wird nach jeweils 15 Sonnengrüßen eine kurze Pause zum Dehnen o.Ä. gemacht. Das lockert die Sache sehr auf. Mich haben die 108 Sonnengrüße sogar richtig voran gebracht, denn ich schaffe es plötzlich aus dem herabschauenden Hund mit beiden Füßen parallel abzuspringen und vorne parallel zu landen. Yay!
  • Da ich nächste Woche auf einer Hochzeit eingeladen bin, muss ich mich heute noch an ein kleines, kreatives Projekt wagen. Drückt mir die Daumen, dass es klappt.

 

Wegen besagter Hochzeit verabschiede ich mich für 14 Tage von den Leselaunen. Genießt den Sommer und viel Lesezeit in der Sonne!

4 Kommentare

  1. 26. Juni 2019 / 07:38

    Liebe Stefanie,

    das klingt ja nach einer abwechslungsreichen Woche!
    Von der Spitzwegerich-Essenz höre ich zum ersten mal, da bin ich ja sehr gespannt auf dein Feedback.
    Ich hoffe, dass mit dem Kreativ-Projekt alles geklappt hat und wünsche euch ganz viel Spaß auf der Hochzeit!

    Liebe Grüße
    Jill

    • glimrende
      Autor
      26. Juni 2019 / 19:20

      Hi Jill,

      vielen Dank für Deinen Kommentar.

      Ich werde von der Spitzwegerich-Essenz berichten. Muss mich nur leider noch fast 4 Wochen gedulden…

      Das Kreativ-Projekt hat geklappt 🙂 . Foto folgt nach der Hochzeit.

      Viele Grüße.

      Steffi

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