|Leseliebe| Mein Lesemonat Oktober 2017

Mein Lesemonat Oktober war ein sehr erfolgreicher. Das liegt vor allem an meinem Strandurlaub auf Kos, der mir viel Lesezeit beschert hat.

Ich habe insgesamt 10 Bücher beendet. Davon waren 8 in deutscher Sprache und lediglich 2 auf Englisch. Außerdem waren es 3 Hörbücher, 4 E-Books und 3 „normale“ Bücher.

Lesemonat Oktober

Das Jugendbuch „Love & Gelato“ von Jenna Evans Welch habe ich als Hörbuch gehört, und es war genau das richtige, locker leichte Hörvergnügen für Fahrten von und zur Arbeit.

Die junge Amerikanerin Lina findet sich nach dem Tod ihrer Mutter in einer komplett neuen Umgebung wieder. Sie ist in die Toskana gezogen, um bei ihrem Vater, denn sie bislang nicht kannte, zu leben. Trotz aller Trauer ist sie von Land und Leuten fasziniert und verliebt sich in die geschichtsträchtige Umgebung, das Essen und die italienische Lebensfreude. Die italienischen Boys sind natürlich auch nicht zu verachten… Außerdem bekommt sie ein altes Tagebuch ihrer Mutter geschenkt, mit dessen Hilfe sie in die Welt ihrer Mutter abtauchen kann. Bald wandelt sie auf den Spuren ihrer Mutter, die einst als Kunststudentin in Florenz gelebt hat.

Lina ist eine ausgesprochen sympathische Protagonistin, die trotz des schlimmen Schicksalsschlags nie weinerlich wirkt. Es macht Spaß, durch ihre Augen Italien zu erleben. Das typisch italienische Flair kommt in diesem Buch besonders gut herüber. Die Geschichte rundum das Tagebuch ihrer Mutter hat mir ebenfalls gut gefallen, denn so erhält das Buch eine zweite Zeitebene. Auch die anderen Charaktere wie ihr Vater oder ihre neuen Mitschüler fand ich sehr gelungen. Von mir gibt es 4 Sterne (von 5 möglichen Sternen) für dieses liebenswerte Jugendbuch.

„Wild Dream“ von Liora Blake, Teil 2 der „Grand Valley“-Reihe, war einer meiner Favoriten in diesem Lesemonat. Endlich eine Geschichte aus dem Genre „Chick Lit“, die ohne nerviges Drama kurz vor Ende auskommt. 4,5 Sterne habe ich hierfür vergeben, denn ich musste einen halben Stern für die manchmal mangelhafte Übersetzung abziehen.

„Das Leben ist kein Punschkonzert“ von Heike Wanner ist das erste weihnachtliche Buch, das ich in diesem Jahr gelesen habe. Von mir gibt es 4 Sterne für dieses „Wohlfühlbuch“, das eine schöne weihnachtliche Stimmung verbreitet, dessen Ende mir aber eine Spur zu perfekt war.

„Zeiten des Aufbruchs“ von Carmen Korn ist der zweite Teil zu „Töchter einer neuen Zeit“, das mich im Lesemonat September total begeistert hat. Dieser zweite Band, den ich als Hörbuch gehört habe, kann hier nahtlos anknüpfen und zu den Charakteren, die mich bereits im ersten Band begeistert haben, kommt mit dem Pianisten Alex ein spannender neuer Hauptdarsteller hinzu. Der erste Teil spielt in der Zeit nach dem 1. Weltkrieg bis zum Ende des 2. Weltkriegs, der zweite Teil hingegen ist in den 50er und 60er Jahren vor dem Hintergrund von Wirtschaftswunder, Wiederaufrüstung und Studentenrevolte angesiedelt. Und hier liegt auch ein bisschen das Problem dieses zweiten Teils. Während „Zeiten des Aufbruchs“ aufgrund der Schrecken der Jahre 1933 bis 1945 recht düster daherkommt und einen als Leser die ganze Zeit hoffen lässt, dass keiner der Protagonisten im KZ landet oder im Krieg getötet wird, sind die Zeiten in den 50er und 60er Jahren zwar auch nicht immer völlig friedvoll, aber doch wesentlich weniger gefährlich als der Vorgängerzeitraum. Entsprechend muss man sich nicht um Leib und Leben von Fanny und ihren Freunden sorgen und die Geschichte gerät an der ein oder anderen Stelle zu perfekt und idyllisch. Trotzdem war auch dieser Teil ein großes Lesevergnügen für mich, und ich werde definitiv auch den letzten Teil der Reihe – schon allein aufgrund des Cliffhangers am Ende des zweiten Bandes – lesen. Für „Zeiten des Aufbruchs“ vergebe ich 4,5 Sterne.

Bei der Fantasy-Geschichte „The Promise – Der goldene Hof“ von Richelle Mead konnte mich leider nur das Cover überzeugen. Der Inhalt war zäh und unausgegoren, weshalb ich nur 3,5 Sterne vergeben habe.

