|Wanderlust| Tag 3 – Wanderwoche am Wilden Kaiser: Kitzbühel, Hahnenkamm, Streif

Surprise, surprise, mir geht das Frühstück schon nach zwei Tagen auf die Nerven. Ich vermisse mein Müsli, meine Beeren, meinen Sojapudding. Ich sollte künftig reisen wie Christoph Innerhofer. Der hat auch sein eigenes Frühstück dabei. Inkl. Haferflocken und Nutella.

Heute ging es mit dem Auto nach Kitzbühel. Große Baustelle mit Stau und lebender Ampel (bin ich in den USA? Ach nein, das Safety Car fehlt… ) inklusive. In Kitzbühel angekommen haben wir nach Durchquerung des Ortes (größer und industrieller als erwartet) an der Hahnenkammbahn geparkt. Dort hat M. direkt Maria Höfl-Riesch entdeckt, die gemeinsam mit einer Freundin in einem Affenzahn den Hahnenkamm hoch gewandert ist. Wir sind nach erfolgloser Suche nach dem Zielraum des Weltcuprennens zunächst durch die Fußgängerzone gebummelt. Inkl. zweier katholischer Kirchen und Hotel Tiefenbrunner (lt. Biografie von Aamodt & Kjus haben dort zumindest früher die Norweger gewohnt). Die Innenstadt ist wirklich schön, mit vielen kleinen Geschäften und großen Hotels.

 

 

Leider hätte es zu lange gedauert, auf die Gondel mit der Nr. 54 (Aksel) zu warten. Also sind wir alternativ mit Benjamin Raich auf den Berg gefahren. Auch sehr passend, schließlich ist er erst vor wenigen Tagen zurückgetreten. Ausnahmsweise wurde mir in der Bergbahn nicht schlecht, denn es gab so viel zu schauen. Der Aksel ist an uns vorbeigefahren 🙂

Oben auf dem Berg war es zunächst etwas kühl, aber man hatte eine fantastische Sicht auf den Wilden Kaiser. Als erstes haben wir auf der obersten Hütte direkt an der Bahn etwas gegessen. Wer war auch da? Die Maria… Ich hätte nie im Leben gedacht, dass wir einen Promi in Kitz sehen. Okay, der Hansi Hinterseer wäre spannender gewesen, aber trotzdem… Ich habe eine Kürbis-Ingwer-Suppe und den Rest von Petras Brühe gegessen.

 

 

Das Starthaus der Streif sieht nicht aus wie beim Rennen. Der Blockhausanbau von Red Bull fehlt. Das Starthaus selbst kann man besichtigen, und es geht gleich steil runter. Man muss echt ein bisschen wahnsinnig sein, sich dort runter zu stürzen. Man kann die Streif entlang ins Tal wandern, was wir gemacht haben. Man kommt an allen Schlüsselstellen vorbei (inkl. Seidelalm, wo der Hansi Hinterseer aufgewachsen ist). Die Schlüsselstellen sind durch rote Tore gekennzeichnet. Super interessant, aber auch extrem steil und anstrengend zum bergab Wandern. Die Steilheit kommt im Fernsehen überhaupt nicht rüber. Muss man live gesehen haben. Ich möchte mich künftig nicht mehr beschweren, wenn Aksel in der Traverse abgetragen wird (die Traverse kann er einfach nicht) und stattdessen froh sein, wenn er heil ins Ziel kommt.

 

 

Zurück im Tal habe ich an der Bahn so lange gewartet, bis ich von Aksels Gondel ein Bild machen konnte. Ich möchte nicht wissen, was die Bergbahnmitarbeiter gedacht haben. Wahrscheinlich haben sie Wetten abgeschlossen, auf wen ich warte…

Zurück im Hotel sind wir in den Außenwhirlpool, ins Hallenbad und M. und ich haben uns kurz am Pool auf zwei Liegen in der Sonne gelegt.

Beim Abendessen gab es plötzlich die Joghurtsauce, wegen der ich extra eine Tablette genommen hatte, nicht mehr. Dafür eine Sauce mit Knoblauch – genau das, was ich durch die Joghurtsauce vermeiden wollte. Als Hauptgang hatte ich Weizen (Ebli) mit Gemüse. Das war lecker. Im Gegensatz zum Nachtisch: Joghurt mit Beeren, was original wie die Müller Ecken geschmeckt hat.  Ich bin der Überzeugung, dass die vom Hotel 50 solcher Ecken ausgekratzt und als Dessert serviert haben. Da hilft nur Schnaps und Mojito. Letzteres schmeckt zumindest ein kleines bisschen wie Zitronenfanta. Jetzt fehlen mir zu meinem Glück nur noch Pommes…

Dafür hatte ich heute Nacht die Bauchschmerzen des Todes und schlecht war mir auch. Ich bin mir ziemlich sicher, dass die dämliche Salatsauce daran Schuld war. In der Balsamicosauce muss auch Knoblauch drin sein. Ich liebe selber kochen!

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.