|Wanderlust| Südtirol – Wanderung zu den Hexenbänken auf der Seiser Alm

Am Dienstag gab es das erste Highlight bereits beim Frühstück: der alleinreisende, vielessende, italienische Pianist vom Tisch gegenüber hat eine komplette Zitrone per Hand ausgedrückt – da wäre sogar der „Seewolf“ neidisch geworden!

Wir wollten heute eine durchschnittliche Wanderung unternehmen (keine Herausforderung wie am Sonntag aber auch kein bloßer Spaziergang) und diese sollte auf alle Fälle auf der Seiser Alm stattfinden. Schließlich haben wir uns für die Wanderung rund um den Puflatsch und zu den „Hexenbänken“ entschieden. Die Wanderung führt von Compatsch zur Bergstation Puflatschlift und über das Fillner Kreuz zum Puflatsch und zur Puflatschhütte und schließlich zurück zum Ausgangspunkt. Sie ist auch auf der kostenlosen Karte der Bergbahn als Tourenbeschreibung enthalten.

Schlern

Wir sind mit der Umlaufbahn von Seis auf die Seiser Alm gefahren. Die Umlaufbahn gehört in einer Hinsicht nicht gerade zu meinen Favoriten: es ist die Bergbahn, in der es mir bislang am häufigsten schlecht geworden ist. Ich weiß nicht, woran es liegt, entweder ist die Bahn besonders wackelig oder die wirklich lange Fahrtdauer (13 Minuten!) ist schuld. Dieses Mal ging es mir so schlecht wie bei keiner Fahrt zuvor. Das mag vor allem an der Hitze in der Kabine gelegen haben. An diesem Morgen war es besonders warm und die kleinen Dachfester waren – warum auch immer – geschlossen. Oben angekommen musste ich mich erst einmal erholen.

Blick auf die Seiser Alm beim Aufstieg zur Puflatschhütte

Die Wanderung beginnt direkt an der Bergstation in Compatsch mit einem steilen Anstieg zum Gasthof Puflatsch. Wir haben uns entschieden, den Anstieg zu Fuß in Angriff zu nehmen. Alternativ könnte man auch auf den Puflatschlift ausweichen. Wir haben unterwegs eine deutsche Wandergruppe überholt. So langsam sind wir also gar nicht. Okay, es war eine Ü50-Truppe, teilweise mit eher ungeeignetem Schuhwerk, aber wir sind trotzdem an ihnen vorbeigezogen, obwohl sie einiges an Vorsprung hatten.

CR7 kellnert jetzt im Gasthaus Puflatsch

Am Gasthaus Puflatsch haben wir eine kurze Rast eingelegt. Als erstes fiel uns der junge Kellner ins Auge. Sah von weitem aus wie Cristiano Ronaldo. Von nahem sah er immer noch aus wie CR7. Allerdings in der Teenagerausgabe… Dann wurde es dramatisch: plötzlich kam starker Wind auf und ein Sonnenschirm wirbelte durch die Gegend. Wir saßen fassungslos da und beobachteten die Lage. Bis der Sonnenschirm plötzlich auf uns zuflog! P. war die einzige, die geistesgegenwärtig reagierte und rief: „Auf, ins Häusle!“ Wir saßen nämlich direkt an einem überdachten Sandkasten. Also so schnell als möglich dort Schutz gesucht. Zum Glück traten als nächstes CR7 und sein (ebenso gutaussehender) Kollege auf den Plan und konnten den Sonnenschirm einfangen.

Almwiese

 

Engelsrast

Schleunigst machten wir uns auf den Weg und wanderten an der Engelsrast vorbei zu den Hexenbänken mit Blick auf Kastelruth, Seis und das Grödner Tal.

Ausblick im Rahmen der Puflatschrunde

 

Blick auf St. Ulrich

Eigentlich wollten wir auf der Arnikahütte etwas essen. Leider war es dort so heiß, dass wir es nicht ausgehalten haben, weshalb wir uns entschieden, nur schnell etwas zu trinken und anschließend die Wanderung umgehend fortzusetzen und stattdessen zurück am Compatsch einzukehren.

Bergpanorama

 

Wunderschöne Bergwelt

In Compatsch kann ich besonders das Nordic Restaurant empfehlen. Dort kann man schön draußen sitzen und auch das Essen ist wirklich lecker. An dem Tag entschied ich mich für eine knusprige Portion Bratkartoffeln. Diese waren für einen Gasthof wirklich lecker (nichts übertrifft jedoch meine eigenen „home-made“ Bratkartoffeln).

Bratkartoffeln

Die Fahrt zurück ins Tal war bedeutend angenehmer als die morgendliche Auffahrt. Was auch an den geöffneten Dachfenstern gelegen haben mag. Nach einer kurzen Shoppingtour im neuen Einkaufszentrum an der Talstation kehrten wir ins Hotel zurück, wo ich auf der Dachterrasse „Aprikosenküsse“ beendet habe.

Zum Abendessen gab es für mich eine Steinpilzsuppe (die sehr sättigend war), Polenta mit Pfifferlingen und einen Kuchen mit Waldfrüchten.

Zum Abschluss des Tages fuhren wir nach Kastelruth zur Shopping Night. Dort machten wir u.a. den Kastelruther Spatzen Shop unsicher, in dem K. den Andreas Fulterer (genannt „der Flutscherer“) kennenlernte (also nicht persönlich, nur seine CDs).

Überall in Kastelruth hingen Schilder, dass aktuell der FC Bologna zu Gast im Trainingslager in Kastelruth sei. Und wen trafen wir in einem kleinen Schreibwarenladen? Drei Spieler des FC Bologna. Einer von ihnen gab dort seinen Lottoschein ab. Verdient man als Spieler der Serie A so schlecht, dass man Lotto spielen muss?!

Das Parken ist in Kastelruth ein teuerer Spaß: wir haben für eine gute Stunde 3 Euro bezahlt!

Neues Denkmal für die Kastelruther Spatzen am Ortseingang in Kastelruth

 

Blick auf den Mond über dem Schlern von der Dachterrasse unseres Hotels aus.

 

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