|Leseliebe| „Irgendwas mit Liebe“ von Jana Herbst / Rezension

„Was soll ich mit deinen Eiern machen?“

„Der Unterschied war so wie zwischen Christian Grey und Peter Lustig.“ 

Irgendwas mit Liebe von Jana Herbst

„Irgendwas mit Liebe“

  • Jana Herbst
  • Chick Lit
  • Deutsch
  • E-Book
  • 4,5 Sterne (von 5 möglichen Sternen)
  • Das Buch wurde mir von der Autorin für eine Leserunde und Rezension zur Verfügung gestellt
  • Empfehlung: für alle, die sich für eine Mischung aus Love & Crime und Humor begeistern können.

Die super ehrgeizige Anwältin Luisa ordnet alles ihrem Lebensziel, Partnerin in einer Anwaltskanzlei zu werden, unter. Ihre perfekt durchstrukturierte Karriereplanung gerät aus den Fugen, als sie ausgerechnet vor ihrem Bürogebäude überfallen und ausgeraubt wird. Plötzlich wird sie von einem Unbekannten verfolgt und muss um ihr Leben fürchten. Soll sie deshalb lieber auf Tauchstation gehen und abwarten? Nicht mit Luisa, sie entschließt sich zu einer Fortbildung in Sachen Selbstverteidigung und gerät hierbei an Ilyas, den Youtube-Star der Kampfsportszene. Zwischen den beiden fliegen von Anfang an die Fetzen – und ein bisschen auch die Funken.

Irgendwas mit Liebe von Jana Herbst

„Irgendwas mit Liebe“ ist der dritte Roman von Jana Herbst und der erste, der nicht nur als E-Book sondern auch als „richtiges“ Buch erscheinen wird. Ich habe bereits zur Veröffentlichung ihres ersten Werkes an einer Leserunde mit der Autorin teilgenommen und bin ihr über „Social Media“ (und unserer gemeinsamen Liebe für die Bücher der amerikanischen Autorin Julie James) verbunden geblieben und durfte deshalb jedes ihrer Bücher vorab lesen.

Das neueste Buch zeichnet sich zum einen durch den für Jana Herbst typischen, sehr blumigen und witzigen Schreibstil aus, der mit vielen Vergleichen arbeitet. Ein Beispiel gefällig? „…und sprach dabei langsam und deutlich. Als versuchte sie den Urzeittierchen, die man in Aquarien züchten konnte, Kunststücke beizubringen.“ Zum anderen gab es wieder die bewährte Mischung aus Liebesgeschichte – frei nach dem Motto „Gegensätze ziehen sich an“ – und Krimihandlung. Die beiden ersten Bücher von Jana Herbst mochte ich auch sehr gerne, aber vom Aufbau und von der Ausgewogenheit der Geschichte her, finde ich „Irgendwas mit Liebe“ am stärksten. Lediglich bei der Auflösung der Tätersuche war mir das Motiv eine Spur zu überraschend und zu wenig aus der Handlung heraus entwickelt, denn es tauchte plötzlich ein komplett neues Thema auf, das vorher keine Rolle gespielt hat.

Zur Qualität des Buches tragen auch die zwei Hauptdarsteller bei, die beide mein Herz erobert haben. Luisa, die ganz in ihrem Job aufgeht und eine glasklare Vorstellung von ihrer Lebensplanung hat, und Ilyas, der Fels in der Brandung, der ebenfalls genau zu wissen scheint, was er im Leben für sich haben möchte und was nicht. Dabei haben sie als von der Vergangenheit getriebene Menschen viel mehr gemeinsam, als sie zu Beginn ahnen.

Aufgrund meiner Begeisterung für die Bücher von Julie James wird es nicht überraschen, dass mir die Anwaltswelt, in der sich Luisa bewegt, besonders gut gefallen hat. Wegen meiner beruflichen Tätigkeit kenne ich mich selbst ein bisschen in diesem Kosmos aus und kann die in nachfolgender Passage beschriebenen Befindlichkeiten zu 100% unterschreiben:

„Und dann war da noch das Machogehabe vieler Polizisten, als seien sie die Helden der Stadt und sie lediglich ein nichtsnutziger Parasit, der ihre Arbeit mit Absicht zerstören wollte.“ 

Genau diese verhärteten Fronten zwischen den Ermittlungsbeamten und den Anwälten auf der Gegenseite durfte ich auch schon kennenlernen.

Geschenk von Jana Herbst

„Irgendwas mit Liebe“ hat mir während meiner Erkältung tolle Lesestunden beschert, und ich freue mich jetzt schon auf das nächste Buch von Jana Herbst. Ganz besonders möchte ich mich an der Stelle dafür bedanken, dass mich Jana in ihrer Danksagung erwähnt hat. Das macht mich wirklich unglaublich stolz. Eine der schönsten Erfahrungen, die ich bislang in Zusammenhang mit meinem Blog machen durfte.

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