|Leseliebe| “Temporary” von Sarina Bowen und Sarah Mayberry / Rezension

Rezension zu Temporary von Sarina Bowen und Sarah Mayberry

“Temporary”

Sarina Bowen/Sarah Mayberry
New Adult
Englisch
Hörbuch
4,5 Sterne (von 5 möglichen Sternen)

Grace braucht diesen Job. Dringend. Sie muss für ihre kleine Schwester und sich selbst sorgen. Muss die Lebenshaltungskosten der beiden im horrend teuren New York decken. Außerdem könnte dieser Job ihr Sprungbrett sein. Um endlich eine Festanstellung zu ergattern und aus der Mühle an immer wiederkehrenden “temporary jobs” (=Zeitarbeit) herauszukommen.

Was sie deshalb überhaupt nicht brauchen kann, ist ein reicher, australischer Schnösel, der sie durch sein gutes Aussehen und seinen sexy Akzent vom Katalogisieren der Wertgegenstände seines verstorbenen Onkels ablenkt. Der schamlos versucht, mit ihr zu flirten. Aber einen Moment der Schwäche kann sich Grace vielleicht trotzdem leisten. Schließlich kann man am nächsten Morgen ganz einfach zu einer reinen Arbeitsbeziehung zurückkehren. Oder nicht?

Rezension zu Temporary von Sarina Bowen und Sarah Mayberry

Dieses Hörbuch hat Spaß gemacht. So richtig. Also keines dieser Werke aus dem Bereich Chick Lit oder New Adult frei nach dem Motto “kann man sich mit beschäftigen, muss man aber nicht”. Nein, eine Geschichte mit guten Charakteren und einer spannenden Handlung, die zwar auf das altbekannte Ziel von Büchern dieses Genres zusteuert, die aber trotzdem nie langweilig wird.

Grace

Grace hat mir als weibliche Hauptperson ausgesprochen gut gefallen. Clever und gut ausgebildet kommt sie zwar aus sehr einfachen Verhältnissen, ihre “schwere Kindheit” wird aber im Buch nie zu einer Entschuldigung. Genauso wenig wird sie zu einem bloßen Anhängsel von Callan oder lässt sich von ihm von ihrem Weg abbringen (okay, manchmal ein kleines bisschen, wenn er sie zu Zärtlichkeiten während der Arbeitszeit überreden kann…). Auch die Art und Weise wie die beiden Autorinnen Grace’ Grabenkämpfe mit ihrer Teenagerschwester schildern, mochte ich sehr gerne.

Callan

Callan ist ein heißer, australischer Playboy aus dem Bilderbuch. Man kann sich ihn bildlich auf den Covern der Klatschblätter dieser Welt vorstellen, wie er auf edlen Yachten von irgendwelchen Papparazzi abgeschossen wird. Trotzdem ist er mir super schnell ans Herz gewachsen. Weil ich gemerkt habe, dass hinter dieser oberflächlichen Fassade viel mehr steckt. Dass er klug ist und ein gutes Herz hat und seinen verstorbenen Onkel wirklich mochte, und er dessen Erbe vor seiner raffgierigen Mutter – der Schwester des Verstorbenen – retten möchte.

Grace & Callan

Zwischen Grace und Callan fliegen von Anfang an die Funken. Die zwei haben einfach die Chemie, die man sich in solchen Bücher immer wünschen würde, die es aber leider viel zu selten gibt.

Lobend erwähnen muss ich auf alle Fälle, wie gut mir die Atmosphäre gefallen hat, die das Autorenduo in dem New Yorker Apartment von Callans Onkel schafft, in dem sich die beiden Protagonisten die meiste Zeit aufhalten. Ich konnte mir diese Luxuswohnung in der Nähe des Central Parks mit hohen Decken und teuren Gemälde (inklusive eines echten Gerhard Richters – ich liebe Gerhard Richter!) quasi bildlich vorstellen.

Natürlich wurde es gegen Ende noch einmal dramatisch, aber es war kein künstliches, der Story unnötig aufgepfropftes Drama sondern die Geschichte hat sich die ganze Zeit kontinuierlich zu diesem Showdown hin entwickelt. Das fand ich klasse!

Ausblick

Ich mag Sarina Bowen einfach – da ist diese Zusammenarbeit mit Sarah Mayberry keine Ausnahme. Aus dem Ende des Buches würde ich ableiten, dass es eine Fortsetzung geben wird, in der Callans Schwester in den Mittelpunkt rückt. Darüber würde ich mich sehr freuen, denn ich brauche dringend englischen Hörbuchnachschub.

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