|Wanderlust| Über den Wolken und Ankunft in NY

Der Flug dauert insg. ca. 8 Stunden und aktuell befinden wir uns 2 Stunden vor NY. Mein Fazit bislang: ein so langer Flug ist machbar. Ich habe gelesen, geschlafen und ein weiteres Formular ausgefüllt, in dem ich dazu Auskunft geben musste, ob ich in letzter Zeit auf einem Bauernhof war. War ich nicht, aber ich frage mich, was bei der Einreise passiert, wenn ein Landwirt diese Frage wahrheitsgemäß beantwortet  (der kloa Andi @martina). Das Flugzeug ist brandneu und riesig. Außen links und rechts je drei Plätze und in der Mitte vier. Ich sitze direkt hinter der ersten Klasse und habe die geniale Beinfreiheit. Rechts und links von mir sitzen zwei deutsche Businessreisende.

Etwas verwirrt war ich, als man mir ein extrem heißes Tuch gereicht hat, dass von den Flugbegleitern mit Pinzetten ausgeteilt wurde und das wahnsinnig schnell abgekühlt ist. War wohl zum Hände waschen vor dem Essen gedacht. Wobei mein einer Sitznachbar auch sein Gesicht abgewischt hat. Ich habe mir auf alle Fälle halb die Finger verbrannt. Und das, nachdem ich mir heute morgen ins Ohr geglättet habe. Autsch.

Zu Essen gab es bislang Spaghetti, Tomaten-Gemüse-Sauce und Hähnchen. Aufgrund meiner Abneigung gegen Geflügel  (Antibiotika) und da die Konsistenz an Gummi erinnert hat, habe ich nur die Beilagen gegessen. Der Apfelkuchen zum Nachtisch war sehr zuckrig. Trinken wird regelmäßig gereicht, ich als Vieltrinker brauche aber eigentlich mehr. Mein Kopf spannt deshalb schon leicht. Aber nervig: alles wird kleinteilig in zwei Tüten übereinander verpackt.

Die „Gebrauchsanweisung für die USA“, die ich lese, ist äußerst amüsant. Vor allem, da ich herausgefunden habe, dass man den Kleidungsstil vom Bachelor & Co. (das verstehen jetzt nur Martina und Petra) in den USA als „preppy chick“ bezeichnet. Wobei ich mir nicht sicher bin, ob die P*ornohemden auch dazu zählen…

Jünger geschätzt worden bin ich zur Abwechslung auch mal wieder. Ich wurde von meinem Nebensitzer gefragt, ob Rebecca und ich in den USA Work & Travel planen. Das macht man meist direkt nach dem Abi. Wundert mich nicht, nachdem ich auf der Hochzeit am Freitag auf unter 30, eher so 25 geschätzt wurde und mir nicht geglaubt wurde, dass ich wirklich so alt bin wie die Braut und zwei weitere ehemalige Klassenkameradinnen, die ebenfalls zu Gast waren.

Zwischenzeitlich sind wir in der Wohnung angekommen. Immigration & Costums war irgendwie einfacher als das Prozedere in Frankfurt. Wobei ich bei dieser Fingerabdruck- und Bildaktion schon nervös war.

Das mit dem Shuttle Service hat gut geklappt. Nach einer längeren Spazierfahrt, denn wir waren die Letzten, die abgesetzt wurden, wurden wir direkt an der Haustür abgeliefert. Ich fand die Fahrt spannend, sind durch sehr unterschiedliche Gegenden gefahren. Andere Leute haben geschlafen.

Das Appartement ist ganz süß. Nur der Wasserdruck und der Duschvorhang lassen zu wünschen übrig.

Direkt nebenan ist ein Supermarkt. Ich liebe so etwas ja. Lauter Produkte, die man in Deutschland nicht kennt.

Schreckmoment zu später Stunde: mein Handy war weg. Ich hatte es in die Bettdecke gewurstelt.

1 Kommentar

  1. Kerstin
    18. Mai 2015 / 05:30

    Danke für den ausführlichen Bericht 🙂 !!!

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