|Wanderlust| Tag 2 – Wanderwoche am Wilden Kaiser: Hintersteiner See

Heute morgen waren wir erstmals beim Frühstück und sehr überrascht, dass wir um 8:00 Uhr viel früher dran waren als die „älteren Herrschaften“. Offensichtlich leidet niemand an seniler Bettflucht… Das Frühstück war lecker, aber wie auch das Abendessen nicht ganz so edel und speziell wie das Essen in Südtirol.

Zum Einstieg hatten wir eine leichte Tour ausgesucht. Wir sind am Hintersteiner See Richtung Waller Alm gestartet. Zunächst ging es eine längere Strecke bergan, teilweise über Stock und Stein. War aber ein sehr interessanter und abwechslungsreicher Weg. Oben angekommen haben wir an der Waller Alm Rast gemacht. Mit vielen anderen deutschen Touristen. Halb Deutschland scheint mit uns in Tirol zu sein. Insbesondere viele baden-württembergische Kennzeichen.

Nach kurzer Verwirrung ging es an den Abstieg. Zunächst über Stock und Stein, dann über einen eher langweiligen Fahrweg und zum guten Schluss direkt am See entlang.

 

 

Zurück im Hotel war es Zeit für die Marende. Auf die Spaghetti mit Tomatensauce haben wir mir Rücksicht auf das anstehende Abendessen verzichtet. Stattdessen gab es leckeres Brot und Kuchen. Als dieser wiederaufgefüllt war, hat einer der großen Reisegruppe Schwaben erst einmal das riesen Tablett eine Runde durch die Gegend getragen. Warum auch immer.

K. und ich waren noch fit und sind zum Lipizzanergestüt, zum Badesee und zum Moorgebiet („Moor and More“) gewandert.

Beim Abendessen wurde gegrillt. Zum Glück für mich auch Gemüse. Wir vermuten mittlerweile, dass unser Tisch abgehört wird, denn bei Präsentation des Topfenstrudels kam ein Lied mit mega langem Intro, was ich ziemlich schnell als das Tiroler Lied („Du bist das Land, dem ich die Treue halte, weil Du so schön bist, mein Tiroler Land…“) erkannt habe. Warum ich den Text kann? Lange Geschichte, umfangreiche Skierfahrung und aus ominösen Gründen wird das Lied auch in Garmisch gespielt…

Der Kellner war mittelmäßig erstaunt, als wir vier Schnäpse (Nuss) bestellt haben und nicht nur zwei. Dachte er, wir trinken jeder nur einen halben? Zum guten Schluss saßen wir draußen im Almdörfle und haben Cocktails bei äußerst seltsamer Schlagermusik getrunken  („Flaschenpost“, „Roter Apfel auf dem Rummel“).

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