|Wanderlust| Oberstdorf Tipps

Zum Abschluss meiner Reihe aus Oberstdorf habe ich ein paar allgemeine Tipps für den Aufenthalt in Deutschlands südlichstem Dorf, das mir über die Jahre wirklich ans Herz gewachsen ist. Und nicht nur mir, auch vielen Eiskunstläufern aus aller Welt. Es heißt schon etwas, wenn Liz Manley, die 1988 bei den Olympischen Spielen die Bronzemedaille gewonnen hat, nach all den Jahren noch immer von Oberstdorf schwärmt.

Blick vom Balkon unserer Ferienwohnung

Ich verbringe seit mittlerweile beinahe 15 Jahren regelmäßig jährlich ein verlängertes Wochenende in Oberstdorf. Bis auf drei Jahre haben wir in einer Ferienwohnung von Blattners (eine große Agentur, die Ferienwohnungen in Oberstdorf vermittelt) gewohnt. Das hat immer super geklappt. In diesem Jahr hatten wir von der Lage her eine besonders schöne Ferienwohnung im Hammerspitzweg, am Rande von Oberstdorf. Der Blick vom Balkon war wirklich gigantisch. Wobei ich natürlich immer gerne an unsere allererste Ferienwohnung in Oberstdorf zurückdenke. Das fing schon damit an, dass uns der Besitzer am Bahnhof „Frau Maier, Frau Maier!“ rufend hinterher rannte. Anschließend ist er mit uns (also Frau Maier und mir) zur Ferienwohnung gefahren, wobei wir im Verlauf gefühlt einmal ganz Oberstdorf umrundet haben. Dabei hat er uns lang und breit die Verkehrssituation von Oberstdorf erklärt. In der Wohnung angekommen, hat er entsetzt festgestellt, dass er seine Kamera vergessen hat. Also ist er noch einmal weggefahren, um diese zu holen. Ich bin vor lachen fast umgefallen, als ich ihm bei seiner Rückkehr die Tür geöffnet habe, denn er trug eine volle Fahrradmontur inklusive Helm. Wer sich jetzt fragt, warum die Kamera unbedingt von Nöten war: es wurden von uns Gästen Bilder für die Homepage der Ferienwohnung gemacht. Auf dieser Homepage (so eine selbst zusammengeklöppelte mit Musik und Schnickschnack, also in etwa „Myspace“-Niveau) waren wir noch Jahre später verewigt. Peinlicherweise trugen wir fast die identischen Outifts (roter Pulli, blaue Jeans), was für mich wahnsinnig vorteilhaft war, da ich damals ein paar Kilos mehr auf den Rippen hatte und im Vergleich zu „Frau Maier“ aussah wie eine Tonne!

Kaiserschmarren in der „Traube“
Wir sind in der Vergangenheit schon unzählige Male am „Traube Hotel Oberstdorf“ vorbei gelaufen, drin waren wir jedoch nie. Aufgefallen ist uns besonders der große, beheizte Biergarten mit Musikuntermalung. Dieses Jahre hatten wir uns vorgenommen, das Essen dort zu testen. Als wir Freitag abends davor standen, trauten wir unseren Augen nicht: eine riesige Menschenmenge sogar schon vor dem Biergarten und dazu „Après Ski“-Musik. Ein sehr ungewöhnlicher Anblick im beschaulichen Oberstdorf. Wir haben später herausgefunden, dass ein Jubiläum gefeiert wurde. Überraschenderweise war im Restaurant ein Tisch frei, und ich habe einen leckeren Kaiserschmarren gegessen. Falls man „gutbürgerlich“ Essen gehen möchte, kann ich die „Traube“ empfehlen. Das Restaurant ist auch sehr schön eingerichtet und nicht so dunkel wie gutbürgerliche Gaststätten gerne einmal sind.
Traditioneller Blumenschmuck in Oberstdorf

 

Dahlien in einem Vorgarten

 

Es gibt nichts schöneres als Blumenfotografie. Sooo viel einfacher als sich schnell bewegende Eiskunstläufer in einer düsteren Halle.
Oberstdorf lädt immer zu einem kleinen Spaziergang oder Bummel durch die Läden ein. Klar, man darf keine großstädtische Shoppingmeile erwarten, aber es gibt einige nette, kleine Geschäfte wie z.B. den „Bücher Edele“, und wer etwas aus dem Bereich „Sport & Outdoor“ sucht, wird definitiv fündig werden. Außerdem ist der gesamte Dorfkern Fußgängerzone, was sehr angenehm ist.

Wir waren dieses Jahr recht experimentierfreudig und haben ein weiteres Restaurant getestet: das „Essenza“. Von Außen sieht es sehr unspektakulär aus, weshalb ich ehrlich zugeben muss, dass man es ohne Insider-Tipp nicht zwingend auswählt. Was aber ein großer Fehler wäre, denn das Essen dort schmeckt ganz hervorragend. Wir hatten alle Pizza und für mich war er es definitiv die beste Pizza, die ich in diesem Jahr bislang gegessen habe. Der Boden war extrem lecker und knusprig. Wir haben bei anderen Gästen die Pasta gesehen, und die sah ebenfalls super aus.

Der leckerste Kuchen überhaupt: Kirsch-Streusel wie von Oma

In diesem Jahr hat es zum Glück zeitlich gereicht, einen Kuchen im Oberstdorfer Käsladen zu essen. Dort gibt es den besten Kuchen, den ich jemals irgendwo auswärts gegessen habe. Kuchen wie bei Oma.

Die Schattenbergschanze, mittlerweile „Erdinger Arena“ genannt.

Ich habe die „Erdinger Arena“ – bekannt von der Vier-Schanzen-Tournee – bereits zwei Mal besichtigt. Wegen der Aussicht und des allgemein spektakulären Erlebnisses kann ich auch Nicht-Sportinteressierten eine Besichtigung der Anlage empfehlen. Heiraten kann man da oben übrigens auch…

 

Mein Eintrag ins Gästebuch

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