|Wanderlust| Städtereise Oslo im Winter – Tag 1 und 2 | Biathlon Herren 20 km

Ich bin gestern nach Oslo geflogen. Da es ab Stuttgart keine Direktflüge gibt, hatte ich eine Zwischenlandung in Hamburg. Aber es hat trotzdem alles super geklappt, und wir sind pünktlich um 20:15 Uhr inklusive Gepäck in Oslo gelandet. Auch die Abholung durch unseren Vermieter hat funktioniert (Appartement über Airbnb direkt im „Barcode“ am Hauptbahnhof). Die Wohnung ist super zentral gelegen und bevor jemand fragt: der Bahnhof in Oslo ist NICHT mit der Bahnhofsgegend in Frankfurt zu vergleichen. Es gibt dort sehr viele moderne Hochhäuser mit Büros, Geschäften und Wohnungen. Ich habe mich sofort heimisch gefühlt: PWC und Ernst & Young direkt vor der Haustür… Außerdem Bautätigkeit wie bei Stuttgart21. Das ganze soll wohl (inkl. neuer Bibliothek und Nationalmuseum) bis 2020 fertig sein. Sind wir gespannt, wer als erstes fertig ist: Oslo, Stuttgart oder die Elbphilharmonie in Hamburg.

Wie immer habe ich die erste Nacht in einem fremden Bett unruhig geschlafen. Bin deshalb schon gegen 7:00 aufgestanden. Aber ich mag das, wenn man sich in Ruhe fertig machen kann.

 

Der „Barcode“ am Osloer Hauptbahnhof – inklusive einem der Big Four (Deloitte).

 

Erste Anzeichen der Biathlon WM in der Innenstadt.

 

Das große „Freia“-Schild (norwegische Schokolade) auf der Karl Johans Gate.

 

Den Vormittag haben wir in der Stadt verbracht. Frühstücken in einem Café, kurzer Zwischenstopp an der Oper, die Karl Johans Gate hinauf flanieren, Besichtigung des „Weihnachtsmarkts“, der zu Ehren der Biathlon WM aufgebaut wurde, und Shopping in einem Buchladen. Außerdem wurden wir durch Zufall Augenzeugen, wie am Schloß wichtige Gäste vorgefahren sind. Sogar die Wache ist aufmarschiert. Leider wissen wir nicht, wer es war. Vielleicht der Hollande zu Ehren Fourcades?!

 

„Weihnachtsmarkt“ zu Ehren der Biathlon WM

 

Königliches Schloß mit Schneerest

 

Die königliche Garde marschiert auf. Es fuhren ein offizielles Auto vor und ein weiteres Auto ab.

 

Schulausflug zum Schloß

 

Ein kurzer Abstecher zum Hafen: Tjuvholmen

 

Gegen 13:00 Uhr haben wir uns auf den Weg zum Holmenkollen gemacht. Mit der Metro ist das ab dem Bahnhof total simpel und entspannt. Auch im Biathlonstadion waren alle Ordner relaxt und gut gelaunt. Da könnte man sich in Garmisch ein Beispiel nehmen. Taschenkontrollen gab es auch nicht wirklich. Alles SEHR „laid-back“.

Wir hatten für den heutigen 20 km Wettbewerb der Herren Karten für die Tribüne. Recht nahe am Schießstand, mit der Schanze im Rücken. Leider war der Zieleinlauf nicht direkt vor uns.

Durch die unterschiedlichen Zeitintervalle muss man sehr genau aufpassen, um nicht durcheinander zu kommen. Wer ist gerade beim wie vielten Schießen?! Dafür ist es extrem kurzweilig und weniger auseinandergezogen wie z.B. Ski alpin. M.E. ist das der riesige Vorteil, den sich Biathlon in den letzten Jahren erarbeitet hat: die Wettbewerbe wurden total auf das Publikum zugeschnitten, ohne den Athleten zu schaden. Das haben sie hinbekommen wie keine andere Sportart.

Leider, leider war das Ergebnis nicht in meinem Sinne. Warum nur musste Johannes Thignes Bø einmal verschießen?! Aber ganz ehrlich, ich hatte nichts anderes erwartet. Sport, bei dem ich live dabei bin, geht nur gaaanz selten so aus, wie ich das will. Bin schon froh, wenn meine Lieblingssportler überhaupt erscheinen…

Wahrscheinlich ist meine Schöffel-Jacke daran „schuld“, dass zwei Österreicher auf dem Podest standen. Fourcade ist derzeit einfach der Beste. Zumindest im Biathlon. Dafür ist sein Englisch absolut unterirdisch. Die Stimmung war familiär, aber ich glaube, in dem Leben kommt nix mehr an die Eiskunstlauf WM 2004 in Dortmund heran. Das war Gänsehaut pur.

Auf dem Rückweg hatten wir einen genialen Ausblick auf den Oslo-Fjord.

 

 

Abends waren wir im „Olivia“ in Aker Brygge essen. Das ist quasi Tradition für mich, denn ich war bereits 2006 und 2014 dort. Mein Risotto mit Pilzen war lecker. Zum Glück war der Rückweg weniger beschwerlich als der Hinweg, da wir eine kürzere Variante gefunden haben.

2 Kommentare

  1. 11. März 2016 / 06:35

    Hach, das "Olive" 🙂 Ihr hättet aber alternativ auch gucken können, ob die Kellnerinnen im Fridays im Winter genauso perky sind wie in der Hochsaison 😀
    Wie war denn das Wetter?

  2. 11. März 2016 / 17:52

    Perky im Pelz :p

    Das Wetter ist ähnlich kalt wie in Deutschland. Kommt einem durch den Wind am Meer ein bisschen kälter vor. Aber kein Regen und heute Sonne.

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