|Wanderlust| Beach Vacation Fuerteventura – Vor- und Nachteile Strandurlaub

Romantischer Sonnenuntergang mit Palmen. Beim Aufnehmen dieses Bildes war mir nicht klar, wie gut es werden würde.

 

Vulkansteine im Meer

 

Ich bin wieder zurück, nachdem ich sechs Tage auf der kanarischen Insel Fuerteventura verbracht habe. Es war ein reiner Erholungsurlaub, nachdem ich im Juli bereits einen sehr aktiven Urlaub in Südtirol verbracht habe. Für mich der Anlass, die Vor- und Nachteile eines Strandurlaubs zusammenzustellen.

 

Bougainville
Palme

Zunächst möchte ich ein paar Worte darüber verlieren, wo genau ich meine Urlaubstage verbracht habe. Fuerteventura ist eine der sieben kanarischen Inseln, die zu Spanien gehören, aber vor Afrika liegen. Die anderen kanarischen Inseln heißen Gran Canaria (von mir in 2004 bereist), Teneriffa (der Name erinnert mich an meine Kindheit, denn in der Gaststätte, in der ich mit meiner Familie regelmäßig zum Essen war, gab es ein Fleischgericht mit dem Namenszusatz „Teneriffa“. Da war eine Banane im Schinkenmantel dabei), Lanzarote, La Palma, La Gomera und El Hierro (diese Mini-Insel fasziniert mich irgendwie, die würde ich gerne einmal besuchen). Die Flugzeit ab Stuttgart beträgt ca. 4 1/2 Stunden. Das ist natürlich weiter als nach Mallorca z.B., dafür haben die kanarischen Inseln einen riesigen klimatischen Vorteil: quasi rund ums Jahr herrschen angenehme Temperaturen so um die 25 Grad. Auch die in Deutschland im Hochsommer regelmäßig vorkommende unangenehme Schwüle scheint dort gänzlich unbekannt zu sein. Hinzu kommt, dass meist ein leichter Wind weht. Man kann die Kanaren also sowohl im Sommer als auch im Winter besuchen, um Sonne zu tanken.

Finca

 

Blick aufs Meer

Fuerteventura gilt als die windreichste Insel, weshalb man sie sofort mit dem Windsurfen in Verbindung bringt. Es ist keine Insel, auf der man wahnsinnig viel unternehmen kann. Erholung am Strand steht eindeutig im Mittelpunkt. Das ist in der Historie begründet, denn bevor die Touristen kamen, gab es auf der Insel nur ein paar Höhlenbewohner und viele Ziegen.

Die Hotelanlage

Wir waren im südlichen Teil von Fuerteventura am Playa de Esquinzo, einem echten Traumstrand. Das Meer wunderbar grün und blau und der Strand so sauber, dass sogar ich mich getraut habe, barfuß am Strand zu laufen. Unser Hotel hieß „Fuerteventura Princess“ und außer uns gab es fast ausschließlich All-Inclusive-Gäste, nicht nur aus Deutschland sondern auch aus Frankreich und Italien. Die Anlage ist super gelegen, quasi direkt am Strand. Auch hat das Hotel eine wunderschöne, großzügige Poolanlage. Es ist ein großes Hotel, was aber nicht so auffällt, da es einzelne Wohneinheiten gibt. Die Zimmereinrichtung ist schon etwas in die Jahre gekommen. Das Personal war freundlich, aber teilweise keiner Fremdsprache mächtig. Ich verlange nicht, dass Deutsch gesprochen wird, aber zumindest rudimentäre Englischkenntnisse sollten vorhanden sein. Das Essen war recht touristisch mit spanischen Elementen (wie den typischen, kanarischen Runzelkartoffeln). Keine Haute Cousine aber solide. Nur der Nachtisch war viel zu süß und künstlich. Etwas schade fand ich, dass man die Sauberkeit des Geschirrs nicht genügend kontrolliert hat. Man musste also immer selbst darauf achten, dass der Teller sauber ist, wenn man einen neuen nimmt. Auch die Kellner könnte man besser ausbilden, so dass sie z.B. den Gästen den Vortritt lassen und sich nicht vordrängeln.

Hibiskus

Ich mag eigentlich alle Arten von Urlauben – also egal, ob Wanderurlaub, Städtereise, Roadtrip oder Strandurlaub. Nur eine Busrundreise würde ich nur noch im Notfall (also im Alter…) machen.

Abendstimmung am Meer

 

Strandspaziergang

 

Ein Strandurlaub hat für mich die folgenden Vorteile:

– Das Packen ist viel einfacher. Man muss nicht für jede Wetterlage gerüstet sein, kann außer einer Strickjacke nur kurze Sachen einpacken. Der Kofferinhalt wiegt folglich viel weniger. Auch das Waschen und Trocknen der Wäsche geht viel schneller von der Hand.

– Man kann wahnsinnig viel lesen. Ich habe in sechs Tagen sieben Bücher beendet.

– Es gibt wenig beruhigenderes als Meeresrauschen. Den Tag am Meer zu verbringen ist einfach wahnsinnig entspannend.

– Das Essen konnte qualitativ zwar bei weitem nicht mit der Küche in Südtirol mithalten, dafür kommt es meinen Ernährungsproblemen sehr entgegen, denn es wird (auch beim touristischen Essen) wenig mit Milchprodukten gearbeitet.

– Man braucht keinen Gedanken an potentielles schlechtes Wetter zu verschwenden.

Ein für Fuerteventura typischer Surfer

 

Elegante Sonnenliegen

Als Nachteil würde ich die folgenden Eindrücke und Fakten auflisten:

– Der Sand! Bereits nach wenigen Momenten ist er überall, denn er klebt zum Beispiel an den Füßen, weshalb man IMMER seine Liege einsaut.

– Das Eincremen mit Sonnencreme, immer eine klebrige Angelegenheit. Ich bin da sehr konsequent und würde nie ohne Faktor 50 an den Strand gehen. Ich kann die ganzen Mitteleuropäer, die sich in die pralle Sonne knallen und krebsrot oder dunkelbraun sind, nicht verstehen. Mittlerweile sollte jeder das Hautkrebsrisiko kennen. Außerdem macht zu viel Sonne Falten. Und das möchte ich um jeden Preis vermeiden.

– Das ständige „Liegen schieben“, um im Schatten zu bleiben. Es wäre viel einfacher, wenn die Sonne nicht wandern würde…

– An die karge Landschaft abseits des Strandes musste ich mich erst wieder gewöhnen. Bei der Fahrt vom Flughafen zum Hotel saß ich am Fenster und dachte: ‚Es ist halt nicht Südtirol… Ob es irgendwo auf der Welt so schön ist wie auf der Seiser Alm?‘

Strandspaziergang

 

Sandskulpturen

 

Also ich bin nächstes Jahr für alles offen, was Urlaubsziele betrifft… Manchmal denke ich, dass das Leben viel zu kurz ist für all die Dinge, die ich gerne anschauen möchte.

Steinkreise, in denen sich Strandbesucher sonnen. Gerne auch FKKler. Hier sieht man teilweise mehr, als man jemals sehen wollte… Zumindest an Männern Ü70.

 

Der Sand am Strand wird immer wieder durch Steine unterbrochen.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.