|Wanderlust| Ankunft in Boulder und Weiterreise nach Yellowstone…

… or the most epic car tour ever

Der Flughafen in Denver ist riesig. Zum Baggage Claim sind wir mit der Flughafenbahn gefahren. Nach einer kurzen Pause, in der Rebecca Kaffee über ihren Rucksack und meine Handtasche geleert hat, haben wir gegen 11:00 Uhr Ortszeit (zwei weitere Stunden Zeitverschiebung) unseren Hundayi Mietwagen in Empfang genommen. Zu Hertz wurden wir mit einem Busshuttle gefahren. Dort begann das Abenteuer Automatik. Ich habe mich zuvor bei Wikipedia in die Erläuterungen eingelesen und es hat überraschend gut geklappt. Mit der App auf dem Tablet haben wir Boulder relativ problemlos erreicht, wobei auf dem Highway viel los war und ab und zu die Spuren auf mysteriöse Art und Weise geendet haben.

Angekommen bei Rebeccas Bruder David in der Wohnung haben wir mit ihm und seiner Frau Ana zu Mittag gegessen. Nach einigem hin und her („man könnte doch auch noch gekochte Eier mitnehmen?!“) sind wir Ana und Davids Sohn Leo in der Schule abholen gefahren. Von dort ging gegen 15:00 Uhr das Abenteuer Überlandfahrt los.

Nachdem wir den Großraum Denver verlassen hatten, wurde die Landschaft langsam immer karger und unbewohnter, und man konnte begreifen, was „the great plains“ bedeutet. Es hat mich teilweise an die Hochebenen Norwegens oder Island erinnert. Irgendwie hat auch diese Landschaft ihren Reiz, besonders bei dem vorherrschenden Sonne-Wolken-Mix. Die Grenze zu Wyoming haben wir relativ schnell erreicht. Manchmal kam meilenweit nichts außer Prärie. Dann wieder einsame Pferdeherden auf riesigen Koppeln. Ölpumpen. Windräder. Halbverrostete Pick-ups. Trotzdem war es schwer zu begreifen, dass wir uns auf der anderen Seite des Atlantiks befinden. Wahrscheinlich fühlt sich durch die vielen amerikanischen Filme alles irgendwie heimisch an. Wir haben lediglich zwei Zwischenstopps an einem Supermarkt (hier gibt es M&Ms mit Mandeln!) und an einer Tankstelle  (bei der ich eine Ehrenrunde um die Zapfsäule hingelegt habe, weil ich dachte, durch Drumherumfahren kann ich die Seite wechseln, um mit dem Tankdeckel neben der Zapfsäule zu stehen…). Ich bin ca. 2 oder 3 Stunden gefahren.

Irgendwann wurde es schlagartig dunkel. Auch die Landschaft hat sich verändert. Es wurde bergig. Leider kamen auch einige starke Regenperioden dazu. Ich habe David unterhalten, damit er am Steuer nicht einschläft. Die letzten 70 Meilen haben sich gezogen, aber gegen 23:00 Uhr sind wir glücklich in Cody angekommen (Disneyland im Westernstil, sehr künstlich) und sind in unserem Motel eingecheckt. Um 0:00 Uhr lagen wir in unseren riesigen Betten…

 

2 Kommentare

  1. Kerstin
    22. Mai 2015 / 19:36

    Ha, in cody haben wir auch gewohnt!! Ich fand die ganzen touri orte in der gegend sahen sehr "fake" aus 😉

    ich glaub ihr seit voll die ähnliche Strecke gefahren wie wir damals mit dem Bus.

  2. 23. Mai 2015 / 13:06

    Ich habe Deine ganzen Kommentare gerade erst gesehen. Ist ein bisschen stressig hier;)

    Ist ja witzig, dass Du auch schon in Cody warst. Immerhin ist das Hotel hier super inkl der Dusche 😀

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