„Fair Catch“ von Liora Blake ist der erste Teil der „Grand Valley“-Reihe und dieses Buch gefiel mir ähnlich gut, wie das oben bereits besprochene „Wild Dream“. Allen, die gerne „Chick Lit“ lesen, kann ich diese beiden Bücher von Liora Blake von ganzem Herzen empfehlen.

„Muswiese“ von Wildis Streng ist ein Regionalkrimi, der in meiner Heimat spielt. Während die Krimihandlung für meinen Geschmack spannender hätte ausfallen können, ist das Buch in Sachen Lokalkolorit unschlagbar. Das spezielle Gefühl, für das die „Muswiese“ steht, wurde perfekt herübergebracht, und auch die Eigenheiten der Hohenloher wurden gekonnt in Szene gesetzt. Deshalb gibt es von mir 4 Sterne für diesen Krimi-Spaß.

„True North“ von Liora Blake bedient sich genau des Aufbaus eines „Chick Lit“-Romans, den ich überhaupt nicht mag, weshalb dieses frühere Werk von Liora Blake leider nicht mit der „Grand Valley“-Reihe mithalten kann. Nur 3 Sterne von mir.

„Gebrauchsanweisung für Island“ von Kristof Magnusson habe ich als Hörbuch gehört. Da Island – typisch für ein Pferdemädchen – schon seit Kindertagen zu meinen Lieblingsländern gehört, fand ich dieses Buch super interessant. Auch ich als langjähriger Fan konnte viel Neues über Island lernen. Der Autor Kristof Magnusson hat außerdem eine sehr angenehme Stimme und als Halbisländer das nötige Insiderwissen. Ich vergebe trotzdem nur 4 Sterne, denn das Buch ist von 2010 und liefert deshalb veraltete Daten. Zudem ist auf Island – z.B. politisch – in den letzten sieben Jahren so viel passiert, dass man sich mit diesem Stand als Leser nicht zufrieden geben kann. Besonders deutlich wird das beim Thema „Fußball“, für das sich laut „Gebrauchsanweisung für Island“ kaum ein Isländer interessiert. Das mag 2010 korrekt gewesen sein, aber seit der Fußball-EM 2016 ist diese Aussage definitiv veraltet.

Last but not least kommen wir zu meinem Lese-Highlight aus dem Lesemonat Oktober:  „Nicht nur eine Liebesgeschichte“ von Emma Mills. Eine weitere Perle aus dem Königskinder-Verlag.

  • Lieblingscharakter: Pianist Alex aus „Zeiten des Aufbruchs“, der mit einem Mann zusammenlebt. In den 50er und 60er Jahren in Deutschland eine schwierige Situation.
  • Lieblingscover: Da haben mir in diesem Monat einige sehr gut gefallen – „Love & Gelato“, „Muswiese“ oder „Das Leben ist kein Punschkonzert“. Entschieden habe ich mich für „The Promise – der goldene Hof“, weil dieses Cover wirklich wunderschön ist.
  • Lieblingsort: Island – da möchte ich unbedingt irgendwann hin.
  • Lieblingspaar: Cara Cavanaugh & Garrett Strickland aus „Wild Dream“ von Liora Blake, weil das reiche Mädchen aus der Stadt und der Junge vom Land ein tolles Paar abgeben.

4 Kommentare

    • glimrende
      12. November 2017 / 19:24

      Hallo Nicci,
      ich hinke gerade mit dem Beantworten meiner Kommentare etwas hinterher, denn ich war am Wochenende bei meinen Eltern daheim, und dort habe ich nur äußerst mangelhaften Internetempfang.

      Hihi, witzig, dass Du an das Buch von Sarina Bowen denken musstest, das habe ich nämlich auch schon gelesen. Hier ist meine Rezension: http://glimrende.de/stefka-reads-bittersweet-true-nor

      Herzliche Grüße,

      Steffi

  1. 14. November 2017 / 16:18

    Hallo Steffi,
    das klingt nach einem richtig gelungenen Lesemonat. Mit The Promise liebäugele ich auch noch ein wenig. Und nach Du + ich = Liebe habe ich auch vor noch mehr von Heike Wanner zu lesen. Das Leben ist kein Punschkonzert passt da natürlich gut in die Vorweihnachtliche Zeit. Das werde ich mir mal überlegen. :o)

    Ich wünsche dir einen mindestens genauso schönen und erfolgreichen Lesemonat November :o)

    Ganz liebe Grüße
    Tanja

    • glimrende
      14. November 2017 / 20:32

      Hallo Tanja,
      ich bin ja großer Fan von weihnachtlichen Büchern, von daher kann ich Dir „Das Leben ist kein Punschkonzert“ sehr ans Herz legen 🙂

      Ich fürchte, mein November wird kein ganz so überzeugender Lesemonat. Dazu fehlt mir gerade die Zeit… Mal schauen, vielleicht kann ich am kommenden Wochenende ein bisschen an meiner Lesestatistik arbeiten.
      Viele Grüße,
      Steffi

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